Seit 11:05 Uhr Tonart

Mittwoch, 21.11.2018
 
Seit 11:05 Uhr Tonart

Kulturnachrichten

Donnerstag, 22. Januar 2015

NS-Raubkunstzentrum: Grütters wird Vorsitzende des Stiftungsrats

Kulturstaatsministerin übernimmt wichtige Funktion im Deutschen Zentrum Kulturgutverluste

Die CDU-Politikerin Monika Grütters wurde bei der heutigen konstituierenden Sitzung des 15-köpfigen Aufsichtsgremiums in Berlin zur Vorsitzenden des Stiftungsrats für das NS-Raubkunstzentrum gewählt. Die praktische Arbeit soll von einem zweiköpfigen Führungsgremium verantwortet werden. Zum ehrenamtlichen Vorstand ernannte der Stiftungsrat den früheren Direktor der Hamburger Kunsthalle, Prof. Uwe Schneede. Die Stelle des hauptamtlichen Vorstands wurde ausgeschrieben, eine Entscheidung steht aber noch aus. Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste wird von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden getragen.

Nachschub von "Charlie Hebdo" im deutschen Handel

Das französische Satireblatt ist ab Freitag wieder zu kaufen

"Charlie Hebdo" hat rund 50 000 weitere Ausgaben der «historischen» Nummer nach den Pariser Terroranschlägen zur Auslieferung an Bahnhofs- und Flughafenkioske sowie Buchhandlungen vorgesehen, teilte der Deutsche Pressevertrieb bei Gruner + Jahr mit. Am vergangenen Samstag war die Ausgabe mit dem weinenden Propheten Mohammed auf der Titelseite in Minutenschnelle vergriffen gewesen. Allerdings waren nur knapp 5000 Exemplare nach Deutschland geliefert worden. In Frankreich war die Gesamtauflage des Magazins auf sieben Millionen Exemplare erhöht worden.

Hoffnung für NRW-Kunstsammlung

Millionenschwere Portigon-Sammlung soll nach Möglichkeit im Land bleiben

Die rot-grüne Regierung in Nordrhein-Westfalen will nicht länger als Kunstbanause am Pranger stehen.
Nachdem bereits zwei Warhol-Werke des Casino- Betreibers Westspiel ohne Einschreiten des Landes für mehr als 100 Millionen Euro versteigert wurden, soll die Kunstsammlung der landeseigenen WestLB-Nachfolgerin Portigon für das Land gesichert werden. Überraschend deutlich legte sich Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) heute im Landtag fest: Die Landesregierung und das Finanzministerium würden «alles in ihren Kräften Stehende tun, um die Kunstwerke für Nordrhein- Westfalen zu sichern». Man wolle sich auch am von Kulturministerin Ute Schäfer einberufenen Runden Tisch am 5. Februar beteiligen. Noch im November hatte Walter-Borjans betont, Portigon entscheide selbst über den Verkauf der Kunstwerke, und er werde nicht zulassen, dass ein Runder Tisch darüber spreche.

Facebook-Nutzer entscheiden über "Charlie Hebdo"-Karnevalswagen

Buntstifte eines Kölner Jecken ersetzen Dynamitstangen eines Selbstmordattentäters

Facebook-Freunde des Kölner Karnevals haben entschieden, wie der Wagen zum Thema Terror und Meinungsfreiheit nach den Anschlägen in Paris gestaltet werden soll. Ein Jeck stopft seinen Buntstift in einen Gewehrlauf, um die Meinungsfreiheit zu schützen. Dieses Motiv erhielt fast 2500 der mehr als 7000 Likes, die seit Sonntag für die 14 Entwürfe angeklickt wurden. Die Aktion des Festkomitees ging heute zu Ende. Der Siegerentwurf kombiniert den tapferen Zeichner mit dem finsteren Selbstmordattentäter, hat aber noch weitere Elemente: einen Idefix, der den Terroristen anpinkelt, den Schriftzug «Ich bin Charlie», die französische und andere Flaggen sowie eine Friedenstaube.

