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Tonart | Beitrag vom 30.08.2019

Musikfest BerlinBerlioz im Klanggewand seiner Zeit

Winrich Hopp im Gespräch mit Carsten Beyer

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John Eliot Gardiner dirigiert das Orchestre Révolutionnaire et Romantique. (Berliner Festspiele / Chris Christodoulou)
Musikfest-Eröffnung mit Instrumenten der Berlioz-Zeit: Das Orchestre Révolutionnaire et Romantique mit seinem Gründer John Eliot Gardiner (Berliner Festspiele / Chris Christodoulou)

Mit dem Musikfest beginnt in Berlin die neue Konzertsaison. Der Schwerpunkt des Orchesterfestivals liegt diesmal auf Werken des französischen Komponisten Hector Berlioz – die auch auf historischen Instrumenten interpretiert werden.

Das Musikfest Berlin eröffnet nach der Sommerpause die Konzertsaison. Die Berliner Festspiele veranstalten dieses internationale Orchesterfestival in Kooperation mit der Stiftung Berliner Philharmoniker. In diesem Jahr sind unter anderem Spitzenensembles aus London, Tel Aviv, Amsterdam und Tokio mit dabei – und aus Berlin natürlich auch.

Unter den 50 Solistinnen und Solisten, die zum Festival anreisen, sind Stars wie die Geigerin Isabel Faust, die Bratschistin Tabea Zimmermann oder der französische Pianist Pierre Laurent Aimard.

Erstes Gastspiel von Simon Rattle

Zum ersten Gastspiel überhaupt mit seinem neuen Orchester, dem London Symphony Orchestra, wird der Dirigent Simon Rattle in die Berliner Philharmonie kommen, nach seinem Wechsel von der Spree an die Themse. "Das ist für uns alle etwas total Besonderes", sagt Winrich Hopp, der künstlerische Leiter des Musikfestes, im Deutschlandfunk Kultur. Er sei auch richtig stolz darauf, das Konzert zu haben, das ein Programm mit Werken von Hans Abrahamsen und Olivier Messiean bieten werde.

Ebenfalls ein besonderer Abend steht mit dem Auftritt des Israel Philharmonic Orchestra in der Philharmonie auf dem Programm. Deren Dirigent, der 83-jährige Zubin Mehta, wird sich nach dem Abschluss der derzeitigen Tournee vom Pult zurückziehen. "Dass er jetzt nach Berlin kommt, um sich von diesem Orchester zu verabschieden, finde ich eine ganz tolle Sache", freut sich Winrich Hopp. Das Konzert wird Musik von Ödon Pártos und Felix Mendelssohn Bartholdy bieten - und das wohl bekannteste Werk von Hector Berlioz, die "Symphonie Fantastique".

Schwerpunkt zum 150. Todesjahr von Hector Berlioz

Die Musik des französischen Komponisten bildet in diesem Jahr den Schwerpunkt des Musikfestes. Man habe das 150. Todesjahr von Hector Berlioz als Anlass dafür genommen, erklärt Winrich Hopp. Mit einer halbszenischen Aufführung von dessen  Opéra comique "Benvenuto Cellini" wird das Festival am Samstag offiziell eröffnet.

Dargeboten vom Orchestre Révolutionnaire et Romantique und dem Monteverdi Choir und unter der Leitung von John Eliot Gardiner werde diese Oper beim Musikfest erstmals auf historischen Instrumenten der Berlioz-Zeit gespielt. "Das ist etwas ganz anderes, als der heutige Klang", sagt Winrich Hopp, "man hat jetzt diese tolle Gelegenheit, wirklich Berlioz im Klanggewand seiner Zeit zu hören."

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