Seit 00:05 Uhr Studio LCB

Sonntag, 29.03.2020
 
Seit 00:05 Uhr Studio LCB

Frühkritik | Beitrag vom 24.03.2016

Neu im Kino: "Batman v. Superman: Dawn of Justice"Eine geradezu biblische Geschichte

Von Hans-Ulrich Pönack

Podcast abonnieren
Schauspieler Ben Affleck bei der Premiere von "Batman v Superman: Dawn of Justice" (picture alliance / dpa / EPA / Peter Foley)
Schauspieler Ben Affleck bei der Premiere von "Batman v Superman: Dawn of Justice" (picture alliance / dpa / EPA / Peter Foley)

"Batman v Superman: Dawn of Justice" ist ein gigantischer Genre-Cocktail aus Fiction, Fantasy, Horror und Thriller, schwärmt unser Kritiker Hans-Ulrich Pönack. Selbst Ben Affleck funktioniere - wider Erwarten - in seiner Rolle als Batman.

Da sind sie nun, beide vereint, in Gothem City. Die menschliche Fledermaus Batman und der Götter-Sohn Superman. Zwar hat Superman im Laufe der Jahre viele gute Taten vollbracht, aber diese waren auch immer von vielen Kollateral-Schäden begleitet. Gebäude wurden zerstört, Menschen getötet.

Angst geht um: Hat Superman zu viel Macht? Hat nicht Superman mit seinen Taten erst den Krieg nach Gothem gebracht? Eine Kampagne startet, während Clark "Superman" Kent sich - noch - zurückhält. Doch Bruce "Batman" Wayne stimmt mit ein in den allgemeinen Verdammungs-Chor. Er ist gegenüber diesem Kerl mit den Superkräften ebenfalls misstrauisch geworden.

Verblüffender Cast

Dazu spinnt im Hintergrund "der Satan" seine Fäden: Lex Luther. Ein teuflisches Genie. Seine Absicht: Erz-Feind Superman soll vernichtet werden. Ausgerechnet von Batman! Auch eine Super-Frau kommt jetzt ins Spiel. Nun sind sie alle beisammen. Für diesen gigantischen und stimmungsvollen Genre-Cocktail aus Fiction, Fantasy, Horror und Thriller.

So wird - geradezu biblische Geschichte - aus dem göttlichen Retter ein Gejagter und der Mensch in der Masse ist ewiger Opportunist. Denn eben noch schrie er "Hosianna", jetzt "kreuzigt ihn". Verblüffend das Personal: so Jeremy Irons als Sicherheitschef und Vertrauter von Batman; Amy Adams als Journalistin Lois Lane; Jesse Eisenberg als überdrehter Schurke.

Ben Affleck "funktioniert" wider Erwarten als Batman. Und Henry Cavill macht seinen miesen Superman-Start aus "Man of Steel" vergessen.  Dieser neue Comic-Kino-Reißer ist ein wirklich unterhaltsamer Film-Gigant!

"Batman v. Superman: Dawn Of Justice”
USA 2016
Buch & Regie: Zack Snyder 
Darsteller: Ben Affleck, Henry Cavill, Amy Adams, Diane Lane, Jeremy Irons, Jesse Eisenberg 
152 Minuten, ab 12 Jahren  

Mehr zum Thema

"Batman vs. Superman" - Das Kräftemessen steht hoch im Kurs
(Deutschlandradio Kultur, Lesart, 22.03.2016)

"Superqueeroes" im Schwulen Museum - Queer im Comic
(Deutschlandradio Kultur, Kompressor, 02.02.2016)

Filmhistoriker Andreas Kötzing - Warum Hollywood so gerne Bibelfilme dreht
(Deutschlandradio Kultur, Vollbild, 19.03.2016)

Neu im Kino - Geografische und persönliche Grenzerfahrungen
(Deutschlandradio Kultur, Vollbild, 19.03.2016)

"Sex & Crime" - Deutscher Genre-Mix à la Tarantino
(Deutschlandradio Kultur, Vollbild, 19.03.2016)

Kompressor

Lebewohl, "Lindenstraße"Revolutionär gewöhnlich
In einer Küche serviert ein junger Mann einer älteren Frau, die am Küchentisch sitzt, Spiegelei in der Pfanne. (WDR / Eckbert Reinhardt)

Ganz normale Menschen mit ganz normalen Problemen: Als die "Lindenstraße" 1985 startete, war das ein geradezu avantgardistisches Konzept für eine Fernsehserie. Nun endet Deutschlands erste und dienstälteste Soap. Was bleibt nach 1758 Folgen?Mehr

weitere Beiträge

Fazit

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur