Seit 17:05 Uhr Tonart

Donnerstag, 09.04.2020
 
Seit 17:05 Uhr Tonart

Sonntagmorgen | Beitrag vom 22.11.2015

New York, New York Big City of Dreams

Von Matthias Hanselmann

Ruth Hanselmann, Mutter des Moderators Matthias Hanselmann, 1951 bei ihrer Ankunft in Manhattan (Foto: privat)
Ruth Hanselmann, Mutter des Moderators Matthias Hanselmann, 1951 bei ihrer Ankunft in Manhattan (Foto: privat)

Manhattan ist - geografisch betrachtet - eine Insel. Sie liegt an der Mündung des Hudson River und ist eine der fünf New Yorker Stadtbezirke. Im Westen wird Manhattan vom Hudson River, im Osten vom East River und im Nordosten vom Harlem River begrenzt. Brücken und Tunnel verbinden Manhattan mit dem Festland.

"If I can make it there, I'll make it anywhere", singt Frank Sinatra in seinem Evergreen "New York, New York". Und tatsächlich sind besonders von Manhattan aus unzählige, teils sehr erfolgreiche, Künstlerkarrieren gestartet worden. Denken wir nur an Harlem und den Cotton Club, in dem Duke Ellington seinen Weltruhm begründete. Oder an Greenwich Village, einst Wohn- und Schaffensort von Buddy Holly, Bob Dylan oder Dustin Hoffman. Pete Seeger wurde hier geboren, seit Langem ist das Village auch Lesben- und Schwulenviertel.

Woody Allens Familie wuchs in Manhattan auf, er selbst wurde in Brooklyn geboren und lebt heute am Central Park, der grünen Lunge Manhattans. Dort wurde 1980 John Lennon erschossen, der wie seine Frau Yoko Ono ebenfalls ein großer Fan von Manhattan war. "Central Park, where they say you should not wander after dark", singt Art Garfunkel.

Es gäbe noch unendlich viel zu erzählen über Manhattan, über Tribeca, Little Italy, Chinatown, das Museum of Modern Art und, und, und. Hier sei noch erwähnt, dass der Name Manhattan aus der Sprache der Algonkin-Indianer stammt. Manna-hata bedeutet soviel wie "Land der vielen Hügel".

Der Sandmann und sein "Vater" Gerhard Behrendt, aufgenommen am 20.10.1989 in Berlin. (picture-alliance/ ZB - dpa-Zentralbild)Der Sandmann und sein "Vater" Gerhard Behrendt, aufgenommen am 20.10.1989 in Berlin. (picture-alliance/ ZB - dpa-Zentralbild)

Musikalische Histörchen
Am 22. November 1959 flimmerte das DDR-Sandmännchen zum ersten Mal über die Bildschirme. Allerdings war dieses erste Auftreten noch ein Ärgernis für viele Eltern, denn am Ende dieses Filmchens schlief das Sandmännchen an einer Straßenecke ein – was natürlich gegen die Verkehrssicherheit sprach. Sein endgültiges und bis heute bekanntes Aussehen bekam er "Unser Sandmännchen" 1960. Und von da an durfte er sich in vielen Rollen versuchen. Ob als Kosmonaut oder im Pionierferienlager, der DDR-Sandmann war zu finden, wo der "real existierende" Sozialismus ihn brauchte. Doch natürlich war er nicht allein auf weiter Flur, zum Kult wurden auch Pittiplatsch und Schnatterinchen, sowie Herr Fuchs und Frau Elster.

Eine Notlösung sollte das von Wolfgang Richter komponierte und Walter Krummbach getextete Lied des Sandmännchens sein. Für Kinder viel zu kompliziert, dachten einige. Aber da irrten die Fachleute. Angeblich gerade mal drei Stunden soll es gedauert haben, bis das Lied fertig war.

Sein Kollege aus dem Westen machte sich erst von Oktober 1962 ans Werk und da auch nur in den ARD-Anstalten NDR, SFB und HR. Der WDR stellte dann noch einen dritten Sandstreuer an, so dass fast dreißig Jahre lang die Männer mit Bärtchen den Kindern den Schlafsand in die Augen rieseln ließen.

Filmrätsel
In welchem Film, der eng mit unserem heutigen Thema verwandt ist, erklang "Minnie the Moocher" von Cab Calloway? Wir meinen nicht die Version aus Blues Brothers von 1980!

Zwei Antworten waren möglich:
1. Cotton Club von Francis Ford Copolla (1984)
2. Manhattan Merry-Go-Round (in Großbritannien: Manhattan Music Box) von Charles Reisner (1937)
In beiden Filmen, die in Manhattan spielen, wird "Minnie the Moucher" dargeboten.

Die Sexualtherapeutin Ruth Westheimer zu Gast im Studio von Deutschlandradio Kultur. (Deutschlandradio - Andreas Buron)Die Sexualtherapeutin Ruth Westheimer zu Gast im Studio von Deutschlandradio Kultur. (Deutschlandradio - Andreas Buron)

Unser Moderator Matthias Hanselmann erzählte folgendes Erlebnis:

Als ich Mitte der 80er Jahre zum ersten Mal in Manhattan war, habe ich mir gleich am ersten Tag ein kleines Radio gekauft. Als Radiomann wollte ich natürlich wissen, was man in der "Big Apple" genannten Stadt so alles sendet. Abends im Hotel dann, beim Durchhören verschiedenster Sender, blieb ich bei einer ganz bestimmten Stimme hängen. Da war eine schon älter klingende Frau zu hören, die offenbar eine eigene Sendung moderierte. Die Frau sprach einen unglaublich krassen deutschen Akzent. Und als ich hörte, worum es ging, da war ich völlig platt: Sie redete mit Hörerinnen und Hörern. Und zwar über Sex. Über Potenzprobleme, Verhütungsmittel oder Seitensprünge. Ich hatte ihren Namen nicht verstanden und als ich zurück nach Deutschland kam, erzählte ich aller Welt, was ich da gehört hatte. Sowas, sagte ich zu meinen Freunden, würden wir uns in Deutschland niemals im Radio trauen. Und dort macht es ausgerechnet eine Frau, die offenbar aus Deutschland stammt! Meine Frage: Wen habe ich damals in Manhattan im Radio gehört? 

Die Antwort lautet: die Sexualtherapeutin Ruth Westheimer.

Sie können das Sonntagmorgen-Team jederzeit per E-Mail über sonntagmorgen@deutschlandradiokultur.de erreichen. 

April 2020
MO DI MI DO FR SA SO
30 31 1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30 1 2 3

Sonntagsrätsel

2750. Ausgabe: Rätseln Sie mit!Ist der immer so laut?
Fragezeichen (dpa / picture alliance / Jens Kalaene)

Die Fragen stammen diesmal aus dem 476. Rätsel vom 18. Oktober 1974. Gestellt wurden sie von Hans Rosenthal, zu dessen Lebzeiten es das Internet noch nicht gab. Damit die Fragen auch online lösbar sind, haben wir seine Hinweise etwas ergänzt.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur