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Kulturnachrichten

Montag, 7. Juni 2021

NDR Sachbuchpreis wird künftig in Göttingen verliehen

Der Sachbuchpreis des Norddeutschen Rundfunks wird künftig in Göttingen verliehen und umbenannt. Aus dem bisherigen NDR Kultur Sachbuchpreis werde der NDR Sachbuchpreis und damit eine Auszeichnung des gesamten NDR, teilte der Sender mit. Das Themenspektrum des Preises, dessen Fokus bislang vor allem auf Sachbüchern aus den Bereichen Kultur, Gesellschaft und Politik lag, werde um das Feld Forschung und Wissen erweitert. Die Verleihung des mit 15.000 Euro dotierten Preises erfolgt ab 2021 im Rahmen des "Göttinger Literaturherbstes", dieses Jahr am Abschlussabend des Festivals am 7. November.

Großes Konzert in New York zum Ende der Krise

Zum Ende der Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie plant die US-Ostküstenmetropole New York ein Konzert für Zehntausende im Central Park. Die für den 21. August geplante Show mit 60 000 Menschen soll von Star-Producer Clive Davis hochkarätig besetzt werden und Teil einer Festwoche werden, berichtete die "New York Times". Noch ist nicht klar, wer auftreten wird. Davis denkt der "New York Times" zufolge aber über acht Interpreten in einer dreistündigen Show nach.

Parzinger neuer Kanzler des Orden Pour le merite

Der Archäologe und Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, ist neuer Kanzler des Orden Pour le merite für Wissenschaften und Künste. Er folgt damit auf die Entwicklungsbiologin Christiane Nüsslein-Volhard, die das Amt seit 2013 innehatte. Zu Vizekanzlern wurden die Regisseurin Andrea Breth und der Astrophysiker und Nobelpreisträger Reinhard Genzel gewählt, wie Kulturstaatsministerin Monika Grütters mitteilte. Dem Orden gehören derzeit 37 inländische und 38 ausländische Mitglieder an, darunter 13 Nobelpreisträger. Die Aufnahme gehört zu den höchsten Ehrungen für Wissenschaftler und Künstler in Deutschland. Preußen-König Friedrich Wilhelm IV. gründete den Orden 1842.

Georgischer Puppenspieler Reso Gabriadse tot

Der georgische Puppenspieler, Drehbuchautor und Maler Reso Gabriadse ist im Alter von 84 Jahren gestorben, wie seine Angehörigen mitteilten. Bekannt wurde Gabriadze vor allem durch das 1981 von ihm gegründete Puppentheater in der georgischen Hauptstadt Tiflis, das er bis zu seinem Tod leitete. Mit diesem trat er in vielen Ländern auf, darunter in Frankreich beim Festival von Avignon, in den Vereinigten Staaten und in Südkorea. Ausserdem verfasste Gabriadze 35 Drehbücher, darunter die dystopische Science-Fiction-Komödie "Kin-dza-dza!". Er erhielt Georgiens prestigeträchtigste Auszeichnung für Kultur, den Rustaveli-Preis, und wurde mit dem französischen Orden für Kunst und Literatur ausgezeichnet.

Guido Cantz hört mit "Verstehen Sie Spaß?" auf

Nach zwölf Jahren nimmt Guido Cantz Abschied von "Verstehen Sie Spaß?". Kurz vor Weihnachten wird er die Streiche mit der versteckten Kamera zum letzten Mal im Ersten moderieren. Cantz ist seit April 2010 Gastgeber der Sendung. Mit 56 Sendungen ist er der am längsten amtierende Moderator der Show. Der Südwestrundfunk (SWR) will die Show 2022 mit einem neuen Moderator oder einer neuen Moderatorin fortsetzen und das Sendekonzept weiterentwickeln.

Sinéad O'Connor will Musikkarriere beenden

Die irische Sängerin Sinéad O'Connor hat erneut ihren Rücktritt vom aktiven Musikgeschäft angekündigt. Ihr Management bestätigte auf Anfrage entsprechende Tweets der Musikerin. Ihr neues Album "No Veteran Dies Alone" (dt. Kein Veteran stirbt allein), das im Jahr 2022 erscheinen soll, werde das letzte sein. "Und es wird keine weiteren Touren oder Promo dafür geben", kündigte O'Connor an. 2003 hatte sie schon einmal angekündigt, sich aus der Musikindustrie zurückzuziehen, wie die BBC damals berichtete. Sinéad O'Connor ist eine der bekanntesten Musikerinnen Irlands. Den internationalen Durchbruch feierte sie 1990 mit ihrer Coverversion des Prince-Songs "Nothing Compares 2 You".

