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Montag, 30.11.2020
 
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Kulturnachrichten

Donnerstag, 30. April 2020

Museumsbund begrüßt Zuschuss zu Schutzvorrichtungen

Der Deutsche Museumsbund begrüßt, dass der Bund Museen und Gedenkstätten mit 10 Millionen Euro unterstützt. Diese Maßnahme werde dauerhaft die Zugänglichkeit von Kultureinrichtungen sichern, teilte der Verband mit. Nach Informationen der Funke Mediengruppe wird das Geld aus dem Etat von Kulturstaatsministerin Grütters bereitgestellt, um für die Kosten von Schutzvorrichtungen und Hygienemaßnahmen aufzukommen. Dem Bericht zufolge stehen insbesondere kleine und mittlere Museen, Ausstellungshallen, Gedenkstätten sowie sozio-kulturelle Zentren und Kulturhäuser im Fokus der Maßnahmen. Die Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen für Museen sind unterschiedlich geregelt. Die ersten Häuser dürfen am kommenden Montag wieder öffnen.

Deutsche Journalisten mahnen Pressefreiheit an

Pressekonferenzen ohne Journalisten, durch Regierungsvertreter geschönte Fragen und die fehlende Möglichkeit zu Nachfragen: Die Bundespressekonferenz und die Landespressekonferenzen sorgen sich im Shutdown um die Pressefreiheit in Deutschland. In einem Schreiben fordern sie Bund und Länder auf, diese zu achten. Man habe Verständnis dafür, dass es Einschränkungen in der Pandemie gebe. Aber mit "Sorge nehmen wir wahr, dass es immer wieder zum Negativen veränderte Bedingungen im Informationsfluss zu geben scheint", heißt es.

BGH entscheidet zugunsten von Moses Pelham

Das Oberlandesgericht Hamburg muss erneut entscheiden, aber die Richtung ist klar: Dass der Musikproduzent Moses Pelham 1997 eine Sequenz aus dem Werk der Band Kraftwerk sampelte, war nicht rechtswidrig. Das hat der Bundesgerichtshof geurteilt. Zwei Sekunden der Elektropop-Pioniere waren 1997 ungefragt für einen Song der Sängerin Sabrina Setlur verwendet worden. Das sei nach deutschen Recht damals zulässig gewesen. Erst im Dezember 2002 wurde dies durch eine entsprechende EU-Richtlinien klar untersagt. Ein Ende des Prozesses, den Kraftwerk seit 20 Jahren führen, ist damit absehbar.

BBC muss 125 Mio Pfund einsparen

Die BBC muss in diesem Jahr 125 Millionen Pfund einsparen. Das teilte die britische Rundfunkanstalt ihren Mitarbeitern mit. Über jedes Pfund, das während der derzeitigen Sperre durch das Coronavirus ausgegeben werden soll, müsse genau nachgedacht werden, heißt es. Leitende Führungskräfte würden ihre Gehälter bis August 2021 einfrieren und alle nicht unbedingt notwendigen Einstellungen im Rahmen der Kostensenkungsmaßnahmen zurückgestellt. Mitarbeiter seien eingeladen, Teilzeit zu arbeiten oder unbezahlten Urlaub zu nehmen. Die BBC ist zum Sparen angehalten und steht mit Regierungschef Boris Johnson vor einem massiven Umbau.

Bollywoods Rishi Kapoor an Leukämie gestorben

"Ein Kraftwerk von Talent." Mit diesen Worten hat Indiens Regierungschef Narendra Modi den Schauspieler Rishi Kapoor gewürdigt. Der bekannte Bollywood-Schauspieler starb in Mumbai mit 67 Jahren an Blutkrebs, der vor zwei Jahren diagnostiziert worden war. Kapoor stammte aus einer Familie von Schauspielern, Produzenten und Theaterpersönlichkeiten. Er begann seine Karriere als Kind in einem Film seines Vaters. Mit seiner ersten Hauptrolle wurde er als romantischer Held zum Frauenschwarm. Seine Karriere dauerte fünf Jahrzehnte.

