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Literatur / Archiv | Beitrag vom 10.04.2012

"Noch dreieinhalb Tage bis zum Jüngsten Gericht"

Schulamokläufe im Roman

Von Sabine Voss

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Eine durchschossene Scheibe des Autohauses in Winnenden, in dessen Nähe der Schüler Tim K. nach seinem Amoklauf gestellt wurde (AP)
Eine durchschossene Scheibe des Autohauses in Winnenden, in dessen Nähe der Schüler Tim K. nach seinem Amoklauf gestellt wurde (AP)

Das hoffnungslose Leben mit einem bleibenden Eindruck beenden und Teil der großen Geschichte der "School Shootings" sein! Zum Glück gibt es nur sehr wenige Schüler, die auf diesen Abweg geraten. Doch in der Literatur sind die Amoktaten inzwischen zu einem gängigen Sujet geworden.

Nachahmungstäter bevorzugen Jahrestage. Sie gleichen ihre Kleidung an die Vorgänger an – den langen schwarzen "Matrix"-Mantel, die Handschuhe ohne Finger, das umgedrehte schwarze Basecap, aber auch ihre Waffen und den gewählten Zeitpunkt der Tat.

Zehn Jahre nach Erfurt rangiert Deutschland auf der Liste international vorkommender Schul-Amokläufe hinter den USA, wenn auch mit Abstand, auf Platz zwei. Das mag einer der Gründe sein, warum sich neben amerikanischen vor allem auch deutsche Autoren mit dem Schreckensszenario School Shooting befassen. Denn das Phänomen Schulamokläufe ist trotz ausführlicher Behandlung in den Medien rätselhaft geblieben.

Was geht im Bewusstsein dieser jugendlichen Amoktäter vor? Wie sehen sie die Welt? Woher kommt ihr mörderischer Drang? Die Romane, Krimis und Jugendromane machen den Versuch, gebliebene Leerstellen zu füllen.

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