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Neue Musik | Beitrag vom 19.02.2019

Neues in alten FormenRondo, Canon und Co.

Von Maximilian Marcoll

Auf einer Wand voller Graffiti ist die sogenannte Fibonacci-Spirale überblendet - eine alte Technik zum Finden des goldenen Schnittes in der Malerei. (Maximilian Marcoll / privat)
“Alte Wahrheiten”: Die Fibonacci-Spirale als Zauberformel für die Bildanalyse (Maximilian Marcoll) (Maximilian Marcoll / privat)

Wenn sich junge Komponistinnen und Komponisten alter Verfahren bedienen, sind das nicht nur Rückgriffe, die zyklisch als chic gelten. Denn in der Auseinandersetzung mit alten Formen geht es darum, geschichtliche Denkweisen auf ihr aktuelles Potential hin zu befragen.

Für György Ligeti war es ein ironischer Beitrag zur Postmoderne-Diskussion, für Helmut Lachenmann der Versuch einer ästhetischen Neubestimmung – beide Komponisten haben sich ausführlich mit traditionellen musikalischen Formen befasst. Dass es hier nicht nur um nostalgische Erinnerungsspuren geht, sondern um die Auseinandersetzung mit Tradition als einem gesellschaftlichen Produkt, macht das Reflektieren tradierter Modelle auch für junge Komponisten interessant. Wie sich ihre Perspektive und die Art und Weise ihres Zugriffs auf Geschichte aktuell verändert hat, zeigt der Komponist und Autor Maximilian Marcoll anhand der Arbeiten von Gordon Kampe, Daniel Smutny und von eigenen Stücken.

Porträt des Komponisten (Maximilian Marcoll / privat)Der Komponist Maximilian Marcoll findet tradierte Musikgattungen alles andere als langweilig (Maximilian Marcoll / privat)
Maximilian Marcoll studierte Schlagzeug, instrumentale und elektronische Komposition in Lübeck und Essen. Er ist Mitglied der Künstlergruppe "stock11", lebt und arbeitet in Berlin.

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