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Wortwechsel / Archiv | Beitrag vom 12.08.2016

Muslime in DeutschlandSind türkische Religionsverbände zu einflussreich?

Moderation: Elke Durak

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Wer hat bisher das Sagen bei der Vermittlung des Islam in Deutschland? (dpa / Oliver Berg)
Wer hat bisher das Sagen bei der Vermittlung des Islam in Deutschland? (dpa / Oliver Berg)

"Erdogan in deutschen Klassenzimmern?" - Bedenken, die türkische Regierung könnte Einfluss auf den Islamunterricht in Deutschland nehmen, werden vor allem von CDU/CSU-Vertretern geäußert.

Sie fürchten, Ankara könnte mit Hilfe des größten türkischen Religionsverbandes in Deutschland, Ditib, nicht nur in den Schulunterricht sondern auch in Moscheen hineinregieren. Tatsächlich predigen in den Ditib-Moscheen bundesweit 970 Vorbeter, die von der türkischen Religionsbehörde geschickt und bezahlt werden. Angesichts von über vier Millionen Muslimen in Deutschland – Tendenz steigend – sagen auch Wohlmeinende:  Die Vermittlung des Islam in deutschen Schulen und Gebetsräumen müsse klug organsiert werden.

Wer hat bisher das Sagen bei der Vermittlung des Islam in Deutschland? Wie berechtigt ist die Angst vor dem Einfluss Erdogans? Welche Folgen hätte es, wenn die Zusammenarbeit mit den großen türkischen Islamverbänden auf Eis gelegt würde? Sollten Imame in Deutschland ausgebildet werden? Wie sinnvoll wäre eine Moscheesteuer?

Über diese und andere Fragen diskutieren im Wortwechsel:

Kerstin Griese,  Beauftragte für Kirchen und Religionsgemeinschaften der SPD-Bundestagsfraktion

Björn Thümler,  Vorsitzender & Religionspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion in Niedersachsen

Murat Kayman, Koordinator der DITIB Landesverbände in Deutschland

Bekim Agai, Direktor des Zentrums für islamische Studien Frankfurt / Gießen

Moderation: Elke Durak

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