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Kompressor | Beitrag vom 26.02.2018

Neues soziales NetzwerkDer Hype um Vero

Philip Banse im Gespräch mit Moderatorin Gesa Ufer

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Menschen kommunizieren mit drahtlosen Technologien  (imago / Icon Images)
Netzwerken - neuerdings auch mit Vero (imago / Icon Images)

Die App Vero beansprucht für sich, "wahrhaftig" zu sein. Das neue soziale Netzwerk will ohne Werbung auskommen. Und gibt sich ansonsten sehr visuell. Philip Banse hat das neue Angebot ausprobiert.

Vero ist cool, Vero ist sexy - und vor allem ist Vero "true social". Soweit die Werbung. Die Social-Media-App hat große Pläne, sie will nicht weniger als das neue Instagram werden. Und die Nutzer kommen tatsächlich, in Scharen. 

Vero allerdings scheint von so viel Liebe leicht überfordert: Momentan funktioniert die App wegen des großen Interesses technisch nicht immer so, wie sie soll.

Als wahrhaftig verkauft

Unser Experte für soziale Plattformen, Philip Banse, sieht in Vero ein Produkt, das als wahrhaftig verkauft wird - sich aber auch tatsächlich von anderen Plattformen in wesentlichen Punkten unterscheidet. So soll Vero werbefrei bleiben, die Nutzer müssen zahlen. Das gehe dann einher mit weniger Nutzer-Tracking, so Banse.

Außerdem solle es einen chronologischen Feed geben, die Beiträge sollen nicht von Algorithmen sortiert und damit möglicherweise intransparent gewichtet werden.

"Wer dafür zahlt, hat seinen Post größer oder weiter oben - all das soll es hier nicht geben."

Simple, schöne Anmutung

Das Design sei ansprechend, so unser Kritiker. Vero sei ein sehr visuelles Netzwerk:

"Man kann keine Posts absetzen, ohne ein visuelles Element hinzuzufügen."

Das könnten Fotos, Videos, Links, aber auch Filme, Musikstücke oder Bücher sein, sagte Banse.

"Das sticht ein bisschen heraus."

Gerade durch die fehlende Werbung habe das Netzwerk eine simple, schöne Anmutung. (ahe)

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