Musikfeuilleton 

Julius Stern: Komponist, Dirigent und MusikpädagogePionier des Berliner Musiklebens

Der Komponist Julius Stern, Lithografie nach einer Fotografie, vor 1860 (picture alliance / Fine Art Images )

Julius Stern begann als Lehrling in einer Berliner Seiden-Fabrik. Bald aber gründete er einen Chor, ein Orchester und sogar eine Musikschule, die bald als „Stern'sches Konservatorium“ zu den wichtigsten Musikausbildungsstätten Deutschlands aufstieg.

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Swing-Klarinettist Artie Shaw"Mein Ziel ist die Perfektion"

Artie Shaw mit Klarinette, ungefähr 1940 (picture alliance / JT Vintage)

Einer der erfolgreichsten Musiker der Swing–Ära war der Klarinettist Artie Shaw. Aber auch auf dem Höhepunkt seines Erfolges blieb er immer ein Fragender und Suchender. Er wandte sich der Klassik zu und versuchte sich auch als Schriftsteller.

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Robert Schumanns "Erinnerungen an Felix Mendelssohn"Stenogramm einer Künstler-Freundschaft

Anonymes Gemälde mit dem Porträt des Komponisten aus dem Conservatorio di Musica S.Pietro a Majella / Napoli. (imago images / Leemage)

Leipzig, 4. November 1847. Die Mendelssohn-Gemeinde trauert um ihren gefeierten Komponisten. Robert Schumann sortiert daraufhin seine seit 1835 festgehaltenen Erinnerungen, notiert in der Art eines Biographen. Erst 100 Jahre später werden sie publik.

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Jean Sibelius und "Ainola"Ein Traumhaus zum Komponieren und Radio hören

Eine gemütliche graue Sesselkombination steht um einen quadratischen Tisch vor einer deckenhohen Bücherwand. (picture alliance / dpa / Lehtikuva / Heikki Saukkomaa)

40 Kilometer nördlich von Helsinki liegt die Stadt Järvenpää: Hier entstand um die Wende zum 20. Jahrhundert eine Künstlerkolonie, die auch den Komponisten Jean Sibelius anzog. Mehr als 50 Jahre lang blieb das Haus namens "Ainola" seine Heimat.

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"Klanggestalten" - Instrumentenbauer stellen ausFichte, Ahorn, Fernambuk

(Christine Anderson)

"Anspielen, Hören, Entdecken", unter diesem Motto stand im November 2019 in Berlin ein Treffen europäischer Streichinstrumentenbauer. Es wurden neue Meisterinstrumente und -bögen ausgestellt und von Berliner Musikern in Klangproben und Konzerten präsentiert.

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Das Schlosstheater Drottningholm Barockoper im Spukschloss

Blick auf das Schlosstheater Drottningholm  (picture alliance/dpa - IBL Schweden)

Westlich von Stockholm findet sich das am besten erhaltene Barocktheater Europas, das Schlosstheater Drottningholm. Die Bühnentechnik ist noch original. Heute werden im Schlosstheater in den Sommermonaten Opern des 17. und 18. Jahrhunderts aufgeführt.

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Klassik-Boom ohne InstrumenteDer letzte Klavierbauer Georgiens

Blick auf alte Klaviertasten, über denen ein georgischer Schriftzug zu sehen ist. (deutschlandradio / Cornelia de Reese)

Tiflis ist eine Musikstadt. Die Klavierbautradition wurde hier von Deutschen begründet. Doch der Zerfall der Sowjetunion brachte den Instrumentenfabriken das Ende. Heute ist Sergo Ajvazov der letzte Klavierbauer Georgiens.

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Zeitschriften für neue MusikMüde von der Theorie

Ausschnitt aus dem Cover der Ausgabe Nr. 122 der Zeitschrift positionen. (positionen / Archiv)

Viele Zeitschriften für neue Musik setzen neuerdings auf ein schrilles Erscheinungsbild. Sind polarisierende Statements, Anekdoten und subjektive Schilderungen wirklich notwendig, um die Leserschaft zu halten?