Schwedische Schriftstellerin Maj Sjöwall ist tot

Die schwedische Schriftstellerin und Übersetzerin Maj Sjöwall, die in Deutschland vor allem für ihre Krimireihe über den Kommissar Martin Beck bekannt wurde, ist gestorben. Nach langer Krankheit sei sie im Alter von 84 Jahren friedlich eingeschlafen, berichteten mehrere schwedische Medien. Ihr schwedischer Verlag Piratförlaget schrieb auf Facebook: "Ruhe in Frieden, geliebte Maj!" Gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Per Wahlöö hatte Sjöwall zwischen 1965 und 1975 die zehnteilige Romanreihe über Kommissar Beck geschrieben, die später als Vorreiter der Skandinavienkrimis betrachtet wurde. Die Werke wurden in mehrere Sprachen übersetzt und stellten zudem die Grundlage für die deutsch-schwedische Krimi-Filmreihe "Kommissar Beck" dar.

Starkes Nutzerwachstum bei Spotify

Der weltgrößte Musikstreamingdienst Spotify ist in der Coronavirus-Pandemie gewachsen. Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer sei um 31 Prozent auf 286 Millionen gestiegen, teilte das schwedische Unternehmen mit. Davon hätten 130 Millionen den Premiumdienst abonniert, für den monatliche Gebühren fällig werden. Im Vorjahreszeitraum waren die monatlichen Nutzerzahlen um 25 Prozent in die Höhe geklettert. Der Umsatz des Musikstreaming-Pioniers stieg zum Jahresstart um 22 Prozent auf 1,85 Milliarden Dollar. Dagegen legten die Werbeeinnahmen, entgegen der Erwartung des Management, nicht zu. Laut Spotify sind wegen der Coronakrise im März Anzeigenkampagnen gekündigt oder pausiert worden.

Eisenacher Bachhaus öffnet wieder

Nach siebenwöchiger Pause öffnet das Bachhaus in Johann Sebastian Bachs Geburtsstadt Eisenach am 4. Mai wieder für Besucher. Wegen der Corona-Pandemie sind aber Gruppenbesuche, Führungen und Vorführungen der barocken Musikinstrumente noch nicht wieder möglich. Auch das Museumscafé bleibe noch geschlossen, der Garten sei jedoch wieder offen, teilte das Bachhaus mit. Die Eintrittspreise sollen wegen der Einschränkungen bis zur Öffnung der Hotels und Gaststätten halbiert werden. Das Bachhaus Eisenach ist mit über 250 originalen Exponaten eine der bedeutendsten Ausstellungen zum Leben und der Musik von Johann Sebastian Bach.

Schauspielhaus Bochum erhält Martin Linzer Preis

Der diesjährige Martin Linzer Theaterpreis der renommierten Fachzeitschrift Theater der Zeit geht an das Schauspielhaus Bochum. "Das Theater, das man in Bochum sehen kann, handelt von der tragischen oder komischen Selbstverstrickung des Menschen", heißt es in der Begründung des Jurors Jakob Hayner. Besonders hervorzuheben seien das herausragende Ensemble und die Inszenierung von Anton Tschechows "Iwanow" von Intendant Johan Simons. Das sei ein Abend, der über Monate im Gedächtnis bleibe, so Hayner. Wegen der Corona-Maßnahmen soll die Preisverleihung im Schauspielhaus Bochum voraussichtlich erst im Herbst stattfinden.

documenta-Archiv mit neuer Leitung

Die Kunsthistorikerin Nadine Oberste-Hetbleck wird neue Direktorin des documenta-Archivs. Sie folgt damit auf Birgit Jooss, die im Februar an das Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München gewechselt war, teilte die documenta mit. Oberste-Hetbleck wird auch den Aufbau des documenta-Instituts mitgestalten, das zunächst unter dem Dach der documenta und Museum Fridericianum gGmbH in Kooperation unter anderem mit dem Bund und der Universität Kassel entsteht. Oberste-Hetbleck kommt vom Kunsthistorischen Institut der Universität Köln und leitet das documenta-Archiv ab 1. August.

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