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Mittwoch, 13.11.2019
 
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Kulturnachrichten

Donnerstag, 16. Mai 2019

Nur wenige Zuschauer bei Live-Debatte zur Europawahl

Die Live-Debatte der Spitzenkandidaten zur Europawahl hat in Deutschland nur wenig Publikum erreicht. Die Sender Phoenix und Tagesschau24 hatten am Mittwochabend ab 21 Uhr direkt aus Brüssel übertragen. Phoenix schalteten dabei laut Media Control 190 000 Zuschauer ein. Das entspricht einem Marktanteil von 0,7 Prozent. Bei Tagesschau24 waren 30 000 Zuschauer (0,1 Prozent) am Bildschirm dabei. Bei der Debatte hatten sich Manfred Weber (EVP), Frans Timmermans (SPE), Nico Cué (EL), Ska Keller (EGP), Jan Zahradil (ACRE) und Margrethe Vestager (ALDE) einen Schlagabtausch geliefert.

Jodie Foster trauert um ihre Mutter

Die Mutter und Ex-Managerin von Oscarpreisträgerin Jodie Foster ist tot. Evelyn "Brandy" Foster sei am Montag in ihrem Haus in Los Angeles an Komplikationen durch ihre Demenzerkrankung gestorben, teilte ihre Familie mit. Sie wurde demnach 90 Jahre alt. Brandy Foster stammt aus Rockford im Staat Illinois und zog später als Sängerin einer Big Band nach Kalifornien. Als alleinerziehende Mutter trieb sie die Schauspielkarrieren ihrer Sprösslinge an. Ihr jüngstes Kind Jodie ließ sie im Alter von drei Jahren in Werbespots auftreten. Brandy Foster galt als strenge und gerissene Managerin und scheute auch nicht vor Aktionen zurück, die einige Kritiker als fragwürdig betrachteten. So ließ sie Jodie etwa im Alter von 14 Jahren eine minderjährige Prostituierte in Martin Scorseses Klassiker "Taxi Driver" spielen. Damit hatte die Mutter das Ziel verfolgt, die Tochter aus der Kinderdarsteller-Mühle zu holen. Es klappte: Jodie bekam für ihre Rolle die erste von vier Oscarnominierungen und startete eine Hollywood-Karriere.

Schweiz unter anderem im ESC-Finale

Die Schweiz hat es ins Finale des Eurovision Song Contest in Tel Aviv geschafft. Österreich schied dagegen im zweiten Halbfinale aus. Die Niederlande, Schweden und Russland, die zu den Favoriten zählen, schafften es ebenfalls den Sprung ins Finale. Mit ihnen wetteifern werden auch Nordmazedonien, Albanien, Aserbaidschan, Dänemark, Norwegen und Malta. Dagegen wurden Armenien, Irland, Moldau, Lettland, Litauen, Kroatien und Rumänien nicht für das Finale ausgewählt. Moderiert wurde die Veranstaltung auf dem Expo-Gelände im Norden Tel Avivs unter anderem von dem israelischen Supermodel Bar Refaeli. Beim ersten Halbfinale am Dienstag hatten sich die Tschechische Republik, Griechenland, Weißrussland, Serbien, Zypern, Estland, Australien, Island, San Marino und Slowenien schon qualifiziert. Das deutsche Duo S!sters ist automatisch für das Finale am Samstag gesetzt, weil Deutschland zu den großen Geldgebern der Eurovision gehört. Insgesamt werden 26 Länder am Finale teilnehmen. Auch US-Megastar Madonna wird beim Finale auftreten, wie die Veranstalter bestätigten.

Säule von Cape Cross geht zurück nach Namibia

Deutschland wird eine von Namibia als koloniales Objekt zurückgeforderte Kreuzsäule an das afrikanische Land zurückgeben. Die Säule von Cape Cross gehört seit 1953 zu den Beständen des Museums für Deutsche Geschichte, das nach der Wiedervereinigung im Deutschen Historischen Museum aufgegangen ist. Das Kuratorium des Hauses stimmte einem entsprechenden Vorschlag von Museumspräsident Raphael Gross zu.

Trotz Boykottaufrufen: Madonna tritt beim ESC auf

Madonna tritt als Stargast beim Finale des Eurovision Song Contest (ESC) am Samstag in Tel Aviv auf. "Nun ist es amtlich", teilte der israelische Sender KAN, der den Wettbewerb gemeinsam mit der Europäischen Rundfunkunion austrägt, auf seiner Internetseite mit. Die 60-jährige Popdiva hatte sich bereits am Dienstag entschlossen gezeigt, trotz massiver Boykottaufrufe durch die antiisraelische Bewegung BDS in der Halbzeit des ESC-Finales aufzutreten.

Bahlsen lässt Zwangsarbeiter-Geschichte aufarbeiten

Der Kekshersteller Bahlsen zieht Konsequenzen aus den aktuellen Diskussionen um die Behandlung seiner Zwangsarbeiter im Zweiten Weltkrieg und wird deren Rolle wissenschaftlich aufarbeiten lassen. Der Göttinger Professor Manfred Grieger sei beauftragt, dazu ein unabhängiges Expertengremium zusammenzustellen, teilte die Gruppe in einer Erklärung mit. Am Vortag hatte sich Unternehmenserbin Verena Bahlsen für ihre Aussagen zu Zwangsarbeitern bei dem Kekshersteller entschuldigt. In einer Erklärung sprach sie von unbedachten Äußerungen sowie einem Fehler. Sie hatte der "Bild"-Zeitung gesagt: "Das war vor meiner Zeit und wir haben die Zwangsarbeiter genauso bezahlt wie die Deutschen und sie gut behandelt." Die Bemerkung hatte in den sozialen Medien empörte Reaktionen hervorgerufen.

