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Wortwechsel | Beitrag vom 21.09.2018

Neues Asylrecht für die EUVon A wie Abschottung bis Z wie Zynismus

Moderation: Annette Riedel

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Buchstaben bilden die Wörter Familien und Nachzug hinter Absperrband (Symbolbild) (dpa / picture alliance / chromorange /Christian Ohde)
Wenn es um die Reform des Europäischen Asylrechts geht, liegen die Vorstellungen weit auseinander. (dpa / picture alliance / chromorange /Christian Ohde)

Europa zieht die Türen fester zu. Möglichst wenig Asylbewerber sollen überhaupt europäischen Boden erreichen. Soweit zumindest sind sich die EU-27 einig. Aber in puncto Verantwortung für Bootsflüchtlinge und deren gerechte Verteilung hört die Einigkeit schnell auf.

Weniger Menschen haben zwar in diesem Jahr versucht, das Mittelmeer zu überqueren als im selben Zeitraum im Vorjahr. Aber gleichzeitig sind im Verhältnis dazu mehr Flüchtlinge und Migranten auf See ertrunken. Was also tun? Wenn es um die Reform des Europäischen Asylrechts geht, liegen die Vorstellungen weit auseinander. Nur eines scheint klar: Die EU-Außengrenzen sollen besser geschützt werden.

Wie gemeinsam europäisch soll Asylpolitik werden? Ist ein System einer EU-weiten Harmonisierung in der Asylpolitik denkbar – also überall vergleichbare Abläufe, Kriterien für Anerkennung und Rückführung, Menschenrechts-Standards und Leistungen? Und würde es Menschenleben retten, Asylverfahren jenseits des Mittelmeers abzuwickeln?

Es diskutieren: 
Frank Dörner, Vorstand von Sea Watch e.V. und Arzt
Stefan Liebich, außenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
Lars Herrmann, MdB Afd und ordentliches Mitglied im Innenausschuss sowie stv. Mitglied im EU-Ausschuss. 
Tonia Mastrobuoni, Berlin-Korrespondentin der "La Repubblica"

"Neues Asylrecht für die EU. Von A wie Abschottung bis Z wie Zynismus" – ein Wortwechsel, der am 19.September bei einer gemeinsamen Veranstaltung von Deutschlandfunk Kultur und der Europäischen Akademie Berlin aufgenommen wurde.

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