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Studio 9 - Der Tag mit ... | Beitrag vom 18.10.2018

Nationale Symbole und Migration"Dankbar, in diesem Land zu leben"

Diana Kinnert im Gespräch mit Miriam Rossius

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Fahnen auf der "Unteilbar"-Demonstration am 13. Oktober 2018 in Berlin - die deutsche Flagge ist nicht dabei. (picture alliance / NurPhoto / Eric Cortés)
Fahnen auf der "Unteilbar"-Demonstration am 13. Oktober 2018 in Berlin - die deutsche Flagge ist nicht dabei. (picture alliance / NurPhoto / Eric Cortés)

Schwarz-rot-gold − nein danke. Bei der "Unteilbar"-Demo in Berlin waren eher Regenbogenfarben anzutreffen. Doch gerade durch seine Migranten könne Deutschland einen positiven Umgang mit nationalen Symbolen lernen, meint Diana Kinnert, Unternehmerin und CDU-Mitglied.

Auf der "Unteilbar"-Demonstration am vergangenen Wochenende in Berlin wollten die Veranstalter die schwarz-rot-goldene Fahne nicht so gerne sehen. Das Eintreten für ein Deutschland ohne Rassismus sollte aus ihrer Sicht besser mit Symbolen der Vielfalt zum Ausdruck gebracht werden.

Die Unternehmerin Diana Kinnert, die CDU-Mitglied ist, äußerte darüber im Deutschlandfunk Kultur ihr Bedauern. Sie wünschte sich einen "gesunden Patriotismus" für Deutschland, sagte sie. Dieser drücke sich ihrer Ansicht nach darin aus, dass sich Menschen für die Gesellschaft, in der sie leben, einsetzen, "damit unter anderem der eigene Nachwuchs hier gut aufwächst", so Kinnert.

"Kosmopolitismus" und "Durchmischung"

Zu dieser Form des "gelebten Deutschseins" dürfe man dann auch die schwarz-rot-goldene Flagge zeigen. "Ich glaube, dass Kultur sinnstiftend und identitätsstiftend ist und dazu gehört eine Flagge auch", so die Unternehmerin.

Ein allgemein positiveres Verhältnis der Deutschen zu ihren nationalen Symbolen erwarte sie nicht zuletzt aufgrund eines "Kosmopolitismus, den wir durch Social Media beispielsweise erleben" und einer immer stärkere "Durchmischung" der Gesellschaft mit Menschen unterschiedlicher Herkunftsgeschichten. Denn diese Menschen seien oft besonders dankbar für die Erfahrung der Freiheit in einer offenen Gesellschaft.

Kinnert sagte: "Man kann natürlich die These vertreten, dass wir verkrampft wegen unserer Vergangenheit mit den deutschen Symbolen umgehen. Und da könnte das vielleicht die größte Bereicherung durch Migration und Integration in unserem Land sein, dass wir von anderen Menschen lernen, dass man dankbar sein darf, in diesem Land zu leben – mit den Freiheitswerten, die wir hier haben."

(huc)

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