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Fazit / Archiv | Beitrag vom 01.11.2017

Nach Vorwürfen gegen Weinstein und SpaceyImmer mehr Opfer berichten über sexuelle Attacken Prominenter

Marcus Schuler im Gespräch mit Moderatorin Gabi Wuttke

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Auf dem Archivbild zu sehen ist der Schauspieler Kevin Spacey. (picture alliance / dpa / Vladimir Astapkovich)
Der Oscar-Preisträger Kevin Spacey (picture alliance / dpa / Vladimir Astapkovich)

Fast täglich gibt es neue Enthüllungen über sexuelle Angriffe in Hollywood. US-Korrespondent Marcus Schuller meint, dass die Welle der Offenbarungen von Opfern möglich wurde, da mit dem Fall Weinstein nun klar ist: Auch Prominente müssen Konsequenzen und Bestrafungen fürchten.

Alles begann mit Harvey Weinstein. Und wie es scheint, lösten die Enthüllungen über Weinsteins sexuelle Belästigungen und Angriffe gegen Kollegen eine sehr große Welle aus. "Ich glaube das wird so schnell nicht vorüber gehen" sagt US-Korrespondent Marcus Schuler. Nach Einschätzung von Experten seien die nun erfolgten - und wohl auch noch weitere - Enthüllungen durch den Fall Weinstein auch zu erwarteten gewesen. "Nun getrauen sich die Menschen etwas zu sagen gegen ihre Peiniger", denn nun werde sichtbar, dass diese auch eine Verfolgung durch ihre Umwelt und die Behörden erfahren.

Schwere Vorwürfe auch gegen Brett Ratner

"Je mehr das tun, umso mehr sind auch andere bereit, hier an die Öffentlichkeit zu gehen und zu berichten", so Schuler. Am brisantesten unter diesen nun aktuellen Enthüllungen sind nach Einschätzung Schulers aber wohl die Vorwürfe gegen Hollywood-Regisseur Brett Ratner.

Sechs Frauen haben Ratner sexuellen Missbrauch oder Belästigung vorgeworfen, wie nun bekannt wurde. Unter anderem beschuldigte Schauspielerin Natasha Henstridge den mit Filmen wie "Rush Hour" oder "X-Men: Der letzte Widerstand" bekannt gewordenen Ratner, er habe sie Anfang der 90er-Jahre gezwungen, ihn oral zu befriedigen, wie die "Los Angeles Times" berichtet.

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