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Fazit / Archiv | Beitrag vom 06.05.2020

NRW lässt bald Theater öffnenRückkehr in den Normalbetrieb nicht möglich

Olaf Kröck im Gespräch mit Eckhard Rölcke

"Wir sehen uns bald wieder" steht auf dem Banner des Theaters Münster. (imago images / Rüdiger Wölk)
"Wir sehen uns bald wieder": Theater in NRW sollen ab 30. Mai wieder öffnen dürfen. (imago images / Rüdiger Wölk)

Theater und Opern dürfen in Nordrhein-Westfalen ab dem 30. Mai unter Auflagen wieder öffnen. Das sei allerdings noch kein Rückgang zur Normalität, sagt Olaf Kröck, Intendant der Ruhrfestspiele. Man benötige nun neue räumliche und zeitliche Konzepte.

Die Ruhrfestspiele werden dieses Jahr nicht stattfinden. Und das, obwohl NRW-Ministerpräsident Armin Laschet verkündet hat, dass Theater ab dem 30. Mai wieder öffnen dürfen.

"Das ist strukturell bedingt", erklärt der Intendant der Ruhrfestspiele, Oaf Kröck: "Wir sind ein internationales Festival. Und auch, wenn es mich freut, dass jetzt bald auch die Theater-Lockerungen kommen, dann sind unsere Pläne und Planungen sehr langfristig."

Nach wie vor gebe es internationale Reisebeschränkungen. Zudem konnte nicht geprobt werden und das Festival verfüge über kein Repertoire wie Theater. "Und so mussten wir feststellen, dass wir es nicht schaffen werden, ein Festival nachzuholen", erklärt Kröck.

Keine vollen Theater

Die Bedürfnisse in NRW sind unterschiedlich. Während viele Stadttheater schon das Ende ihrer Saisons erklärt haben, haben Opernhäuser noch gefordert, wieder spielen zu dürfen. "Da gibt es ja noch viele Fragen zu klären", bemerkt Kröck. "Ich glaube, die Entscheidung in Nordrhein-Westfalen ist ein Signal, zurückzukehren in eine vorsichtige Normalität, die aber noch lange keine Normalität sein wird, wie wir sie vor zehn Wochen ungefähr hatten."

Für Theater und Opernhäuser, die wieder öffnen wollen, gelten besondere Auflagen, wie Abstandsregeln. "In einem vollen Theater ist so was unmöglich, das bedeutet, wir werden nicht die klassischen vollen Theater haben", sagt Kröck. Auch große Orchester werden erst mal nicht zusammen spielen können. "Wir werden eine klassische Oper im Augenblick gar nicht sehen können", so Kröck.

Die Problematik sei nun herauszufinden, wie man eine Theateratmosphäre erzeugen und dennoch der Spielbetrieb regelkonform ablaufen könne. Man bräuche nun neue zeitliche und räumliche Konzepte, sagt Kröck. Er sei allerdings sicher, dass sich die Theater da was einfallen ließen: "Wir sind kreativ."

(nho)

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