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neunzehn fünfundvierzig

Sendung vom 24.12.2005

Erinnerungen an die erste Friedensweihnacht 1945

Weihnachten 1945 - Viele Flüchtlinge haben noch kein neues Zuhause gefunden. (AP Archiv/Henry Burroughs)

Wenn wir heute Weihnachten feiern, ist dies ein Fest im Überfluss. Selbst wer arm ist, hat mehr als die Menschen vor 60 Jahren. 1945, beim ersten Weihnachtsfest nach dem Krieg, lagen die Städte in Trümmern, und es fehlte am Notwendigsten: Nahrung und Heizung. Trauer um die Toten mischte sich mit der Erleichterung, dass endlich keine Bomben mehr fielen und der Ungewissheit über die Zukunft.

Sendung vom 21.12.2005
Weihnachten in Trümmern (AP Archiv)

Die politische Lage zu Weihnachten 1945

Nach dem Zweiten Weltkrieg feiern die Deutschen 1945 Weihnachten wieder in Frieden. Doch Deutschland befindet sich in einer Übergangszeit - die Zukunft ist ungewiss. Regiert wird das Land von den vier Siegermächten. Doch allmählich beginnt sich das politische Leben der Deutschen neu zu beleben.

Sendung vom 18.11.2005
In der ersten Reihe: Reichsmarschall Hermann Göring, Rudolf Hess, Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop und Feldmarschall Wilhelm Keitel, November 1945 (AP Archiv)

Die Bilanz

21 führende Männer Hitler-Deutschlands saßen auf der Anklagebank. Das Internationale Militärtribunal hatte die Aufgabe, mit den Mitteln des Rechts Kriegsverbrechen zu sühnen. Insgesamt wurden von 1946 bis 1949 13 Nürnberger Prozesse durchgeführt. Sie sollten wegweisend sein für die internationale Gerichtsbarkeit. Die Verfahren waren jedoch komplizierter als sich vor allem die amerikanischen Ankläger das vorgestellt hatten.

Sendung vom 17.11.2005
Kriegsverbrecher- Tribunal gegen IG-Farben-Führungskräfte in Nürnberg, 1948 (AP Archiv)

Die Prozesse gegen Industrielle / IG Farben

Nachdem die Hauptschuldigen in den Nürnberger Prozessen verurteilt worden waren, mussten sich Angehörige verschiedener Berufsgruppen für Verbrechen im Zweiten Weltkrieg verantworten. Auch Industrielle wie die Chefs des Krupp-Konzerns und vor allem der Vorstand der IG Farben.

Die Begnadigungen

Etwa 200 Angeklagte standen bei den Nürnberger Prozessen vor Gericht, einige wurden freigesprochen, andere zum Tode verurteilt, viele erhielten Gefängnisstrafen. Doch nur wenige mussten ihre Strafen voll verbüßen. Denn in der Bundesrepublik wuchs der Druck sie zu begnadigen so stark, dass der amerikanische Hochkommissar nachgab.

Sendung vom 16.11.2005
Nürnberger Prozess. Angeklagt: Feldmarschall Freiher Maimilian von Weichs, Lothar Rendulic, Infanteriegeneral Ernst Dehner, und Infanteriegeneral Ernst von Leyser (v.l.n.r.) (AP Archiv)

Nachfolgeprozesse der Amerikaner

Der Nürnberger Prozess bildete den Auftakt für zwölf weitere Verfahren, in denen die Amerikaner Verantwortliche aus allen gesellschaftlichen Bereichen zur Rechenschaft zogen. In ihnen wurde das ganze Ausmaß der NS-Verbrechen aufgedeckt. Die Verfahren hatten aber auch ihre Schwächen.

Richter beim Nürnberger Prozess (AP Archiv)

Der Ärzteprozess

Einer der wichtigsten Nürnberger Prozesse war der Ärzteprozess, in dem das unvorstellbare Ausmaß von Medizinverbrechen aufgedeckt wurde. Die Mediziner konnten innerhalb der Diktatur ihren zweifelhaften Forscherdrang ausleben - ohne Rücksicht auf ethische Prinzipien.

Sendung vom 15.11.2005
Robert M. W. Kempner, früherer US-amerikanischer, stellvertretender Hauptankläger beim Kriegsverbrecher- Prozess in Nürnberg. (AP)

Der Juristenprozess

Nach dem Hauptkriegsverbrecherprozess dafür sorgten die Amerikaner dafür, dass von 1946 bis 1949 zwölf weitere Prozesse folgten, die das ganze System der nationalsozialistischen Verbrechen offenbarten. In einem der Nachfolgeprozesse waren führende deutsche Juristen angeklagt.