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Gestrandet in RheinsbergKlangforschung in Quarantäne

Junge Musiker des OEIN-Orchesters mit ihren Flöten im Innenhof der Musikakademie Rheinsberg (OEIN / Ariel Amador)

Das "Orquesta Experimental de Instrumentos Nativos" war nach Deutschland gekommen, um mit dem Berliner Solistenensemble PHØNIX16 das Festival MaerzMusik zu eröffnen. Gut zwei Monate lang saßen die 25 Musiker und Musikerinnen in Rheinsberg fest.

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Klang und Musik bei Joseph Beuys"Ich höre die Bäume"

Der Künstler steht in der Natur mit geschlossenen Augen. (imago images / Sven Simon)

2021 wird die Kunstwelt den 100. Geburtstag von Joseph Beuys feiern. Der Umgang des Künstlers mit dem Hörbaren in seiner Umgebung wirkt bis heute utopisch - ein guter Grund, sich seinem Denken schon in diesem Jahr zu nähern.

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Der Schott Verlag wird 250 Ein Verlag und seine Komponisten

Der Komponist und Dirigent Werner Egk 1963 in seinem Haus in Lochham bei München am Flügel. (picture-alliance / dpa - DB)

Zum 250-jährigen Bestehen des Schott-Verlags. 1770 in Mainz gegründet, wird der Umgang mit seinen Autoren in der NS-Zeit beleuchtet. Das Schicksal der Exilkomponisten Paul Hindemith und Ernst Toch wird mit dem in Deutschland wirkenden Werner Egk verglichen.

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Die legendären Wolga-Tourneen des Dirigenten Sergej Kussewitzky"Nur keinen Haydn und Mozart"

"Die Wolgatreidler": Dieses Gemälde über das Elend der Landbevölkerung machte den russischen Künstler Ilja Repin berühmt.   (picture alliance / akg)

Der Dirigent und Musik-Verleger Sergej Kussewitzky machte sich in seinen frühen Jahren besonders für die junge russische Avantgarde stark. Er unterhielt ein eigenes Orchester, mit dem er wochenlange Wolga-Tourneen per Dampfer unternahm: 1910, 1912 und 1914.

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Beethovens späte Quartette als Projektionen auf die Zukunft „Mit innigster Empfindung“

Ein Autograph von Ludwig van Beethoven. Es sind Skizzen zu seiner Großen Fuge B-Dur für Streichquartett. (Sotheby's)

Auch in der Musik gibt es Werke, die das Zeitgefühl aufheben, die sich so weit über die Formensprache ihrer Epoche erheben, dass sie als „zeitlos“ wahrgenommen werden. Ludwig van Beethovens fünf späte Streichquartette gehören dazu.

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Dmitrij Schostakowitsch am KlavierDer Komponist als Interpret

Der Komponist Dimitri Schostakowitsch arbeitet 1941 in seiner Wohnung an der Niederschrift der 7. Symphonie C-Dur (Leningrad) op.60 (picture-alliance / akg-images)

Dmitrij Schostakowitsch war nicht nur Komponist, sondern auch ausgebildeter Pianist. Er hat vor allem eigene Werke regelmäßig aufgeführt. Der Dirigent Nikolai Malko schrieb, Schostakowitschs Klavierspiel sei „eher überraschend als bewundernswert“.

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Musikprojekte von und mit Geflüchteten Klänge der Hoffnung

Die "Banda Internationale Dresden" bei einem Auftritt (deutschlandradio)

Mehr als eine Million Menschen sind seit 2015 nach Deutschland geflohen. Das wirkungsvollste Gegengewicht zu ihren traumatischen Erfahrungen ist die Musik. Rund 450 Projekte listet das Portal „Musik und Integration“ des Deutschen Musikinformationszentrums auf.

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Der chinesische Komponist Xilin Wang und seine Musik des inneren Aufruhrs Ein Überlebender der Kulturrevolution

(deutschlandradio / SHI Hong Wei)

Zunächst ganz auf der Seite des Kommunismus in der jungen Volksrepublik China, geriet Xilin Wang, geboren 1936, unter konterrevolutionären Verdacht: 14 Jahre Straflager und Verbannung, die ihn nicht brechen konnten. Er komponierte mit überwältigender Kraft.

