Seit 12:30 Uhr Die Reportage

Sonntag, 27.09.2020
 
Seit 12:30 Uhr Die Reportage

Literatur / Archiv | Beitrag vom 27.03.2016

Neue Literatur MittelamerikasDer zerbrochene Spiegel

Von Peter B. Schumann

Podcast abonnieren
Besucher auf der Buchmesse in Havanna (Archivbild 2012) (STR / AFP)
Besucher auf der Buchmesse in Havanna (Archivbild 2012) (STR / AFP)

Im politisch zersplitterten Mittelamerika wirkt eine neue Generation von Schriftstellern verstärkt über Grenzen hinweg.

Als "zerbrochenen Spiegel" hat Sergio Ramírez das halbe Dutzend Länder bezeichnet, die das Bindeglied zwischen dem nördlichen und dem südlichen Teil der beiden Amerikas bilden. Die ursprüngliche Einheit ist längst an nationalen und politischen Einzelinteressen gescheitert.

Genauso zersplittert zeigt sich die literarische Landschaft. In den letzten Jahren ist jedoch eine junge Autorengeneration hervorgetreten, die alte Schranken überwinden und sich politisch nicht mehr vereinnahmen lassen will.

Eduardo Halfon und Denise Phé-Funchal aus Guatemala, Warren Ulloa aus Costa Rica oder Vanessa Núñez Handal aus El Salvador engagieren sich zwar nach wie vor in den zentralen Konflikten ihrer Länder wie Drogengewalt, Armut, Massenflucht, Korruption. Doch sie schreiben auch über globale Themen, denn sie fühlen sich als Teil einer international vernetzten Literaturszene.

Die thematische und stilistische Vielfalt sowie die schwierigen Bedingungen, unter denen ihre Bücher zu den Lesern gelangen, schildert das Feature von Peter B. Schumann.

Das Manuskript der gesamten Sendung finden Sie hier im pdf- und im barrierefreien txt-Format.

Mehr zum Thema

Buchmesse in Havanna - Kein Futter für die Lesehungrigen
(Deutschlandradio Kultur, Fazit, 21.02.2016)

Belletristik - Autobiografisches Traumjournal
(Deutschlandradio Kultur, Buchkritik, 29.07.2014)

Literatur

Das Denken dekolonisierenRassismus bei Immanuel Kant
Ausschnitt aus einer Schokoladenwerbung mit dem Philosophen Immanuel Kant. (imago images / Kollektion Kharbine-Tapabor)

Wie sind die Rassismen im Werk Immanuel Kants einzuordnen? Der Philosoph der Aufklärung gilt als Vordenker universeller Menschenrechte. Doch über Schriften, in denen er von der Überlegenheit weißer Europäer spricht, ist der Streit wieder aufgeflammt.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur