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Fazit / Archiv | Beitrag vom 13.05.2015

Neu im Kino: "Mad Max − Fury Road"Unschuldiger Spaß

Von Patrick Wellinski

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Mad Max Promotion Film in Sydney. (picture-alliance / dpa / Dean Lewins)
Action-Kino, das Spaß macht: "Mad Max - Fury Road" (picture-alliance / dpa / Dean Lewins)

Nach 30 Jahren kehrt die "Mad Max"-Reihe zurück auf die große Leinwand − und das mit Wucht! George Millers Film ist ein großes Kino-Vergnügen, das jedes seelenlose Effektspektakel alt aussehen lässt.

Wann hatten Sie das letzte Mal Spaß im Kino? Einfach nur simplen, unaufgeregten Spaß? Es könnte lange her sein. Mainstream versucht den häufig mit "Inhalt" aufzuwerten. Aber wenn man sich vergegenwärtigt, dass das Kino nun mal auf dem Jahrmarkt geboren wurde, dann versteht man auch, dass die wesentliche Faszination dieser Kunstform in erster Linie die reine Freude an der Bewegung ist. Und es gab vielleicht lange keinen Film, der dies so eindrücklich feierte wie George Millers "Mad Max – Fury Road". Der Film ist ein sogenanntes "Reboot". Das heißt, er schließt nicht an die Figuren- und Handlungsverläufe der ersten Trilogie an, sondern beginnt die Erzählung vom Outlaw Mad Max unter ganz anderen Vorzeichen einfach von vorn.

Zwei atemberaubende Verfolgungsjagden

In einer apokalyptischen Zukunft wird Max Rockatansky als Sklave vom böswilligen Despoten Nux festgehalten. Nux versklavt sein Volk, indem er es vom Wasser fernhält. Ganz nebenbei hält er sich einen Harem von jungen Frauen, die nicht nur für seine Nachkommen sorgen müssen. Doch die Frauen rebellieren und fliehen unter der Leitung der einarmigen Ausgestoßenen Imperator Furiosa (Charlize Theron).

Das klingt in erster Linie fast danach, dass "Mad Max" sich auch über seinen "Inhalt" definieren und von dystopischen Geschlechterkämpfen erzählen möchte. Doch nichts liegt George Miller ferner. Sein Film ist ein reiner, unschuldiger kinetischer Spaß, der im Prinzip aus zwei atemberaubenden, übertrieben gewalttätigen Verfolgungsjagden besteht, die allerdings mit einer visionären Klasse inszeniert sind, die jedes seelenlose Effektspektakel alt aussehen lässt. Miller hat ein rein formalistisches Stück Unterhaltungskino gedreht, in dem die erste Dialogwand nach einer (!) Stunde zu hören ist.

Mad Max - Fury Road
Regie: George Miller
Darsteller: Tom Hardy Charlize Theron, Zoe Kravitz
Uastralien / USA 2015

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