Klangkunst, vom 13.03.2020, 00:05 Uhr

Nach Lord Byron: Hörstück zum AnthropozänDry Haze - Das Jahr ohne Sommer

Die eingetrübte Atmosphäre inspirierte Lord Byron.  (Foto: Werner Cee)
Die eingetrübte Atmosphäre inspirierte Lord Byron. (Foto: Werner Cee)

Im Jahre 1816, nach dem Ausbruch eines indonesischen Vulkans, verschleierte trockener Nebel den Himmel über weiten Teilen Europas und schirmte die Sonneneinstrahlung ab. Auch literarisch hatte die eingetrübte Atmosphäre Folgen, und inspirierte Lord Byron zu seinem berühmten Gedicht "Darkness". Heute dienen die Erfahrungen aus diesem "Jahr ohne Sommer" als Vorbild für das Geo-Engineering – den Versuch, die Erdatmosphäre mithilfe künstlicher Eingriffe abzukühlen. "Dry Haze" ist der Soundtrack zu dieser abgeschatteten Welt.

"I had a dream, which was not all a dream./The bright sun was extinguish’d, and the stars/Did wander darkling in the eternal space,/Rayless, and pathless, and the icy earth/Swung blind and blackening in the moonless air." (Lord Byron)


Dry Haze – Das Jahr ohne Sommer
Nach einem Text von Lord Byron
Von Werner Cee
Stimme: Rachel Unthank, Becky Unthank, Adrian McNally, Neville Tranter
E-Gitarre: Alf Terje Hana
E-Chin: Werner Cee
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2013
Länge: 47'31
Eine Wiederholung vom 15.11.2013


. (Deutschlandradio / Bettina Straub). (Deutschlandradio / Bettina Straub)Werner Cee, geboren 1953, ist Klangkünstler und Komponist. Er studierte Malerei, arbeitete in den 80er Jahren als Bildender Künstler und war gleichzeitig in der experimentellen Rockmusikszene aktiv. Zahlreiche Klang- und Lichtinstallationen. Seit 1997 komponiert er auch Hörstücke für den Rundfunk. 2010 erhielt er für "Winterreise" (HR 2010) den Prix Italia. Weitere Stücke: "Fires of the Earth" (SWR 2012), "Dry Haze" (DKultur 2013), "Accidental Paradise" (SWR/DKultur 2013) bilden ein Triptychon: "Das Anthropozän". Zuletzt für Deutschlandfunk Kultur: "KLIMA|ANLAGE" (2015), "Territorien" (2019).

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