Seit 07:40 Uhr Interview

Samstag, 15.12.2018
 
Seit 07:40 Uhr Interview

Fazit | Beitrag vom 08.08.2018

Neu im Kino: "Itzhak"Ein Leben für die Geige

Von Patrick Wellinski

Beitrag hören Podcast abonnieren
Der Geiger Ithak Perlman spielt mit geschlossenen Augen auf seinem Instrument. (Arsenal Filmverleih)
Der israelische Geiger Itzhak Perlman (Arsenal Filmverleih)

Als kleiner Junge war Itzhak Perlman überhaupt nicht begeistert davon, Geige zu üben. Doch seine Eltern erkannten sein großes Talent und motivierten ihn. Der Dokfilm "Itzhak" gewährt dem Zuschauer tiefe Einblicke in das Leben des israelischen Künstlers.

Worum geht es?

Der Dokumentarfilm nähert sich dem Ausnahmeviolinisten Itzhak Perlmann sehr persönlich, aber mit dem nötigen Respekt und der Anerkennung von Leben und Werk. Man sieht ihn in seinem Alltag, wie er über seine Musik fachsimpelt und hört seinen heiteren Ausführungen zum Leben zu. In zahlreichen Interviews kommen Weggefährten, Bewunderer und Förderer zu Wort.

Was ist das Besondere daran?

Das Beeindruckende an dieser sehr klassisch konzipierten und erzählten Dokumentation ist, dass Perlmanns Leben nicht nur als helle Aufstiegsgeschichte erzählt wird. Die dunklen Seiten werden nicht ausgespart. Seine Kinderlähmung, die traumatische Kriegserfahrungen seiner Eltern, die im Strudel des Zweiten Weltkrieges knapp mit dem Leben davon kamen. Auch das prägt seine Musik. Schön, dass der Film dies so klar herausarbeitet.

Bewertung

Der Film funktioniert sowohl für Bewunderer von Perlmann als auch für alle, die noch nie von ihm gehört haben. Ein Porträt eines beeindruckend Lebens und die Innenansicht eines herausragenden Künstlers.

Mehr zum Thema

Zum 70. Geburtstag von Itzhak Perlman - Mit Mozart alt werden
(Deutschlandfunk Kultur, Tonart, 31.08.2015)

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsDemokratie bedeutet Langsamkeit
Der französische Autor Michel Houellebecq bei der Präsentation seines 2015 erschienenen Buchs "Unterwerfung" in Barcelona. (EPA/ANDREU DALMAU)

Der französische Erfolgs-Autor Michel Houellebecq outet sich als Trump-Fan und unterstützt "einfache" Lösungen. Auch den Austritt Frankreichs aus der Nato kann er sich vorstellen. Als Gegenentwurf erinnert die "Welt" an die Vorzüge der Demokratie. Mehr

weitere Beiträge

Der Theaterpodcast

Folge 9Überwältigende Übergänge
Die Schauspielerin Sesede Terziyan (als Elisabeth) steht am 10.01.2018 in Berlin bei der Fotoprobe zu dem Stück "Glaube Liebe Hoffnung" im Maxim Gorki Theater auf der Bühne. (picture alliance / Britta Pedersen / dpa)

Ist das "Postmigrantische Theater" ein Erfolg? Wie erlebten jüdische Bühnenkünstler Deutschland eigentlich nach ihrer Rückkehr aus dem Exil? Im Theaterpodcast #9 schauen wir auf einschneidende Übergänge und erinnern an den verstorbenen Theaterkritiker Dirk Pilz.Mehr

Folge 8"Siegreich" und "schiffbrüchig"
Porträt der Kulturmanagerin Adolphe Binder. (picture alliance / dpa / Caroline Seidel)

Was steckt hinter der Theaterkrise in Wuppertal und den Vorwürfen gegen Jan Fabre? Warum sind die Arbeiten des Regisseurs Jürgen Gosch so unvergesslich? Im September-Theaterpodcast schauen wir auf "siegreiche" und "schiffbrüchige" Theatermacher.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur