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Kulturnachrichten

Donnerstag, 2. Mai 2019

Neues Porträt von da Vinci in London entdeckt

Zum 500. Todestag von Leonardo da Vinci hat die Royal Collection in London ein bislang unbekanntes Porträt des Renaissance-Künstlers enthüllt. Es handelt sich um eins von nur zwei bislang bekannten zeitgenössischen Porträts da Vincis, wie der Leiter der Abteilung für Drucke und Zeichnungen der königlichen Kunstsammlung, Martin Clayton, sagte. Es wird ab dem 24. Mai in einer Ausstellung im Buckingham-Palast gezeigt. Da Vinci starb am 2. Mai 1519. Das neu entdeckte Porträt wurde vermutlich von einem Gehilfen da Vincis gezeichnet, wie Clayton sagte. Es findet sich auf einem Blatt unter mehreren Studien eines Pferdebeins, die der Florentiner Meister selbst für ein nicht vollendetes Denkmal anfertigte. Es zeigt da Vinci mit einem gepflegten Vollbart - für die Zeit ein eher seltenes Erscheinungsbild. "In der Zeichnung ist er 65 Jahre alt und wirkt etwas melancholisch und ermattet."

Otto Waalkes als Trickfilmsprecher ausgezeichnet

Otto Waalkes (70) ist für seine Synchronisation des Griesgrams "Grinch" mit dem Deutschen Animationssprecherpreis ausgezeichnet worden. Er hatte im gleichnamigen Film der Titelfigur - einer grimmigen, Weihnachten hassenden Kreatur - die deutsche Stimme gegeben. Otto wechsle virtuos zwischen bösartigem Humor und tieftraurigem Gefühl, hieß es in der Begründung der Jury beim Internationalen Trickfilmfestival in Stuttgart. Dort wurde der Preis zum elften Mal verliehen. "Auch bei mehrfachem Anschauen berührt den Zuschauer die unendliche Einsamkeit des Grinch - und das liegt weniger am Aussehen des schmerbäuchigen Protagonisten mit grünem Fell, sondern an der einfühlsamen Stimme von Otto", so die Jury. Der Film hatte es im Dezember 2018 an die Spitze der deutschen Kinocharts geschafft. Ebenfalls nominiert waren Nellie Thalbach als Dachs in "Kleiner Rabe Socke - Suche nach dem verlorenen Schatz" und Aylin Tezel als Yetimädchen in "Smallfoot - Ein eisigartiges Abenteuer".

Axel-Springer-Preis für junge Journalisten vergeben

Die Reporter Anna Feist (ZDF), Paul Middelhoff ("Die Zeit") und Elisa Britzelmeier ("Süddeutsche Zeitung") sind mit dem Axel-Springer-Preis für junge Journalisten ausgezeichnet worden. Für ihre Arbeiten erhielten sie in Berlin jeweils die Auszeichnungen in Gold, Silber und Bronze, wie das Medienhaus mitteilte. Feist hatte die TV-Dokumentation "Human Smugglers" über die Machenschaften von Menschenschmugglern gedreht. Middelhoff hatte sich für eine Reportage auf die Suche nach ehemaligen Mitschülern eines Austauschjahrs in die USA begeben. Und Britzelmeier rekonstruierte das Schicksal eines jungen Mannes, der als verwahrloster Halbwaise den Tod auf der Straße fand. Für die beste kreative Umsetzung wurde das Instagram-Format "Die News-WG" des Bayrischen Rundfunks ausgezeichnet. Mit dem "George-Weidenfeld-Sonderpreis für mutige Recherche" wurde posthum der ermordete slowakische Journalist Ján Kuciak geehrt.