Autor und Satiriker Wiglaf Droste gestorben

Der Satiriker, Sänger und Schriftsteller Wiglaf Droste ist tot. Wie die Tageszeitung "junge Welt" unter Berufung auf den engsten Familienkreis meldete, starb Droste am Mittwoch nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 57 Jahren im fränkischen Pottenstein. Der gebürtige Herforder arbeitete unter anderem für die "tageszeitung", die "junge Welt", für den WDR und den Deutschlandfunk sowie für die Satirezeitschrift "Titanic". Von 1999 bis 2013 gab er zusammen mit Sterne-Koch Vincent Klink die kulinarische Vierteljahreszeitschrift "Häuptling eigener Herd" heraus. Legendär auch seine Zusammenarbeit mit dem "Spardosen-Terzett", das Droste als Sänger und Texter bereicherte. Zu den Auszeichnungen, die der Künstler erhielt, gehörte 2005 der Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis. Drostes umfangreiches Werk zeuge von so hoher «sprachlicher Virtuosität», dass sich Vergleiche mit Kurt Tucholsky, Erich Kästner und Heinrich Heine aufdrängten, hieß es damals.

Neues Jüdisches Museum Frankfurt erst 2020 fertig

Die für den 9. November geplante Eröffnung des erweiterten Jüdischen Museums in Frankfurt am Main ist einem Zeitungsbericht zufolge verschoben worden. Als neuen Eröffnungstermin nannte Museumsdirektorin Mirjam Wenzel im Gespräch mit der "Frankfurter Rundschau" den April 2020, allerdings ohne genaues Datum. Wie es weiter hieß, führte laut Wenzel ein Bündel von Ursachen zu der Verzögerung des bisher 50 Millionen Euro teuren Projekts. Beim Innenausbau seien eine Reihe von Arbeiten nicht rechtzeitig fertiggestellt worden. Bei Materialien habe es Lieferschwierigkeiten gegeben. Ausschreibungen für Aufträge seien gescheitert, Baufirmen überlastet gewesen. Die Direktorin hob hervor, dass sich die Ausstellungsfläche verdoppele.

"Game of Thrones": Fans fordern neues Finale

Fans der preisgekrönten Fantasy-Saga "Game of Thrones" fordern die Macher in einer Online-Petition auf, die aktuelle Staffel erneut zu drehen. "Macht "Game of Thrones" noch einmal neu mit kompetenten Autoren", heißt die Aktion bei der Plattform change.org, die bis Donnerstagmorgen rund 230 000 Unterstützer fand. "Die Serie verdient eine finale Staffel, die Sinn ergibt." Viele Anhänger sind erbost, weil sich die eigentliche Sympathieträgerin der Serie, Daenerys Targaryen, kurz vor dem Finale zum Bösewicht gewandelt hat und Tausende Unschuldige töten ließ. Die Serie, die laut dem US-Sender HBO pro Folge allein in Amerika rund 43 Millionen Menschen erreicht, endet am kommenden Sonntag mit der achten Staffel.

US-Künstlerin Lutz Bacher gestorben

Die US-Künstlerin Lutz Bacher ist im Alter von 75 Jahren gestorben. Das bestätigte Bachers New Yorker Galerie Greene Naftali. Lange war sie so etwas wie ein Phantom. Als der Name Lutz Bacher in den 70er-Jahren erstmals auftauchte, wusste man nicht, ob ein Mann oder eine Frau dahintersteckte. Sie wurde das, was man einen artists' artist nennt, einflussreich unter Künstlerkollegen, der breiten Öffentlichkeit aber unbekannt. Erst 2009 kam es im New Yorker PS1 zu einer ersten Retrospektive ihres Werks, der weitere Ausstellungen und eine Monografie folgten. Lutz Bacher arbeitete mit Video und Installation, Sound, Film und Fotografie. Mit ihrem stetigen Wechsel der Medien nahm die vorweg, was viele junge Künstler heute praktizieren. das gilt auch für ihre Themen, die Fragen von Macht, Identität und Gender behandeln.

Rekorderlös für Koons-Skulptur

Eine Skulptur des US-Künstlers Jeff Koons hat bei einer Versteigerung in New York einen Rekordpreis erzielt. Wie das Auktionshaus Christie's mitteilte, wurde die silberne Skulptur "Rabbit" eines aufblasbaren Kaninchens aus Edelstahl für 91,1 Millionen Dollar versteigert. Damit wurde der bisherige Rekordpreis für das Werk eines lebenden Künstlers erneut übertroffen. Den Rekord hielt zuletzt ein Gemälde des britischen Malers David Hockney.

"Woodstock 50" findet nach Gerichtsentscheidung statt

Das Festival „Woodstock 50 kann wie geplant im US-Bundesstaat New York stattfinden. Ein Gericht in New York lehnte den Antrag eines früheren Großsponsors auf Absage ab. Dieser hatte ein Durcheinander bei der Planung und Organisation beklagt und Sicherheitsbedenken geltend gemacht. Das Organisatoren-Team wiederum warf der klagenden Medienagentur vor, das Festival untergraben zu wollen. Das Großevent soll Mitte August in Watkins Glen im US-Staat New York stattfinden, etwa 180 Kilometer von dem Ort des allerersten Festivals von 1969 entfernt.

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