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Kompressor | Beitrag vom 08.09.2017

Neue konservative Zeitschrift "Cato"Ein Lifestyle-Magazin für Rechtsaußen

David Begrich im Gespräch mit Gesa Ufer

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Blick ins Magazin "Cato" - eine neue Hochglanz-Lifestyle-Zeitschrift mit konservativer Ausrichtung. (Screenshot berlinermedienvertrieb.de)
Blick ins Magazin "Cato" - eine neue Hochglanz-Lifestyle-Zeitschrift mit konservativer Ausrichtung. (Screenshot berlinermedienvertrieb.de)

Heute erscheint die Zeitschrift "Cato" zum ersten Mal – vom Verlag als "das neue konservative Magazin in Deutschland" bezeichnet. Herausgeber ist Karlheinz Weißmann: "Der führende Spiritus Rector der Neuen Rechten", sagt David Begrich vom Verein "Miteinander".

"Cato" positioniert sich nach eigener Aussage "im engeren publizistischen Umfeld aus Cicero, Tichys Einblick, Weltwoche und Tumult". Im Verlag erscheinen allerdings auch die Publikationen "Junge Freiheit" und "eigentümlich frei". "Es ist völlig klar, dass das eine publizistische Offensive der Neuen Rechten ist", sagt David Begrich, langjähriger Beobachter der rechten Medienszene.

Hochglanz-Lifestyle-Magazin für Rechtsintellektuelle

Vom Habitus und Inhalt schlage das neue Magazin "den Ton eines rechten Kulturpessimismus" an. Die erste Ausgabe sei an ein Publikum von "intellektuellem Format" adressiert, das "ein gewisses Unbehagen an den gegenwärtigen gesellschaftspolitischen Diskursen" habe, "wo ihnen - aus ihrer Sicht zumindest - so etwas wie ein Werteverfall oder zumindest Dekadenz" entgegenschlage. "Es ist so etwas wie ein Hochglanz-Lifestyle-Magazin für das rechtsintellektuelle Milieu", so Begrich.

Nicht nur für "einen Zirkel von Eingeweihten"

Die Startauflage liege nach eigenen Angaben bei 50.000 Exemplaren - "sehr hoch" für ein solches Magazin, meint Begrich. Das Magazin richte sich nicht nur "an einen Zirkel von Eingeweihten", sondern habe den Anspruch, ein Publikumsmagazin zu sein. Auf der einen Seite solle es einen "breitenwirksamen" rechtsintellektuellen Input liefern, auf der anderen Seite sei es ein Lifestyle-Magazin, das einen "Habitus", "ein Lebensgefühl" vermitteln solle.

(lk)

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(Deutschlandfunk Kultur, Zeitfragen, 20.07.2016)

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