Proteste gegen Polens Oscar-Hoffnung "Ida"

Nationalkonservative Stiftung nennt Pawel Pawlikowskis Film "antipolnisch"

In der Schwarz-Weiß-Produktion geht es um eine junge Nonne in den 60-er Jahren, die kurz vor dem endgültigen Gelübde von ihrer jüdischen Herkunft erfährt. "Ida" gilt als einer der größten Erfolge des polnischen Kinos seit Jahren: mit dem Europäischen Filmpreis ausgezeichnet, in zwei Kategorien für den Oscar nominiert, von Kritikern mit Lob überhäuft.
Mit einer Petition an das Polnische Institut für Filmkunst haben allerdings auch schon mehr als 20 000 Menschen eine Nachbesserung gefordert. Sie kritisieren an der Geschichte, dass die Eltern der Nonne während der deutschen Besatzung von einem polnischen Nachbarn getötet wurden. Von den Deutschen sei keine Rede. Zuschauer in westlichen Ländern könnten -so die Kritiker von "Ida"- fälschlicherweise den Eindruck gewinnen, dass Polen für die Verbrechen an Juden im Zweiten Weltkrieg verantwortlich gewesen seien.

Robert Redford eröffnet Sundance Film Festival

Hollywood-Flair im amerikanischen Skiort Park-City

Der Schauspieler, Regisseur und Produzent Robert Redford eröffnet heute das von ihm gegründete jährliche Sundance Film Festival. Insgesamt werden in Park-City im amerikanischen Bundesstaat Utah 123 abendfüllende Filme sowie 60 Kurzfilme gezeigt. Das Festival zeichnet sich besonders durch unabhängige Filmproduktionen aus. Im vergangenen Jahr feierten die Filme „Boyhood" und „Whiplash" ihre Premiere in Sundance, beides Filme, die jetzt mit mehreren Nominierungen ins Rennen um die Oskars gehen.

Archäologischer Kunstraub aufgeflogen

Italienisch-schweizerischer Schmugglerring erbeutete mehr als 5000 Objekte

Jetzt wurden die Fundstücke im Wert von 45 Millionen Euro in Italien beschlagnahmt. Der italienische Kulturminister Dario Franceschini sprach von "der bisher größten Entdeckung" geraubter archäologischer Funde. Es handelt sich demnach um 5361 Objekte, darunter Vasen, Schmuck, Fresken und Bronzestatuen, aus der Zeit vom achten Jahrhundert vor Christus bis zum dritten Jahrhundert nach Christus. Sie seien bei illegalen Grabungen in Italien zusammengerafft worden.
Die Objekte seien mit gefälschten Echtheitszertifikaten in alle Welt verkauft worden. Entdeckt wurde das Raubgut im Zuge von Ermittlungen gegen den italienischen Kunsthändler Gianfranco Becchina, der eine Kunstgalerie in der Schweiz besitzt, sowie seine schweizerische Frau. Beide wurden festgenommen.

Stiftungsrat des Zentrums für NS-Raubkunstsuche konstituiert sich

Heute Entscheidung über künftigen Vorstand

Der Stiftungsrat des neuen Zentrums für die Suche nach NS-Raubkunst entscheidet am heutigen Donnerstag über seine künftige Spitze. Die hauptamtliche Stelle war öffentlich ausgeschrieben. Bei der konstituierenden Sitzung im Berliner Kanzleramt soll zudem der frühere Direktor der Hamburger Kunsthalle, Uwe Schneede, zum ehrenamtlichen Vorstand berufen werden. Das sogenannte Zentrum Kulturgutverluste mit Sitz in Magdeburg hatte zum Jahreswechsel seine Arbeit aufgenommen. Es wird von Bund, Ländern und Kommunen gemeinsam getragen und soll vor allem die Suche nach NS-Raubkunst in deutschen Museen voranbringen.

Ministerpräsident Weil ermutigt Pegida-Gegner zu mehr Patriotismus

"Patriotismus nicht den Rechten überlassen"

Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat die Gegner der islamkritischen Pegida-Bewegung aufgefordert, mehr Patriotismus zu zeigen. Gegenüber der in Hannover erscheinenden "Neuen Presse" sagte Weil, es spreche nichts dagegen, bei Kundgebungen gegen die "Pegida" ebenfalls die deutsche Nationalfahne zu tragen. Die schwarz-rot-goldene Flagge sei "ein gutes Symbol für eine freiheitliche Gesellschaft, die sich bemüht, offen, tolerant und gerecht zu sein". Viele Pegida-Gegner täten sich schwer, das gleiche Symbol wie die Islamkritiker zu zeigen. Dabei hätten sie allen Grund dazu, sagte Weil. Die Teilnehmer der Gegendemonstrationen hätten "sich sehr patriotisch verhalten".

Kulturnachrichten hören

Januar 2015
MO DI MI DO FR SA SO
29 30 31 1 2 3 4
5 6 7 8 9 10 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28 29 30 31 1

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur