Seit 09:05 Uhr Im Gespräch

Freitag, 15.11.2019
 
Seit 09:05 Uhr Im Gespräch

Kulturnachrichten

Samstag, 5. Mai 2018

Musiker Abi Ofarim ist tot

Als Duo Esther&Abi Ofarim große Erfolge gefeiert

Der israelische Musiker Abi Ofarim ist tot. Der 80-Jährige starb nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Freitag in München. Ofarim feierte in den 1960er Jahren mit seiner ersten Frau große Erfolge im Duo Esther & Abi Ofarim. Es folgten Alkohol- und Drogenexzesse und zahlreiche Negativ-Schlagzeilen. Anfang der 1980er Jahre berappelte sich Ofarim und brachte ein neues Album auf den Markt, später arbeitete er als Produzent. Im Januar 2017 wurde der Sänger schwer krank.

"Sarkastischer Witz" und "tragischer Humor" geehrt

Regisseurin Karin Henkel mit Theaterpreis Berlin ausgezeichnet

Zum Auftakt des Berliner Theatertreffens am heutigen Samstag wurde die Regisseurin Karin Henkel mit dem Theaterpreis Berlin ausgezeichnet. Die gebürtige Kölnerin erhält den Preis der Stiftung Preußische Seehandlung für ihre herausragenden Verdienste um das deutschsprachige Theater. Henkel untersuche in ihren Inszenierungen konsequent die Grundbedingungen sozialen Zusammenlebens, erklärte die Jury des Theaterpreises: "So wie ihre Tragödien bisweilen mit sarkastischem Witz gesättigt sind, zeigen ihre Komödien die tragische Grundierung von Humor, und ihr feines Gespür für ihre Schauspielerinnen und Schauspieler ermöglicht es Karin Henkel, diese Grenzen beständig neu auszuloten." Die Auszeichnung ist mit 20 000 Euro dotiert. Das Preisgeld spende Henkel dem in Berlin ansässigen Verein Háwar.Help und insbesondere dessen Projekt "Back to Life", teilten die Berliner Festspiele mit. In dem Projekt wird jesidischen Frauen geholfen, die Opfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) geworden sind.

US-Autor Diaz zieht sich von Festival zurück

Diaz: "Ich übernehme die Verantwortung für meine Vergangenheit"

Nach Vorwürfen über sexuelles Fehlverhalten hat sich der US-Schriftsteller Junot Diaz von dem Autorenfestival in Sydney zurückgezogen. Dies gab am heutigen Samstag das Festival bekannt. Der Pulitzerpreisträger Diaz war auf einer Veranstaltung des Festivals von seiner Kollegin Zinzi Clemmons konfrontiert und beschuldigt worden, sie vor sechs Jahren als Studentin in eine verletzliche Lage gebracht zu haben. Clemmons twitterte später, Diaz habe sie gewaltsam in die Enge getrieben und geküsst. Anschließend twitterten auch die Autorinnen Carmen Maria Machado und Monica Byrne, sie seien ebenfalls unangemessen und aggressiv von Diaz behandelt geworden. Im April hatte Diaz in der "New Yorker" über seine eigene Erfahrung mit Vergewaltigung im Alter von acht Jahren berichtet. Er übernehme die Verantwortung für seine Vergangenheit: "Das ist der Grund, warum ich entschieden habe, die Wahrheit über meine Vergewaltigung (in der Kindheit) und ihre schädlichen Auswirkungen zu erzählen", erklärte Diaz.

Umstrittene Karl-Marx-Statue in Trier enthüllt

Wagenknecht: Marx Ziel sei Demokratie gewesen

Unter Protesten der Anhänger der spirituellen chinesischen Bewegung Falun Gong ist in Trier eine mehr als fünf Meter hohe Statue von Karl Marx enthüllt worden. Die Statue wurde von der Volksrepublik China geschenkt. Dem Staat werden brutale Falter an Falun Gong-Praktizierenden vorgeworfen und Achtung der Menschenrechte gefordert, wie Deutschlandfunk-Korrespondentin Anke Petermann berichtete. Zudem eröffnete die Friedrich-Ebert-Stiftung das Museum Karl-Marx-Haus. Nach Ansicht von Linken-Fraktionschefin Wagenknecht sind die Thesen von Karl Marx nicht für die Verbrechen verantwortlich, die im Namen des Kommunismus begangen wurden. Marx habe an keiner Stelle eine verstaatlichte Planwirtschaft gefordert, sagte sie der "Rhein-Neckar-Zeitung" aus Heidelberg. Sein Ziel sei Demokratie gewesen. Der Grünen-Vorsitzende Habeck meinte in der "Rheinischen Post" aus Düsseldorf, einzelne Aspekte im Denken von Karl Marx seien "erstaunlich zeitgemäß".

Belästigungsvorwürfe: Offener Brief pro Henke

20 Frauen aus der Film- und Fernsehindustrie unterstützen WDR-Programmchef

In einem offenen Brief haben sich 20 Frauen aus der Film- und Fernsehindustrie zu Wort gemeldet. Sie berichten über positive Erfahrungen in der Arbeit mit dem
Leiter des Programmbereichs Fernsehfilm, Kino und Serie beim WDR, Gebhard Henke. In dem Brief heißt es: "Gebhard Henke ist uns und unserer Arbeit in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten stets respektvoll begegnet. Wir schätzen ihn, seine Arbeit und seine Integrität." Die Auseinandersetzung mit den Vorwürfen solle differenziert geführt werden. Zu den Unterzeichnern gehören u.a die Schauspielerin Iris Berben und die Regisseurin Hermine Huntgeburth. Gebhard Henke ist zur Zeit vom WDR freigestellt, nachdem ihm sechs Frauen, darunter die Autorin Charlotte Roche, sexuelle Belästigung vorgeworfen haben. Henke bestreitet die Vorwürfe.

Schauspieler Wolfgang Völz gestorben

Völz starb am Mittwoch im Alter von 87 Jahren

Der Schauspieler Wolfgang Völz ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa starb er am Mittwoch. Völz stand für mehr als 600 Fernseh- und rund 150 Kinofilme vor der Kamera. Völz war Mitglied der "Raumpatrouille Orion", der Butler in der ARD-Serie "Graf Yoster gibt sich die Ehre" und Sir John in den Edgar-Wallace-Parodien "Der Wixxer" und "Neues vom Wixxer". Als Synchronsprecher lieh er seine markante Stimme Stars wie Walter Matthau, Peter Ustinov und Mel Brooks. Kindern war Völz als die Stimme von Käpt'n Blaubär aus der "Sendung mit der Maus" bekannt.

PEN-Zentrum fordert Moratorium für Marx-Denkmal

Solidarisierung mit der chinesischen Dichterin Liu Xia erhofft

Der Schriftstellerverband PEN-Zentrum Deutschland fordert die Stadt Trier auf, die für diesen Samstag geplante Eröffnung des von China geschenkten Karl-Marx-Denkmals zu verschieben. Vor der Enthüllung der fünfeinhalb Meter hohen Marx-Statue solle das PEN-Ehrenmitglied, die chinesische Dichterin Liu Xia, aus dem 2010 verhängten Hausarrest entlassen und ihr die Ausreise erlaubt werden. Der PEN-Vizepräsident Ralf Nestmeyer ist sich in einem offenen Brief an den Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe sicher, dass dies im Sinne von Karl Marx gewesen sei. Marx sei als Redakteur der "Rheinischen Zeitung" wiederholt entschieden für die Freiheit des Wortes eingetreten. Eine Verschiebung der Denkmaleröffnung und die Solidarisierung mit dem "gesundheitlich schwer angeschlagenen Ehrenmitglied Liu Xia" wäre ein deutliches Signal für die Meinungsfreiheit, so der PEN-Vizepräsident.

Schriftsteller sehen Zukunft für Literaturnobelpreis

Sibylle Lewitscharoff und Martin Walser rechnen mit Umorganisieren der Akademie

Die Schriftsteller Sibylle Lewitscharoff und Martin Walser glauben an die Zukunft des Literaturnobelpreises. Sie halte den Preis für wesentlich, sagte Lewitscharoff dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Sie glaube nicht, dass der Nobelpreis das Schicksal des Echos teilen werde, sagte die Büchnerpreisträgerin. Im Gegensatz zum Echo sei der Literaturnobelpreis ein Qualitätspreis, der erhalten werden müsse. Auch Walser hält langfristige Folgen des aktuellen Skandals für unwahrscheinlich. "Die Akademie wird sich umorganisieren, und dann wird alles weitergehen wie bisher." Die Schwedische Akademie hatte erklärt, den Literaturnobelpreis in diesem Jahr nicht zu verleihen. Auslöser für die Krise war ein Belästigungs- und Korruptionsskandal innerhalb der Akademie. Preisträger 2018 soll zusammen mit Preis für 2019 verkündet werden.

Kulturnachrichten hören

Mai 2018
MO DI MI DO FR SA SO
30 1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31 1 2 3

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur