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Breitband | Beitrag vom 28.02.2015

NetzkulturKuscheln gegen Geld

Ist der Traum vom Teilen ausgeträumt?

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Die Share-Economy löst euphorische Zukunftsvorstellungen aus: Bald leben wir in einer besserer Gesellschaft weil wir Ressourcen verleihen, statt sie zu besitzen. Wir teilen Autos, Wohnungen und Bücher. Im Netz lässt sich das problemlos koordinieren. In einer Gemeinschaft, die sich über das Netz organisiert, wächst unser aller Wohlstand - je mehr wir teilen.

Theoretisch. Doch zunehmend lässt sich auch eine kommerzielle Zementierung beobachten. Was mal scheinbar idealistisch begonnen hat, wird jetzt finanziell ausgeschlachtet: Soziale Netzwerke, Suchmaschinen, Internetplattformen. So verarmt unser Miteinander wieder. Denn brauchte man früher fürs Ausborgen Bittende und Gebende, so wird dies jetzt zum neutralen Geschäftsvorgang. Das Netz hat uns näher zusammenrücken lassen. Doch mittlerweile werden auch zwischenmenschliche Wärme und emotionale Anteilnahme effizient im Internet vermarktet, beobachtet Matthias Finger.

Links:
Webseite der Pro-Kuschlerin Mary Tucker
Erster Free Hug der Weltgeschichte
Die Kuschelpartys von Rosie Döbner

Bild: Grumpy Cat by Josh Hallett on Flickr unter CC-By-SA

Breitband

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