Bavaria produziert Thomas Manns "Felix Krull"

Die Bavaria Film will den Thomas-Mann-Klassiker "Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" ins Kino bringen. Ab kommendem Frühjahr will das Unternehmen in München, dem Rheinland und Lissabon gedreht werden, wie die Bavaria mitteilte. Die Regie soll Detlev Buck ("Männerpension") führen. Das Drehbuch hat Starautor Daniel Kehlmann ("Die Vermessung der Welt") geschrieben, vor der Kamera werden unter anderem Jannis Niewöhner ("Rubinrot") und Liv Lisa Fries ("Babylon Berlin") stehen. Zum diesjährigen 100 Jahr Jubiläum hatte die Bavaria angekündigt künftig wieder mehr Kinofilme zu drehen. 2021 soll der Film in die Kinos kommen.

Tarantino doch beim Wettbewerb in Cannes

Der Film "Once Upon a Time in Hollywood" von Regisseur Quentin Tarantino wird doch noch beim Filmfestival in Cannes gezeigt. Der Beitrag wurde verspätet hinzugefügt. Er soll in den Wettbewerb gehen. "Once Upon a Time in Hollywood" spielt in den 1960er Jahren von Los Angeles. Darsteller sind Leonardo DiCaprio und Brad Pitt. Als der künstlerische Direktor von Cannes, Thierry Frémaux, im April die offiziellen Beiträge für das Filmfestival bekanntgegeben hatte, hatte er die Hoffnung geäußert, dass Tarantino die Arbeit an dem Film rechtzeitig fertigstellen würde, um am Festival teilzunehmen. Tarantino sei "ein echtes, loyales und pünktliches Kind von Cannes", sagte Frémaux. Tarantinos Film "Pulp Fiction" hatte vor 25 Jahren die Goldene Palme von Cannes gewonnen.

"Grand Tour der Moderne" startet

In der Bundesschule Bernau bei Berlin ist der Startschuss für die "Grand Tour der Moderne" zum diesjährigen Bauhaus-Jubiläum gegeben worden. Die Tour lädt zu einer bundesweiten Entdeckungsreise zu 100 prominenten Bauhausstätten, aber auch zu weniger bekannten Orten und Bauwerken der Moderne in ganz Deutschland ein. Alle diese Klassiker und Kleinode zeigten, wie das Bauhaus auch abseits der großen Metropolen die architektonische Vielfalt in Vororten und auf dem Land bereicherte, sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) bei der Auftaktveranstaltung in Bernau. Für ihre Sichtbarkeit und ihren Erhalt zu sorgen, sei gemeinsame Aufgabe von Bund, Ländern und Kommunen. Auf der Website "grandtourdermoderne.de" können sich Bauhaus-Interessierte Anregungen für einen Besichtigungstrip holen und sich diesen individuell per Bahn, Rad, Auto oder zu Fuß zusammenstellen. Gefördert wurde das Projekt von Grütters mit rund einer Million Euro.

"Krautreporter" für Grimme Online Award nominiert

Das durch Crowdfunding finanzierte Online-Magazin "Krautreporter" und das WDR-Virtual-Reality-Projekt "Bergwerk 360°" sind in Köln für den diesjährigen Grimme Online Award nominiert worden. Aus 1200 Vorschlägen hat die Nominierungskommission 28 Angebote ausgesucht. Zu den nominierten Formaten zählen auch Podcasts über vietnamesische Einwanderer oder das Leben einer Mutter in der DDR, eine Plattform, die mehr Transparenz in den Hamburger Wohnungsmarkt bringen will, und ein "Stadtlexikon Stuttgart", das Tablet-Nutzern vor Ort die Möglichkeit bietet, in historische Karten zu blicken. Aus den 28 Nominierungen wählt eine Jury nun bis zu acht Preisträger in vier Kategorien aus. Parallel dazu können Internetnutzer über einen Publikumspreis abstimmen. Die Preisverleihung findet am 19. Juni in Köln statt. Der Grimme Online Award gilt als wichtigster deutscher Preis für Online-Publizistik.

