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Neue Musik | Beitrag vom 18.04.2019

Musikszene New YorkFestival TIME:SPANS

Vorgestellt von Carolin Naujocks

(Thomas Fichter)
Für die New York Times stellt es einenen "entscheidenden Teil des New Yorker Kulturlebens" dar: Vor 10 Jahren wurde das Talea Ensemble gegründet (Thomas Fichter)

TIME:SPANS (Zeitspannen) heißt ein Festival für Neue Musik, dass die Earle Brown Music Foundation seit vier Jahren in New York ausrichtet. Auf dem Programm stehen ausschließlich Stücke des 21. Jahrhunderts.

Die New Yorker Musikszene hat einen ganz eigenen Sound entwickelt. Viele der Stücke sind ebenso minimalistisch wie konstruktiv angelegt und betonen auch dann noch das Prozesshafte von Klangvorgängen, wenn solche Prozesse abrupt abgeschnitten und dadurch "sichtbar" gemacht werden. In dieser Musikauffassung hat sich die reduzierte Ästhetik der New York School sedimentiert. Gleichzeitig kommen neue Erfahrungen hinzu: mit Elektronik, Klangerweiterung ins geräuschhafte Spektrum, Improvisation und Multimedialität.

Hier geht es zur Playlist der Sendung

Diese Klanglichkeit korrespondiert hervorragend mit der Ästhetik des Schweizer Komponisten Jürg Frey.

"Meine Musik", so Frey, "ist schweigsame Architektur. Sie ist wie das Schweigen eines Raumes, einer Mauer, einer Landschaft, wie Orte oder Plätze, die schweigen. Es ist schweigsame Musik, aber sie ist nicht abwesend. Sie ist nicht sprachlos, und sie bewegt sich auch nicht virtuos am Rande des Verstummens. In ihrer stillen Anwesenheit ist jedoch alles da: Farben, Empfindungen, Schatten, Dauern."

Aufzeichnung vom 02./04.08.2017 aus der Mary Flagler Cary Hall des DiMenna Center for Classical Music, New York

Christine Burke
"half murmur" für Kammerorchester (2017-18)

Talea Ensemble
Leitung: Jeffrey Means

Jeffrey Shivers
"minimum enclosure" (2017)

Talea Ensemble
Leitung: Jeffrey Means

Jürg Frey
Streichquartett 3 (2010-2014)

Quatuor Bozzini

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