Sendung vom 14.11.2005
Angeklagt: Feldmarschall Freiher Maimilian von Weichs, Lothar Rendulic, Infanteriegeneral Ernst Dehner, und Infanteriegeneral Ernst von Leyser (v.l.n.r.) (AP Archiv)

Der Verlauf des Hauptkriegsverbrecherprozesses

Der britische Richter Lord Geoffrey Lawrence eröffnet am 20. November 1945 das Tribunal. Er fordert die Angeklagten auf, sich der Anklage gegenüber schuldig oder nicht schuldig zu bekennen. Erst neun Monate später ziehen sich die Richter zur Urteilsfindung zurück.

Der Nürnberger Prozess (AP)

Die Vorgeschichte

Vor 60 Jahren, am 20. November 1945, begann der erste, der Hauptkriegsverbrecherprozess - ein Meilenstein auf dem Weg zu einer internationalen Gerichtsbarkeit. Denn zum ersten Mal gelang es, die Verantwortlichen eines verbrecherischen Regimes vor einem internationalen Gericht zur Rechenschaft zu ziehen. Rechtsstaatlichkeit siegte über Rachegelüste.

Sendung vom 02.09.2005

Vergangenheitsbewältigung in Japan

Heute vor 60 Jahren, am 2. September 1945, war der Zweite Weltkrieg endgültig zu Ende. Nachdem der japanische Kaiser schon im August das ruhmlose Ende verkündet hatte, unterzeichneten die Japaner am 2. September die Kapitulation. Damit begann auch in Japan das schwierige Kapitel Vergangenheitsbewältigung. Auch die Japaner hatten im Zweiten Weltkrieg schwerste Verbrechen begangen.

Sendung vom 01.09.2005

Die USA als neue Ordnungsmacht im pazifischen Raum

Das Ende des Zweiten Weltkrieges vor 60 Jahren bedeutete auch in Asien eine historische Zäsur. Vor dem Krieg hatten die europäischen Kolonialmächte noch weite Teile Asiens beherrscht, im Krieg folgten die Japaner - und nach dem Krieg traten die USA als neue Ordnungsmacht im pazifischen Raum auf.

Krieg und Nachkriegszeit in Indochina

Als in Europa vor 60 Jahren der Zweite Weltkrieg zu Ende ging, ermöglichte die politische Neuordnung die Durchsetzung eines dauerhaften Friedens. In Asien war das nicht der Fall. Der Kalte Krieg und der Kampf gegen die Kolonialherrschaft führten zu neuen Kriegen. Besonders schlimm betroffen waren die Staaten Indochinas. Schon 1946 begann der erste Indochinakrieg.

Sendung vom 31.08.2005

Südostasien / Australien und der Zweite Weltkrieg

Vor 60 Jahren ging auch in Asien der Zweite Weltkrieg zu Ende. In Asien hatte Japan versucht, zur Hegemonialmacht im gesamten südostasiatischen Raum aufzusteigen. 1941/42 hatten die Japaner innerhalb weniger Monate die europäischen Kolonialmächte besiegt und waren bis in die Nähe Australiens vorgerückt. Als Australien die Eroberung durch die Japaner fürchten musste, griffen die USA ein.

Singapur und der Zweite Weltkrieg

Vor 60 Jahren ging in Asien der Zweite Weltkrieg zu Ende. Vor dem Krieg hatten weite Teile Asiens, vor allem Südostasiens, unter europäischer Kolonialherrschaft gestanden. Aber schon vor 1939 begannen die Japaner ihre Eroberungszüge. Die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg ist für viele Asiaten die Erinnerung an den Krieg und die Grausamkeiten der Japaner. Auch in Singapur bedeutete das Kriegsende vor allem die Befreiung von japanischer Herrschaft.

Sendung vom 30.08.2005

China und der Zweite Weltkrieg

Vor 60 Jahren endete auch in Asien der Zweite Weltkrieg. Japan hatte als Verbündeter Hitlerdeutschlands weite Teile Asiens erobert. Auch China war von den japanischen Eroberungen massiv betroffen. Für die Chinesen begann der Krieg schon 1937 mit dem Vordringen der Japaner - und als er 1945 durch die USA beendet wurde, herrschte in China noch lange kein Frieden.

Hiroshima nach der Zersörung durch die Atombombe, 6.8.1945 (AP Archiv)

Korea nach dem Zweiten Weltkrieg

1945 beendete die Kapitulation Japans auch die Herrschaft der Japaner über Korea. Doch schon vor der japanischen Kapitulation besetzten sowjetische Truppen den nördlichen Teil der koreanischen Halbinsel. Ähnlich wie im Nachkriegsdeutschland übernahmen die USA die Kontrolle über den Süden.

