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Frühkritik | Beitrag vom 02.08.2018

Neu im Kino: "Mission Impossible - Fallout"Tom Cruise - auf dem Weg zu James Bond?

Von Jörg Taszman

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Filmstill aus "Mission: Impossible - Fallout" mit Tom Cruise (r.) und Henry Cavill (dpa / Paramount /Courtesy Everett Collection)
Ein Amerikaner in Paris: Auch der sechste Teil der "Mission Impossible"-Reihe bietet wieder gutes Actionhandwerk. (dpa / Paramount /Courtesy Everett Collection)

Ein Popcornmovie, das fast alles richtig macht: Unseren Kritiker hat "Mission Impossible 6" überzeugt. Die Reihe werde immer mehr zu dem, was Bond einmal war: temporeich, raffiniert, selbstironisch und humorvoll.

Worum geht es?

In Berlin lässt sich Ethan Hunt (Tom Cruise) einen Koffer mit Plutonium klauen, weil er seinen Freund und Teamkollegen Luther nicht opfert. Das ist gegen das CIA-Protokoll, und nun muss Hunt einmal mehr die Welt vor verrückten Terroristen retten, die drei Atombomben zünden wollen, um es den etablierten und korrupten Politikern mal so richtig zu zeigen. In Paris trifft Hunt dann auf eine mysteriöse weiße Witwe, die das Plutonium weitervermittelt, und in London entpuppt sich der von der CIA als Aufpasser geschickte Superkiller Walker als Oberbösewicht.

Zu diesem Zeitpunkt ist noch mehr als eine Stunde Handlung offen und die Irr- und Verwirrspiele haben es in sich. Das große Finale findet dann in Kaschmir statt und bietet Hubschrauberverfolgerjagden und einen Countdown um zwei Atombomben.

Bewertung

Der sechste Ausflug von Tom Cruise ins Agentendasein lohnt sich und bietet beste Unterhaltung. Neben den wirklich guten Actionszenen überzeugen vor allem auch die humorvollen Einlagen. "MI:6" wird so immer mehr zu dem, was Bond einmal war: temporeich, raffiniert, selbstironisch und humorvoll.

Tom Cruise spielt wie immer ehrgeizig, aber nicht zu eitel. Sein Stammpersonal um Ving Rhames und den Briten Simon Pegg weiß zu überzeugen, und in Zeiten, wo Hollywood Nachholbedarf an starken Frauenfiguren hat, bietet "MI:6" immerhin gleich drei taffe Frauen an: Angela Basset als CIA-Chefin, Rebecca Fergusson als britische Top-Spionin Isla und Vanessa Kirby als mysteriöser blonde, teuflischer Engel.

Und so darf man sich im heißen Sommer auf ein Popcornmovie freuen, das fast alles richtig macht. Nur das 3-D bringt wenig, weil Menschen dann auf der Leinwand in den großen Totalen und Panoramen so winzig wie Ameisen wirken. Das sorgt eher für unfreiwillige Komik, wird aber von den meisten Zuschauern bei soviel rasanter Action und Spannung wohl kaum so wahrgenommen.

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