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Aktuell / Archiv | Beitrag vom 31.01.2017

#NoBanNoWallSo reagieren Künstler auf Donald Trump

Collage aus Tweets von Jamie @quiversarrow und JENN² @TheKeyThief (Screenshots von Jamie @quiversarrow und JENN² @TheKeyThief (31.01.2016))
Collage aus Tweets von Jamie @quiversarrow und JENN² @TheKeyThief (Screenshots von Jamie @quiversarrow und JENN² @TheKeyThief (31.01.2016))

Seit Tagen formiert sich Widerstand gegen das von Donald Trump verhängte Einreiseverbot für Bürger aus mehreren muslimischen Staaten und den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko. Auf Twitter haben nun zahlreiche Künstler Protest-Bilder veröffentlicht. Ihr Motiv: die Freiheitsstatue.

Viele Künstler haben auf Twitter, Instagram und Tumblr unter dem Hashtag #NoBanNoWall Protestbilder gegen US-Präsident Donald Trump veröffentlicht. Vor allem der von Trump per Dekret verordnete US-Einreisestopp für Bürger aus sieben mehrheitlich muslimischen Ländern sowie die geplante Mauer an Mexikos Grenze hatten zahlreiche User kreativ werden lassen.

Der US-amerikanische Videoblogger Hank Green rief via Twitter sogar einen Wettbewerb aus und versprach für jede veröffentlichte Zeichnung, die Muslime und Flüchtige unterstützt, fünf Dollar an die "American Civil Liberties Union" (ACLU) zu spenden.

Die US-Nichtregierungsorganisation mit Sitz in New York City setzt sich für Bürgerrechte und Meinungsfreiheit ein. Bereits am Wochenende hatte sie zusammen mit zwei anderen Gruppen im Namen mehrerer Festgehaltener Beschwerde gegen Trumps Einreise-Dekret vor Gericht eingereicht.

Das Logo der ACLU zeigt die Freiheitsstatue. Entsprechend viele Künstler, die Greens Aufruf folgten, zeichneten Bilder, in denen das bekannteste Symbol der USA in einen neuen Kontext gestellt wird.

Spenden sprunghaft angestiegen

Green, dessen Youtube-Blog "vlogbrothers" fast drei Millionen Abonnenten zählt, gab am Abend des 31. Januar via Twitter bekannt, dass ihn in zwei Tagen mehr als 2200 Zeichnungen und Illustrationen erreicht hätten - und er somit rund 11.000 Dollar an die ACLU gespendet habe.

Zu den in den sozialen Medien am häufigsten geteilten Bildern gehören die Illustrationen von Twitter-Userin Jamie @quiversarrow und von JENN² @TheKeyThief, einer 24-jährigen Künstlerin aus Kalifornien. Erstere bietet ihr Motiv "Muslims Welcome" inzwischen auch zum Verkauf auf T-Shirts an - der Erlös soll ebenfalls an die ACLU gehen.

Tatsächlich hatte der US-Sender CNN unter Berufung auf einen Sprecher der Organisation berichtet, dass die Bürgerrechtsorganisation bereits am vergangenen Wochenende gut 24 Millionen Dollar (22,4 Millionen Euro) Spenden erhalten habe. Die Spendenbereitschaft sei demnach sprunghaft angestiegen, nachdem Trump das temporäre Einreiseverbot unterzeichnet hatte.

Der US-Präsident selbst äußerte sich inzwischen via Twitter zu der heftigen Kritik folgendermaßen: Sein Dekret helfe dabei, "schlechte Menschen mit schlechten Absichten" aus dem Land fern zu halten. (mcz)

Wir präsentieren eine Auswahl der zahlreichen Tweets gegen Trumps Dekrete:

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(Deutschlandradio Kultur, Studio 9, 31.01.2017)

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