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Tonart | Beitrag vom 27.06.2016

Nachlese der Jazzbaltica 2016Mitreißender Auftakt zum Jazz-Festival-Sommer

Matthias Wegner im Gespräch mit Mascha Drost

Ein Banner mit der Aufschrift "Jazzbaltica" hängt am Freitag (29.06.2012) in Niendorf beim Jazzbaltica Festival an einer Wand. (picture alliance / dpa / Malte Christians)
Ein Banner des Festivals Jazzbaltica in Niendorf an der Ostsee (picture alliance / dpa / Malte Christians)

Die Sommer-Festivalsaison im Jazz wurde am Wochenende eröffnet: In Niendorf an der Ostsee fand das Jazzbaltica statt, das gestern Abend zu Ende ging. Seit den frühen 90er-Jahren ist eines der bedeutenden Festivals seiner Art in Deutschland. Die diesjährige Ausgabe hat die Erfolgsgeschichte eindrucksvoll weitergeschrieben.

Zum fünften Mal in Folge hat der schwedische Posaunist Nils Landgren das Programm zusammengestellt und ist dabei wieder stärker zu Ursprüngen der Jazzbaltica zurückgekommen: Musiker und Bands aus dem Ostesseraum stehen wieder mehr im Mittelpunkt und neben der skandinavischen Szene wird vor allem die aktuelle deutsche Jazzszene ausführlich präsentiert. In diesem Jahr spielten auffällig viele Pianisten der Extra-Klasse bei der Jazzbaltica, darunter Wolfgang Dauner, Joachim Kühn, Omar Sosa und Iiro Rantala.

Die All-Star-Band als Höhepunkt zur Eröffnung

Beeindruckend war der Auftritt der Jazzbaltica-All-Star-Band, einer ausschließlich aus Musikerinnen zusammen gestellten Bigband, geleitet von der Schwedin Ann-Sofi Söderqvist. Farbenreich, klangschön und feinnervig wurde gleich der Eröffnungsabend zu einem der Höhepunkte des diesjährigen Festivals. Mitreißend waren auch zwei Duo-Konzerte: Der mittlerweile 80-jährige Pianist Wolfgang Dauner ließ sich mit seinem Sohn Florian (lange Jahre Schlagzeuger der "Fantastischen Vier") auf einen spannenden Dialog ein und der Finne Iiro Rantala erzeugte mit dem Gitarristen Ulf Wakenius ein Höchstmaß an Intimität und Intensität.

Der 2016er-Jahrgang der Jazzbaltica war in sich stimmig und sehr gut ausbalanciert und besonders erwähnenswert ist auch die engagierte Nachwuchsarbeit des Festivals mit Familienkonzerten, Off-Bühnen und dem begehrten Förderpreis, der in diesem Jahr an die hoch talentierte Bassistin Lisa-Rebecca Wulf verliehen wurde.

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