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Elektronische Welten / Archiv | Beitrag vom 31.03.2014

NetzempfehlungenBesondere Cover und absurde Codes

Surftipps im März

Von Jörg Schieb

Eine Internetseite hilft bei der Suche nach Coversongs, eine andere beweist, wie krude die Computercodes sind, die in Hollywood-Filmen vorkommen. Und ein Arte-Webspecial bereitet auf die Europawahl vor. Die Surftipps im März.

Covr.fm: Suchmaschine für Coverversionen

Musik gibt es im Netz reichlich, von bekannten Künstlern wie von weniger bekannten, populäre Songs und nahezu unbekannte. Das meiste wird auf Videoplattformen wie Youtube oder Vimeo angeboten – zum Anhören und Anschauen. Von vielen Musikstücken gibt es sogenannte Coverversionen: Künstler interpretieren Songs anderer Künstler auf ihre Weise. Man erkennt zwar gleich, dass es sich um den einen bekannten Song handelt – und doch klingt die Coverversion eigen.

Jetzt kann man solche Perlen ganz bequem aufspüren, denn mit www.covr.fm gibt es eine Suchmaschine, die ausschließlich Coverversionen findet. Alles, außer dem Original. Dazu einfach bei Covr.fm den Titel des Songs oder den Namen des Künstlers eingeben, schon präsentiert das Portal entsprechende Coverversionen. Etwa Live-Mitschnitte von Konzerten oder Versionen der Titel, die Künstler in Fernsehsendungen oder auf den Bühnen dieser Welt gespielt haben.

Covr bietet eine unglaubliche Ausbeute: Da werden aus Songs von Katy Perry plötzlich wundervolle Singer-Songwriter-Versionen, Musik von Ke$ha zum Doo Wop und "Wrecking Ball" von Skandalsternchen Miley Cyrus wird zu einer äußerst romantischen Klaviermusik. So manche Coverversion klingt sogar deutlich besser als das Original. Aber das ist bekanntlich nicht zuletzt Geschmackssache.

Moviecode.tumblr.com: Desaströser Computercode aus Hollywood

Wenn in Hollywood-Filmen ein Computer auftaucht, wird es oft spannend. Zum einen ertönen grundsätzlich irgendwelche merkwürdigen Laute, wenn Informationen auf dem Bildschirm erscheinen – was in Wirklichkeit niemals der Fall ist. Zum anderen sind sehr eigenartige Code-Schnipsel zu sehen.

Für den unbedarften Zuschauer sieht alles in Ordnung aus. Kryptischer Code, den nur Programmierer verstehen – das wird schon seine Richtigkeit haben. Doch mittlerweile knüpfen sich Experten den Code in Kinofilmen und Fernsehserien vor und schauen, was dort tatsächlich zu sehen ist.

Unter moviecode.tumblr.com wird akribisch Buch geführt. Und eins kann man sagen: Die in Filmen und Serien verwendeten Codes sind meistens absurd, teilweise erheiternd – haben aber praktisch nie etwas mit dem Thema im Film zu tun. Ein Beispiel: Die Abschaltsequenz im Kinothriller Elysium, die eine komplette Raumstation in den Abgrund stürzen soll: Eine Art Mustercode aus einem Intel-Handbuch – für jeden frei zugänglich und alles andere als gefährlich.

Dem Briten John Graham-Cumming ist dieser Unsinn als erster aufgefallen. Und er hat darüber gebloggt. Daraus ist der Tumblr-Blog geworden, in dem Menschen aus aller Welt nun Code-Irrsinn aus allen möglichen Filmen und Serien zusammentragen und oft sogar dokumentieren können, wo die Filmemacher den Code herhaben. Hollywood sollte sich also künftig mehr Mühe geben, wenn Computercodes auf irgendeinem Bildschirm erscheinen. Sie werden genau beobachtet. Die Matrix lässt grüßen!

Europe.arte.tv: Europawahl im Mai 2014

Welche Auswirkungen haben die Entscheidungen des EU-Parlaments auf die Bevölkerung? Mit dieser Frage befasst sich eine 12-teilige Reportage und Interview-Serie im deutsch-französischen Fernsehsender Arte. Beispiel: Datenschutz. Die aktuellen Datenschutzgesetze stammen noch aus den 90er-Jahren – und entwickeln sich nur im Schneckentempo vorwärts. Ein Missstand, dem die Reportage auf den Grund geht.

Nur ein Beispiel, das dem Besucher im Webspecial zur Europawahl angeboten wird. Unter europe.arte.tv kann man sich nicht nur die Reportage anschauen, sondern auch Hintergrundinformationen nachlesen. Andere spannenden Themen: Die Belgier und der Schleier. Jugendarbeitslosigkeit in Europa. Die Macht der Banken. Wie geht Europa mit der Krim-Krise um? Das Special ist top-aktuell und liefert wichtige, nützliche und informative Hintergrundinformationen, in Wort, Bild und Film.

Ziel des Webspecials: Die Bürger fit zu machen für die Europawahl, die im Mai ansteht. Arte will die Zuschauer mit wichtigen Informationen versorgen und bei der Entscheidungsfindung helfen. Wo drückt der Schuh in Europa, welche Themen stehen an, welche Themen werden angegangen, welche bleiben liegen? – und wie positionieren sich eigentlich die Parteien? Das täglich aktualisierte Portal ist definitiv einen Besuch wert. Mehr konkrete Informationen zu Europa und EU-Politik findet man kaum woanders.

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