Hamburger Elbphilharmonie als Sammelalbum

Noch eine Weltpremiere für die Elbphilharmonie: Erstmals erscheint ein Sammelalbum über ein Gebäude. Ab sofort kann Hamburgs neues Wahrzeichen gesammelt, getauscht und geklebt werden, teilte die Funke-Mediengruppe mit. "Unsere Elbphilharmonie" umfasst 184 Motive rund um das bekannte Konzerthaus. Von den Anfängen als Kaffeespeicher vor mehr als 140 Jahren über die ersten Baumaßnahmen bis hin zum fertigen Wahrzeichen: Das Album gibt einen Überblick über Zahlen, Daten und Fakten und gewährt einen Einblick in das innerste des imposanten Gebäudes. Auch das Orchester der Elbphilharmonie sowie die größten Hamburger Komponisten werden auf zahlreichen Motiven gewürdigt.

2060 nur noch halb so viele Kirchenmitglieder?

Die Kirchen in Deutschland werden 2060 nur noch etwa halb so viele Mitglieder haben wie heute. Das geht aus einer Studie des Forschungszentrums Generationenverträge der Uni Freiburg hervor, die von der katholischen Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland veröffentlicht wurde. Wenn die Prognosen zutreffen, werden in 40 Jahren noch 29 Prozent der deutschen Bevölkerung einer der großen Kirchen angehören, derzeit sind es 54 Prozent. Den Berechnungen zufolge wird die Zahl der Kirchenmitglieder von 44,8 Millionen im Jahr 2017 zunächst bis 2035 auf 34,8 Millionen zurückgehen (minus 22 Prozent). Bis 2060 verringet sich die Zahl dann auf 22,7 Millionen (minus 49 Prozent). Dabei wird die katholische Kirche weniger Mitglieder verlieren als die evangelische.

Neue Form des Holocaust-Gedenkens auf Instagram

Es ist eine neue Form des Gedenkens an den Holocaust in Israel: Eine Instagram-Story erzählt die Geschichte eines 13-jährigen Mädchens aus Ungarn, das 1944 im deutschen Vernichtungslager Auschwitz ermordet worden war. "Eva. Stories" erscheint im stündlichen Takt in kurzen Videos in englischer Sprache auf Instagram. Zum heutigen Holocaust-Gedenktag in Israel soll dies an das Leben von Eva Heyman erinnern - und an die rund sechs Millionen im Holocaust ermordeten Juden. Das ungewöhnliche Projekt stößt auf weltweites Interesse, der Account hat schon mehr als 700 000 Follower.

Drake bricht Rekord bei Billboard Awards

R&B-Star Drake hat bei den diesjährigen Billboard Music Awards gleich mehrmals abgeräumt und sogar den Rekord von Taylor Swift gebrochen. Bei der Gala in Las Vegas wurde der Kanadier unter anderem als bester Künstler und bester männlicher Künstler ausgezeichnet, für seine Hitplatte "Scorpion" gab es zudem den Preis in der Sparte "Top Billboard 200 Album". Außerdem wurde er als meistgestreamter Künstler, bester Rapper, bester Radio-Künstler geehrt und bekam einen Preis für seine Single-Verkäufe. Drake gewann am Mittwoch 12 Awards und hat nun insgesamt 27 - Sängerin Swift kommt auf 23 Billboard Awards. Neben Drake gewann auch Rapperin Cardi B jede Menge Preise. Unter anderem wurde der Song "Girls Like You" ausgezeichnet, den sie gemeinsam mit Maroon 5 aufgenommen hatte.

"Mueller-Report" ist ein Bestseller

Der "Mueller-Report" ist jetzt offiziell ein Bestseller. Eine bearbeitete Ausgabe der Untersuchungen von Sonderermittler Robert Mueller zur Einmischung Russlands in den US-Wahlkampf wurde in der vergangenen Woche knapp 42 000 Mal verkauft, wie der Analyst NPD Bookscan berichtete. Die Ausgabe vom Scribner-Verlag und der Zeitung "The Washington Post" wurde häufiger als jedes andere Sachbuch auf der Liste verkauft, obwohl man den Report kostenlos im Internet lesen kann.

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