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Kompressor | Beitrag vom 01.04.2021

"Nicht selbstverständlich" von Joko und Klaas"Das ist schon High End"

Steffen Grimberg im Gespräch mit Massimo Maio

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Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf bei der Verleihung des Grimme Preis im Theater Marl 2018. (picture alliance / Eventpress Golejewski)
Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf haben schon viele Auszeichnungen erhalten. Jetzt gibt es noch einmal extra viel Lob für ihre neue Sendung. (picture alliance / Eventpress Golejewski)

Für ihre siebenstündige ProSieben-Sendung über den Pflegenotstand erhalten Joko und Klaas viel Lob. Selbst die Konkurrenz zeigt sich begeistert. Das "hat einen mitgenommen, das war Gänsehaut", meint auch der Medienjournalist Steffen Grimberg.

Arte spricht von "TV-Geschichte", die ProSieben geschrieben habe. Der Konkurrenzsender RTL lobt die "starke Aktion". Der Anlass für so viel Applaus: die Sondersendung "Nicht selbstverständlich" von Joko und Klaas über den Pflegenotstand.

Sieben Stunden lang folgt die Sendung einer Pflegekraft aus Münster bei ihrer Schicht. Außerdem kommen immer wieder Pflegerinnen und Pfleger zu Wort und schildern die Probleme und Herausforderungen ihrer Arbeit.

"Das war Gänsehaut"

Das "hat einen mitgenommen, da ist man dabei gewesen, das war Gänsehaut", meint auch der Medienjournalist Steffen Grimberg. Die Anmutung und Umsetzung des Themas, bei der unter anderem viel auf Screen-in-Screen gesetzt wurde, sei "echt innovativ" gewesen. "Das ist schon High End. Hut ab!"

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Auch von der Reaktion im Internet, wo der Hashtag #NichtSelbstverständlich zwischenzeitlich auf Platz eins der deutschen Twittertrends landete, ist Grimberg begeistert: "Es ist super, was jetzt im Netz abgeht, dass das eine Diskussion auslöst, die hoffentlich nicht so schnell verschwindet."

Ein Wiederholungsfall im positiven Sinne

Die Sendezeit für "Nicht selbstverständlich" hatten sich Joko und Klaas im Fernsehshow-Kampf gegen ihren Sender erspielt. Und nicht zum ersten Mal nutzten sie solche gewonnenen TV-Minuten, um auf wichtige Themen aufmerksam zu machen.

In der Vergangenheit berichteten sie bereits über die Situation von Geflüchteten oder über sexuelle Gewalt gegen Frauen. "Das war hier ein Wiederholungsfall im positivsten Sinne", sagt Grimberg.

Dass ein Privatsender aber sieben Stunden Sendezeit für ein solches Format freiräumt, ist ungewöhnlich. Zumal es keine Werbeunterbrechungen gab, die Sendung also über Sponsoren finanziert worden sei, so Grimberg.

(lkn)


Das Privatfernsehen befürchte den Verlust von Relevanz und steuere mit einer Info-Offensive dagegen an, kommentiert Christoph Sterz. Diese Doku sei das beste Beispiel dafür.

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