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Kulturnachrichten

Samstag, 24. November 2018

Nicolas Roeg ist tot

Regisseur von "Wenn die Gondeln Trauer tragen" gestorben

Der britische Meisterregisseur Nicolas Roeg ist im Alter von 90 Jahren gestorben. Das berichtete die BBC unter Berufung auf Familienangehörige. Roegs bekanntestes Werk ist der Gruselthriller "Wenn die Gondeln Trauer tragen" aus dem Jahr 1973. Der Film basiert auf einer Erzählung von Daphne du Maurier. Roeg begann seine Kariere als Kameramann. So war er lichtsetzender Kameramann bei dem Spielfilm "Lawrence von Arabien". Der zumeist atmosphärische Aufbau seiner Filme beeinflusste später Filmregisseure wie Ridley Scott und Francois Ozon. 1999 wurde er für seine Lebensleistung mit dem British Independent Film Awards ausgezeichnet. Am 15. August war Roeg 90 Jahre alt geworden.

Gedenkstätten-Chef Knabe klagt gegen Kündigung

Kultursenator Lederer will Gerichtsentscheidung prüfen lassen

Der abgesetzte Leiter der Stasiopfer-Gedenkstätte Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, kann womöglich vorerst wieder auf seinen Posten zurückkehren. Gegen seine Freistellung vor zwei Monaten erwirkte er jetzt eine einstweilige Verfügung des Landgerichts Berlin. Dies bestätigte der Sprecher der Senatskulturverwaltung, Daniel Bartsch. Knabe wird vorgeworfen, nicht entschieden genug gegen die sexuelle Belästigung von Frauen durch seinen Stellvertreter vorgegangen zu sein. Der Historiker hat die Vorwürfe zurückgewiesen und Klage gegen seine Kündigung eingereicht. Mehrere Volontärinnen, Mitarbeiterinnen und Praktikantinnen hatten der "Führungsetage" der Gedenkstätte sexistisches Verhalten vorgeworfen und sowohl an Kulturstaatsministerin Monika Grütters als auch Berlins Kultursenator Klaus Lederer geschrieben. Lederer ist Vorsitzender des Stiftungsrates, der die Kündigungen von Knabe und seinem Vize einstimmig beschloss. Laut eines Berichts des "Tagesspiegel" will Lederer noch am Wochenende in Absprache mit Grütters "alle rechtlichen Möglichkeiten prüfen lassen, um die Eilentscheidung des Gerichts anfechten zu lassen".

Kritik an Begriff "Künstliche Intelligenz"

Wissenschaftlerin moniert Gleichsetzung von Maschinen und Menschen

Die Wiener Wirtschaftsinformatikerin Sarah Spiekermann hat den Begriff der "Künstlichen Intelligenz" kritisiert. In einem Interview der Süddeutschen Zeitung sagt sie, dass Maschinen nicht im menschlichen Sinne intelligent seien. Es handele sich um einen fundamental irreführenden Begriff, der aus Marketinggründen verwendet werde. So hätten Maschinen anders als Menschen keine Sinneseindrücke, sondern könnten nur Daten verarbeiten, die sie vordefiniert als Input bekämen. Ein solcher Input sei aber sehr viel begrenzter als die Wahrnehmung eines Menschen. Spiekermann ist Professorin am Institut für Wirtschaftsinformatik der Wirtschaftsuniversität Wien.

Alternativer Nobelpreis für Menschenrechts- und Umweltaktivisten

Preisträger aus Saudi-Arabien können zur Preisverleihung nicht erscheinen

Mehrere Menschenrechts- und Umweltaktivisten sind am Freitagabend in Stockholm mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet worden. Fünf von ihnen teilen sich ein Preisgeld von drei Millionen schwedischen Kronen (umgerechnet 290.000 Euro). Drei der Preisträger, die Menschenrechtler Abdullah al-Hamid, Mohammed Fahad al-Kahtani und Walid Abu al-Chair, die das autoritäre System in Saudi-Arabien kritisieren, konnten an der Verleihung des "Right Livelihood Awards" nicht teilnehmen, weil sie derzeit inhaftiert sind. Ausgezeichnet wurden auch Yacouba Sawadogo, ein Bauer aus Burkina Faso, und der australische Agrarwissenschaftler Tony Rinaudo. Sie erhielten den Preis für ihre Bemühungen zur Bekämpfung der Wüstenbildung in der afrikanischen Sahel-Zone. Sawadogo sagte: "Alles, was ich besitze, sind ein Esel und ein Wagen. Mein einziger Reichtum ist der Wald, den ich gepflanzt habe." Die undotierte Ehrenauszeichnung ging an Thelma Aldana aus Guatemala und Iván Velásquez aus Kolumbien "für ihre wegweisende Arbeit zur Aufdeckung von Machtmissbrauch und Verfolgung von Korruption". Der Direktor der Right Livelihood Award Stiftung, Ole von Uexküll, betonte, die Stiftung begleite die Preisträger ihr Leben lang und fördere zugleich ihre Arbeit. Der "Right Livelihood Award" wurde 1980 gegründet und wird mit privaten Spenden finanziert.

Deutsch-türkischer Autor Baha Güngör gestorben

Journalist leitete unter anderem die türkische Redaktion der Deutschen Welle

Der deutsch-türkische Journalist und Buchautor Baha Güngör ist tot. Wie die Deutsche Welle, deren türkische Redaktion Güngör lange geleitet hatte, starb er am Donnerstag im Alter von 68 Jahren in Köln. Unter anderem hatte Güngör für die "Kölnische Rundschau", die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" und die Deutsche Presse-Agentur gearbeitet. In seiner journalistischen Arbeit, aber auch mit seinen Büchern wie "Die Angst der Deutschen vor den Türken und ihrem Beitritt zur EU" (2004) oder "Atatürks wütende Enkel" (2017) hatte Güngör kenntnisreich, unaufgeregt und mit Blick auf die deutsch-türkische Verständigung erklärt, wie aus der Türkei wurde, was sie heute ist.

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