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Interview | Beitrag vom 20.05.2019

Neues "Fassbinder Center" Einer, der die Welt erobern wollte

Juliane Lorenz im Gespräch mit Stephan Karkowsky

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Das Bild zeigt den Regisseur Rainer Werner Fassbinder bei Filmaufnahmen. (imago images / Prod.DB / Bavaria Films)
Genialer Regisseur und Mittelpunkt-Mensch: Rainer Werner Fassbinder. (imago images / Prod.DB / Bavaria Films)

Vor 37 Jahren starb im Alter von nur 37 Jahren der legendäre Filmemacher Rainer Werner Fassbinder. In Frankfurt am Main wird heute nun das "Fassbinder Center" eröffnet, das künftig seinen Nachlass verwalten soll.

Drehbücher, Notizen, Drehpläne, Briefe, Urkunden, Fotos, Videos und Audioaufnahmen: Ein Großteil des Nachlasses von Rainer Werner Fassbinder wird ab heute öffentlich zugänglich sein. In Frankfurt am Main eröffnen das Deutsche Filminstitut und das Filmmuseum das "Fassbinder Center".

Keine Pausen, immer kreativ

Um den Nachlass hatte sich bisher die langjährige Fassbinder-Cutterin und Weggefährtin Juliane Lorenz gekümmert. An den Hinterlassenschaften des Regisseurs könne man sehen, dass er sich keine Pausen gegönnt und immer kreativ gewesen sei, sagte sie im Deutschlandfunk Kultur. Fassbinder habe die Welt mit seiner Kunst erobern wollen.

"16 Jahre Höchstleistung"

"Er hat sehr viel zu sagen gehabt", betonte Lorenz - und sprach von "16 Jahren Höchstleistung". Sein Werk sei "umfangreich, inspirativ und schwerlastig" - und auf der ganzen Welt immer mit großem Respekt betrachtet worden, sagte sie. Allein im letzten Jahr habe es in Australien in drei Städten Retrospektiven gegeben.

(ahe)

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