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Konzert / Archiv | Beitrag vom 02.02.2018

Niederländische RadiophilharmonieSasha Cooke singt Bernstein

Aufzeichnung aus Utrecht

Die Mezzosopranistin Sasha Cooke (Dario Acosta/DSO Berlin)
Die Mezzosopranistin Sasha Cooke (Dario Acosta/DSO Berlin)

Zwei erste Sinfonien spielte das Orchester des Niederländischen Rundfunks unter Leitung von Edo de Waart Ende Januar im Konzertsaal TivoliVredenburg in Utrecht: Die von Johannes Brahms - und Sasha Cooke sang das Solo in der von Leonard Bernstein. Am Anfang stand ein besonderes Werk von Aaron Copland.

Er wollte vor allem als Komponist in Erinnerung bleiben, der amerikanische Musiker Leonard Bernstein. Dieses Jahr begeht die Musikwelt seinen 100. Geburtstag. Zumeist kennt man "Lenny" jedoch als Dirigenten. In dieser Profession hat er tatsächlich höchste Anerkennung bekommen. Viele seiner Einspielungen gelten bis heute als maßstabsetzend. Während unter seinen Kompositionen vor allem das Musical "West Side Story" herausragt, entweder in der Konzertfassung als "Sinfonische Tänze" oder in der kompletten Bühnenversion, fristen die anderen Orchesterwerke eher ein Nischendasein. Liegt es daran, dass sie jeweils ein herausfordernden Solopart besitzen wie die beiden Sinfonien - die zweite ist eigentlich ein hochvirtuoses Klavierkonzert und die erste Sinfonie hat ein Vokalsolo, ganz wie bei Bernsteins großem Vorbild Gustav Mahler in dessen früheren Werken der Gattung.

Mit seiner ersten Sinfonie, deren finaler dritter Satz eine Lamentation des Propheten Jeremia zum Inhalt hat, gelang Bernstein der Durchbruch als Komponist. Bei Johannes Brahms war das in gewisser Weise ähnlich im Falle seiner 1. Sinfonie, doch war der Durchbruch hier eher ein innerer. Brahms hatte viele Jahre mit sich gerungen, wie er dem erdrückenden Vorbild Beethoven etwas Eigenes entgegensetzen oder nachreichen konnte im Bereich Sinfonie. Dieser reife Erstling bewies, dass es nach Beethoven noch Sinfonien geben könne.

Der Abend im Konzertsaal TivoliVredenburg in Utrecht begann mit einem kurzen Werk von Aaron Copland, einem wichtigen Lehrer und Förderer von Leonard Bernstein. Aus einer Schauspielmusik generierte der New Yorker Komponist ein Stück für Trompete, Englischhorn und Streicher, das unabhängig vom Inhalt des Schauspiels ein konzertantes Eigenleben entfaltet hat.

TivoliVredenburg, Utrecht
Aufzeichnung vom 26. Januar 2018

Aaron Copland
"Quiet City" für Trompete, Englischhorn und Kammerorchester

Leonard Bernstein
Symphonie Nr. 1 "Jeremiah"

Johannes Brahms
Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 68

Sasha Cooke, Mezzosopran
Gerard van Andel, Englischhorn
Hessel Buma, Trompete
Niederländische Radio-Philharmonie
Leitung: Edo de Waart

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