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Die Beethoven-Autographe in der Berliner Staatsbibliothek„Diesen Kuß der ganzen Welt!“

Noten und Schriftzug "Kuss" in Beethovens Autograph. (SBB-PK / Hagen Immel)

Wo liegt Beethovens Brief an die "Unsterbliche Geliebte"? In Wien oder Bonn? In Berlin. Über die Hälfte der erhaltenen Originalhandschriften Beethovens befindet sich in der Berliner Staatsbibliothek: Skizzen, Briefe, Partituren und 137 Konversationshefte.

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Zum 400. Geburtstag des Tiroler Geigenbauers Jakob StainerHandwerkskunst zwischen Schulden und Inquisition

Eine Bratsche aus der Werkstatt von Jacob Stainer. (imago images / Artokoloro)

Streichinstrumente aus dem 17. Jahrhundert sind gefragt. Man denkt dabei an die Instrumente von Amati, Stradivari und Guarneri. Für Barockgeigerinnen ist allerdings ein anderer Name viel interessanter: Jakob Stainer aus Tirol.

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Die Griots Gambias – Virtuosen auf der KoraBalance zwischen Tradition und Moderne

Der Musiker hält sein Instrument in der Hand, das aus einem halbkugeligen Körper besteht, auf dem ein Steg mehrere Saiten hält.  (deutschlandradio / Bettina Brand)

Einst war in Westafrika das Spiel der Kora nur wenigen Männern aus bestimmten Familien vorbehalten, den Familien der Griots, die damit ihre epischen Balladen begleiteten. Heute spiegelt sich in den Liedern, die zur Kora gespielt werden, die gesellschaftliche Gegenwart.

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Die zauberhaft realen Musikautomaten des Musée Mécanique in San FranciscoMusikalische Zeitmaschinen

300 Automaten beherrbergt das Musée Mécanique, und jeden einzelnen davon können die Besucherinnen mit Vierteldollar-Münzen zum Leben erwecken. (deutschlandradio / Golo Föllmer)

Dan Zelinsky in San Francisco besitzt eine außergewöhnliche Sammlung historischer Musikautomaten und mechanischer Spielmaschinen. Sie alle funktionieren noch und dürfen benutzt werden.

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Die Pioniere der MikrotonmusikMit Tönen zwischen den Tönen

Fotographie des Klavieres mit einer erweiterten Tastatur. (August Förster GmbH / Archiv)

Im traditionellen westlichen Tonsystem besteht eine Oktave aus 12 Halbtönen. Vor ca. 100 Jahren überlegten Musiktheoretiker und Komponisten, ob und wie auch die dazwischen liegenden Mikrotöne als kompositorisches Material geeignet wären.

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"Bizarr, schroff und capriciös"Beethoven in den Augen seiner Gegner und Feinde

Fotographie einer Postkarte um 1920, die einen idealisierten Beethoven mit wilden Augen zeigt. (imago images / UIG)

Heute ist es kaum vorstellbar, doch Beethovens Instrumentalwerke wurden bei Uraufführungen oft verrissen. Schwer fasslich, zu dissonant erschienen sie den zeitgenössischen Kritikern und Verlegern. Auch Folgegenerationen fragten: Muss man Beethoven lieben?

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Der Prominenten-Friedhof des Neujungfrauen-Klosters in MoskauLetzte Ruhe für singende Seelen

Das Grabmal zeigt den Geiger mit seinem Instrument spielend als große Plastik. (picture-alliance/ dpa / Vladimir Raitman)

Der Friedhof des Neujungfrauen-Klosters in Moskau ist kein gewöhnlicher Kirchhof. Denn hier liegen prominente Größen der russisch-sowjetischen Musik-Szene. Skrjabin, Prokofjew, Rostropowitsch und viele andere sind hier begraben.

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Die Losreißung des Morton Feldman„Klänge um Nichts“

Der Komponist sitzt mit seinem für ihn typischen Hut und raucht. (Edition Peters Group)

Der amerikanische Komponist Morton Feldman stellte sich radikal gegen das System-Denken in der Kunst. In seinen Schriften bezieht er sich dabei unter anderem auf den Philosophen Sören Kierkegaard.

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