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Elektronische Welten / Archiv | Beitrag vom 27.02.2014

NetzempfehlungenNatursounds, Weltwaldkarte und Ungehörtes

Surftipps im Februar

Von Jörg Schieb

Eine Welle im Meer (picture alliance / dpa / chromorange)
Bei Noisli im Angebot: die Meeresbrandung als beruhigende Geräuschkulisse. (picture alliance / dpa / chromorange)

Ein Sound-Archiv mit entspannenden Naturgeräuschen, beim Streamingdienst Spotify nie gespielte Musikstücke und eine beeindruckende Weltkarte der Wälder. Das sind die Surftipps im Februar.

Noisli: Naturgeräusche beruhigen die Nerven

Jeder entspannt anders. Der eine spaziert gerne durch den Wald und lauscht den Vögeln, andere sitzen gerne am Meer und hören mit Vorliebe der Brandung zu, wieder andere bevorzugen das Geräusch von Regen oder das Knistern eines Kaminfeuers.

Wenn man am Schreibtisch sitzt, sind solche Geräusche allerdings eher selten. Macht aber nichts, denn man kann sich die Lieblings-Soundkulisse gratis ins Haus holen. Unter www.noisli.com gibt es ein Sound-Archiv mit Naturgeräuschen.

Es ist herrlich entspannend, Texte zu schreiben, während aus den Boxen des Notebooks Naturgeräusche ertönen - ohne das Haus verlassen zu müssen. Wind. Regen. Gewitter. Meeresbrandung. Wassertropfen. Kaffeehaus. Es stehen diverse Soundkulissen zur Auswahl. Ein Klick – und der gewünschte Soundteppich ist zu hören.

Die Klangqualität ist tadellos. Kein Knarzen oder Rauschen, wie man das sonst oft bei kostenlosen Soundangeboten im Netz hat. Und: Die Lautstärke lässt sich über die Webseite regulieren. Außerdem kann man auch Sounds mischen. Vogelgezwitscher am Meer? In der Natur selten. Auf dieser Sound-Webseite gar kein Problem. Und wer sich durch die Sounds animiert fühlt, kreativ zu sein, kann den eingebauten Texteditor nutzen und Ideen aufschreiben. Klingt gut, oder?

Forgotify: Nie gespielte Songs auf Spotify

Beyoncé, Daft Punk, Katie Perry: Die großen Namen der Musikwelt kennt jeder – und deren Songs werden auch ständig angehört. Auch in Musik-Streamingdiensten wie Spotify. Doch nicht alle der 20 Millionen Songs, die auf Spotify zur Verfügung stehen, sind bekannte Hits. Die Mehrzahl ist von unbekannten Künstlern. Erstaunlich: Rund 20 Prozent aller Songs, die hier angeboten werden, wurden noch nie abgespielt. Nicht ein einziges Mal. Vier Millionen Songs sind das … wie dieser.

Jetzt gibt es eine Webseite, die will die bislang ungehörten Songs von ihrem Schicksal befreien: Unter www.forgotify.com werden einem ausschließlich solche Songs zum Anhören angeboten, die garantiert noch nie auf Spotify gespielt wurden. Von niemanden. Wer also auf Forgotify Musik abspielt, ist der erste, der jemals den Song anhört – zumindest auf Spotity.

Es gibt echte Nieten – und wahre Perlen, bei denen man sich fragt, wieso die noch nie jemand abgespielt hat. Etwa Bands aus den 50er-Jahren, die heute keiner mehr kennt. Um den Dienst nutzen zu können, muss man Mitglied bei dem Webangebot sein. Es reicht aber, wenn man den kostenlosen Spotify-Dienst nutzt, der werbefinanziert ist. Viel Spaß beim Stöbern im bislang ungehörten Musik-Universum!

Globalforestwatch: Wo Wälder entstehen – und verschwinden

Wir haben immer weniger Wald auf der Welt. Dabei sind Bäume so wichtig, vor allem um das Klima zu schützen. Trotzdem werden im großen Stil Waldflächen gerodet, Bäume gefällt. Wo überall, das kann man sich jetzt auf einer beeindruckenden Onlinekarte anschauen.

Unter www.globalforstwatch.org kann sich jeder einen Eindruck von der aktuellen Lage machen. Auf dem Bildschirm erscheint eine Google-Weltkarte. Wo seit dem Jahr 2000 Bäume und Waldflächen verloren gegangen sind, ist alles rot markiert. Wo Bäume dazu gekommen sind, auch das gibt es, ist der Bereich blau markiert. Leider sind die meisten Flächen rot. Man kann beliebig zoomen, um auch Details zu sehen.

Das Projekt "Global Forest Watch" wurde von mehr als 40 Organisationen gegründet, darunter das World Resources Institute, Google sowie das UN Environment Program. Die Webseite zeigt Live-Daten. Dazu werden aktuelle Forschungsergebnisse und Informationen von Satelliten verarbeitet. Es gibt auch einen Zeitstrahl von 2000 bis heute, da lässt sich erkennen, wie schnell und dramatisch die Entwicklung ist, vor allem in Südamerika und Asien, aber auch in Schweden.

Kommunen können auch Fotos von ihrer Region einstellen, damit Besucher den direkten Einfluss von den absterbenden oder weniger werdenden Wäldern erkennen können. Ein eindrucksvolles Projekt.

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