Clarence Williams III gestorben

Der US-Schauspieler Clarence Williams III ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Williams starb bereits am Freitag in seinem Haus in Los Angeles, sagte sein Manager Allan Mindel. Begonnen hat Williams seine schauspielerische Laufbahn am Broadway, wo er 1964 eine Tony-Nominierung erhielt. Der Durchbruch gelang ihm mit der Rolle eines Undercover-Cops in der Fernsehserie "The Mod Squad'', die von 1968 bis 1973 lief. In "Purple Rain" spielte er den Vater von Prince. Ausserdem hatte Williams viele Fernsehauftritte, von "Miami Vice" und "Hill Street Blues" bis zu "Everybody Hates Chris".

Chipperfield baut Goethe-Haus in New York um

Der britische Stararchitekt David Chipperfield wird im Auftrag des Bundes das frühere Goethe-Haus in New York umbauen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa wählte eine unabhängige Jury seinen Entwurf gegen neun weitere Vorschläge aus. In die Umgestaltung des sechsgeschossigen Goethe-Hauses sollen rund 20 Millionen Euro fließen. Das Gebäude im Beaux-Art-Stil mitten in Manhattan soll künftig zu einem Zentrum für transatlantische Begegnungen werden. Das frühere Goethe-Haus gehört seit den 50er Jahren der Bundesrepublik Deutschland. Es diente lange als Hauptsitz des Goethe-Instituts in New York.

Michaela Coel räumt bei BAFTA-Verleihung ab

Die Schauspielerin und Drehbuch-Autorin bekam bei der Vergabe der bedeutendsten britischen Fernsehpreise BAFTA für ihre zwölfteiligen Dramaserie "I May Destroy You" die Auszeichnung für die beste Fernseh-Miniserie und als beste Hauptdarstellerin. Außerdem wurde ihre Produktion für die Regie, den Schnitt und das Drehbuch geehrt. Coel spielt in der Serie die erfolgreiche Autorin Arabella, die nach einer Vergewaltigung in einer Londoner Bar versucht, wieder ins Leben zurückzukehren.

Kinder- und Jugendbücher profitieren von Corona-Krise

Wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels mitteilte, gab es hier 2020 ein Umsatzplus von 4,7 Prozent im Vergleich zu 2019. Grund sei, dass Kinder und Eltern wegen der Pandemie mehr Zeit zu Hause verbrächt hätten. Auch bei Kochbüchern gab es mehr Umsatz, während in anderen Bereichen die Verkäufe zurückgingen, etwa bei Belletristik sowie Büchern zu den Themen Geisteswissenschaften, Kunst und Musik. Am härtesten traf es die Reiseführer, mit einem Minus von gut 26 Prozent.

Christina Ricci spielt in viertem "Matrix"-Film

Die US-Schauspielerin Christina Ricci soll im vierten Teil der "Matrix"-Saga mitspielen, neben "Neo" Keanu Reeves und "Trinity" Carrie-Anne Moss. Das berichteten die US-Branchenmagazine "Collider" und "Variety" unter Berufung auf eine Mitteilung der Produktionsfirma Warner Bros. Zum Cast gehören außerdem Stars wie Jada Pinkett Smith, Yahya Abdul-Mateen II, Priyanka Chopra Jonas, Jonathan Groff und Neil Patrick Harris. Welche Rolle die 41-jährige Ricci übernehmen wird, gab Warner Bros. zunächst nicht bekannt. Der vierte "Matrix"-Film soll im Dezember 2021 in die Kinos kommen. Einen offiziellen Titel hat der Film noch nicht.

Letzter Auschwitz-Befreier gestorben

Der letzte lebende Befreier des Konzentrationslagers Auschwitz, David Dushman, ist im Alter von 98 Jahren gestorben. Das bestätigte ein Sprecher der Israelitischen Kultusgemeinde München (IKG) am Sonntag. Demzufolge war Dushman in der Nacht zu Samstag in einem Münchner Krankenhaus gestorben. Anlässlich seines letzten Geburtstages war er zudem zum Ehrenmitglied der IKG ernannt worden. David Dushman stammte aus der ehemaligen Sowjetunion und kämpfte als Panzerfahrer unter anderem in der Schlacht von Stalingrad. Am 27. Januar 1945 walzte er im Alter von 21 Jahren mit einem Panzer der Roten Armee den Zaun des Konzentrationslagers Auschwitz nieder. Nach dem Krieg trainierte er von 1952 bis 1988 als Fechttrainer die Frauennationalmannschaft der Sowjetunion. Als Zeitzeuge trat er später an Schulen auf und erzählte seine Geschichte.

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Fazit

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