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Breitband | Beitrag vom 01.10.2011

NetzkulturDigital archivierte Lebensläufe

Die vernetzte Abbildung des digitalen Ichs

Wie werden uns Freunde, Familie und Kollegen in Erinnerung behalten? Das, was wir tun und wie wir uns verhalten bleibt in der Erinnerung unserer Mitmenschen, zumindest bei denen, die uns nahe stehen. Das Netz krempelt all das um. Denn fast alles was wir tun, tun wir heute auch im Netz. Und das Netz vergisst nicht. Andererseits ermöglicht uns die Technik, unser digitales Vermächtnis selbst zu gestalten. Immer mehr Menschen basteln an ihrem virtuellen Abbild. Ob das mit dem analogen Original identisch ist, bleibt allerdings offen.

Einige digitale Selbstarchivare arbeiten akribisch an ihrem virtuellen Alter-Ego und das nicht erst seit der Facebook-Timeline. Jochen Dreier hat einige Menschen ausfindig gemacht, die bereits seit Jahren an ihrem digitalen Lebensarchiv basteln. Ob per täglichem Foto, wie der New Yorker Fotograf Noah Kalina, der seit nunmehr 11 Jahren täglich ein Bild von sich ins Netz stellt oder Sam Klemke, der sich selbst seit 35 Jahren einmal im Jahr den Spiegel in Form einer Kamera vorhält und sich und sein Leben kommentiert und reflektiert.



Sam Klemke filmt sich seit 35 Jahren. Einen Zusammenschnitt seines bisherigen Lebens veröffentlichte er bei Youtube.



Klassiker der Web 2.0 Selbstarchivare: Noah Kalina fasste die ersten 6 Jahre seines "Noah K Everyday" Projektes in einem Youtube-Video zusammen. Mit fast 21 Millionen Abrufen, ein Riesenhit bei Youtube.

Foto: Screenshot everyday.noahkalina.com

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