Hörspiel, vom 10.11.2018

Nach dem Roman "Schuld und Sühne" von Fjodor M. DostojewskiRaskolnikoff

Dostojewskis Romanklassiker „Schuld und Sühne“ als Hörspiel. Gibt es einen Gott oder ist der Mensch allein seinem Gewissen verantwortlich? In der Rolle des Studenten Rodion Raskolnikoff brilliert der Ausnahmeschauspieler Oskar Werner.

Der russische Dichter Fjodor Michailowitsch Dostojewski nach einem Porträt des Malers Perow.  (picture alliance / dpa)
Der russische Dichter Fjodor Michailowitsch Dostojewski nach einem Porträt des Malers Perow. (picture alliance / dpa)

In "Schuld und Sühne" erzählt Dostojewski die Geschichte des Studenten Rodion Raskolnikoff, der eine Pfandleiherin ermordet hat und sich, ohne des Verbrechens überführt zu sein, zu seiner Tat bekennt. „Aber der Raskolnikoff dieses Hörspiels ist nicht der Raskolnikoff des Romans”, bemerkt Leopold Ahlsen zu seiner Bearbeitung. „Vor allem sind seine Motive nicht nur die des Buches. Hier wird dem Hörer eher ein "Ausschnitt aus Dostojewski", als speziell eine Dramatisierung von "Schuld und Sühne" vorgestellt. Ein solches synpotisches Verfahren kann hier angewendet werden, weil das Gesamtwerk dieses Dichters eine Einheit bildet wie sonst das keines anderen Autors der Weltliteratur.”

Raskolnikoff
Von Fjodor Dostojewski
Bearbeitung: Leopold Ahlsen
Komposition: Bernd Scholz
Mit Oskar Werner, Heinz Klevenow, Cordula Trantow, Karl Michael Vogler, Fritz Rasp, Karl Hanft, Ulrich Beige, Hans-Heinz Koesters, Heinrich Schweiger, Fritz Remond, Lina Carstens, Robert Micha

Produktion: BR/HR/SDR 1962
Länge: 93'

Hörspielmagazin Extra:
Form und Formlosigkeit - Der Prix Europoa 2018
Ein Beitrag von Jochen Meißner