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Interview / Archiv | Beitrag vom 27.10.2016

Museum der Moderne in Berlin"Überdimensionierte Wellblechhütte"

Carsten Probst im Gespräch mit Liane von Billerbeck und Hans-Joachim Wiese

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Es ist entschieden: Das Museum der Moderne in Berlin wird vom Schweizer Architekturbüro Herzog & de Meuron gebaut (picture alliance / dpa / Sophia Kembowski)
Das neue Museum der Moderne als Modell: 2021 soll es dann tatsächlich fertig sein (picture alliance / dpa / Sophia Kembowski)

Das Architekturbüro Herzog & de Meuron hat den Zuschlag für das Museum der Moderne in Berlin bekommen. Der Entwurf der Schweizer überzeugt unseren Kritiker Carsten Probst erst nach einem Blick ins Innere des geplanten Gebäudes.

Das Architekturbüro Herzog & de Meuron soll das Museum der Moderne in Berlin bauen. Die Planer aus Basel gewannen einstimmig den Realisierungswettbewerb und verwiesen damit 39 andere, zum Teil hochkarätige Büros auf die Plätze.

Für Kulturstaatsministerin Monika Grütters haben die Schweizer einen "grandiosen Entwurf" vorgelegt. Ganz so euphorisch ist unser Architekturkritiker Carsten Probst nicht. Der Entwurf hat für ihn die Anmutung einer "überdimensionierten Wellblechhütte".

Der vieldeutige Entwurf passt zu Berlin

Im Deutschlandradio Kultur sprach er von "Nutzarchitektur", die auf den ersten Blick unspektakulär wirke. Erst beim "Blick nach innen" werde der Entwurf dann aufgrund zwei sich kreuzender Achsen "raffiniert". Die Qualität des Entwurfs sei, das er alles mit allem verbinde und sich dabei nicht aufdränge, sagte Probst. Er sei zudem vieldeutig und passe damit zu Berlin.

Das neue Museum soll zwischen der Neuen Nationalgalerie von Mies van der Rohe und der Berliner Philharmonie von Hans Scharoun entstehen. Er soll bis zum Jahr 2021 fertiggestellt werden, 200 Millionen Euro stehen dafür zur Verfügung. Das Büro Herzog & de Meuron hat bereits die Allianz Arena in München und die Elbphilharmonie in Hamburg entworfen.

Der erste Eindruck: Das kann nicht wahr sein! Der zweite Eindruck: Warum eigentlich nicht? Der dritte: Es geht gar nicht anders! Ein Kommentar von Maria Ossowski (2:33 min.):

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