Sendung vom 29.08.2005

Japans Krieg in Asien

In dieser Woche erinnern wir mit einem neuen Themenschwerpunkt an das Kriegsende vor 60 Jahren. In Europa schwiegen bereits seit dem 7. Mai 1945 die Waffen – in Asien allerdings war der Zweite Weltkrieg erst am 2. September zu Ende, mit der Kapitulation Japans. In unserer ersten Folge der Reihe „neunzehn fünfundvierzig - Kriegsende in Asien“ blickt Paul Stänner auf den Krieg der Japaner zurück, die zur Überraschung der alten Kolonialmächte in der Lage waren, weite Teile Asiens zu erobern.

Das Gedenkmuseum in Hiroshima erinnert an den Abwurf der Atombombe vom 6. August 1945. (AP)

Die japanische Gesellschaft im Krieg

Vor 60 Jahren endete mit der japanischen Kapitulation der Zweite Weltkrieg. Japan war neben Deutschland und Italien eine der drei Achsenmächte und Kriegstreiber. Doch es ist wenig darüber bekannt, welche gesellschaftlichen Strukturen das Land während des Krieges prägten und wie diese sich nach der Kapitulation veränderten.

Sendung vom 02.08.2005

Griechenland und der Balkan nach 1945

Vor 60 Jahren, am 2. August 1945, endete die Potsdamer Konferenz der Siegermächte mit dem Potsdamer Abkommen. Auch wenn dieses Abkommen kein Friedensvertrag war, so war es doch Ausgangspunkt für eine Jahrzehnte lang relativ stabile Ordnung in Europa. Selbst der Unruheherd Europas, der Balkan, kam zur Ruhe. In Griechenland dauerte es allerdings noch Jahre, bis nach einem blutigen Bürgerkrieg Frieden einkehrte.

Besatzungsmacht im Nachkriegsdeutschland: Belgien

Am 2. August 1945, vor 60 Jahren, endete die Potsdamer Konferenz. Die drei Siegermächte konnten sich nur auf ein Abkommen mit vagen Absichtserklärungen verständigen - zu groß waren bereits die Interessenunterschiede. In einem Punkt waren sich die Regierungschefs allerdings einig: für einen längeren Zeitraum sollte Deutschland militärisch besetzt sein. Amerikaner, Sowjets, Briten und Franzosen hatten eine eigene Zone – aber auch Soldaten anderer Nationen wurden in Deutschland stationiert. Ein Beispiel: die Belgier.

Sendung vom 01.08.2005

Stunde Null der Nachkriegspresse

Nach dem Zweiten Weltkrieg versuchten die Alliierten ihre Vorstellungen von einer freien Presse auf Deutschland zu übertragen. In der amerikanischen Besatzungszone erhielt die Frankfurter Rundschau am 1. August 1945 die erste Lizenz.

Bürgerkrieg in Polen

Vor 60 Jahren tagten im Potsdamer Cecilienhof die Staats- und Regierungschefs der drei Siegermächte. Wichtigste Aufgabe war, in dem vom Krieg verwüsteten Europa eine stabile Nachkriegsordnung zu schaffen. Tatsächlich sorgte der Kalte Krieg bald dafür, dass es kaum regionale Kriegsschauplätze in Europa gab. Einen hohen Preis aber zahlte Osteuropa: Schon während der Potsdamer Konferenz zeigte sich, dass Stalin den Völkern seines Machtbereichs keine Freiheit gewährte. Auch den Polen nicht.

Sendung vom 30.07.2005
Churchill, Truman und Stalin (von links) bei der Potsdamer Konferenz 1945 (AP)

Abstieg einer Großmacht

Als er seinen Landsleuten den Sieg über die Deutschen verkündet, im Mai 1945 – da wird Winston Churchill, der Mann mit der dicken Zigarre in der Londoner Innenstadt gefeiert. Doch schon zwei Monate später jagten die Briten den Volkshelden aus dem Amt, mitten in den Verhandlungen der Potsdamer Konferenz.

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01.01.1970, 01:00 Uhr

Informationen zur Sendung

Am 20. November 1945 beginnt ein neues Kapitel der Weltgeschichte. Zum ersten Mal werden Verantwortliche eines verbrecherischen Regimes in einem ordentlichen Gerichtsverfahren zur Rechenschaft gezogen. Die USA, Großbritannien und die Sowjetunion haben in Nürnberg den Internationalen Militärgerichtshof eingerichtet. Göring, Heß, Dönitz, Speer und 20 weiteren Hauptschuldigen des Naziregimes wird der Prozess gemacht. Ein Jahr wird er dauern und mit Todesurteilen, Haftstrafen und Freisprüchen enden. Dem Hauptkriegsverbrecherprozess folgen zwölf weitere Prozesse gegen Ärzte, Juristen, Wirtschaftsführer, Militärs und weitere Täter.

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