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Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 26.02.2018

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk auf YoutubeWie Jüngere erreichen?

Interview mit Rayk Anders

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Der Journalist Rayk Anders blickt bei der Vorstellung von "funk", der neuen multimedialen Formate für das "Junge Angebot" von ARD und ZDF. (picture alliance / dpa / Maurizio Gambarini)
Der Journalist Rayk Anders (picture alliance / dpa / Maurizio Gambarini)

Wer auf der Videoplattform Youtube des US-Konzerns Google über Terror und Gewalt spricht, wird ausgeschlossen von Werbegeldern, erzählt der YouTuber Rayk Anders, der deshalb froh ist, dass er mit Hilfe von "funk" frei über alle politischen Themen sprechen kann.

Seit anderthalb Jahren ist "funk" die Plattform von ARD und ZDF im Internet für Jüngere. Die Angebote werden in alle sozialen Medien und Plattformen verteilt - auch von Rayk Anders. Im Interview erzählt er, wie er zu "funk" kam und warum die öffentlich-rechtliche Plattform Vorteile für ihn hat.

"Die Unterstützung der Öffentlich-Rechtlichen macht mich freier, weil egal welches Thema es gibt, ich weiß, ich kann darüber reden und muss mir keine Sorgen darüber machen, dass der amerikanische Konzern mir indirekt diktiert, wie sich mein Youtube-Kanal lohnt oder nicht."

"Nervige" Faktoren bei den Öffentlich-Rechtlichen 

Seit 2013 veröffentlich Rayk Anders auf Youtube Videos über politische Themen. Danach folgte eine Koopeartion mit dem SWR und seit Oktober 2016 ist er bei "funk". Die Zusammenarbeit hat für ihn aber auch "nervige" Faktoren.

"In der Berichterstattung zur Bundestagswahl hat man penibel darauf geachtet, dass gleichmäßig über die Parteien berichtet wurde. Das heißt, wenn Du einen Beitrag über die CDU machst, ist es auch nötig, dass Du im selben Umfang über die SPD berichtest. Oder man darf die AfD nicht ausklammern.

Einfach eine Balance zwischen den verschiedenen politischen Parteien und natürlich ist das für mich dann manchmal langweilig, weil ich denke, was soll ich jetzt noch über die Grünen erzählen. Das ist für mich - ich will nicht sagen nervig - aber wenn ich jetzt ein Video über die CDU machen will, dann sagt die Öffentlich-Rechtliche, dann mache jetzt auch ein Video über die Konkurrenz. Das ist für mich vielleicht nervig, aber irgendwo auch sinnvoll."

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