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Kulturnachrichten

Freitag, 22. April 2016

Museen kaufen Nachlass von Bauhaus-Fotograf Umbo

Sein Werk steht für die Fotografie der Moderne

Drei deutsche Museen haben den Nachlass des Bauhaus-Fotografen Otto Maximilian Umbehr - genannt Umbo - erworben. Der Künstler (1902-1980) habe in seinen Fotografien faszinierende Wirklichkeiten durch Verfremdungseffekte geschaffen, teilte die Kulturstiftung der Länder in Berlin mit. Die Berlinische Galerie, das Sprengel Museum Hannover und die Stiftung Bauhaus Dessau kauften den Nachlass, zu dem etwa 600 Fotos und Schriftstücke gehören, mit Hilfe von Förderern. Umbehr sei neben László Moholy-Nagy der bedeutendste Fotokünstler, der aus dem Bauhaus hervorgegangen sei. Sein Werk stehe bis heute für die Fotografie der Moderne. Umbehr hatte in den 1920ern das staatliche Bauhaus in Weimar besucht und später in Berlin fotografiert.

Obduktion von Prince hat begonnen

Behörde: Untersuchung könnte Wochen dauern

Nach dem Tod des Popstars Prince hat die Untersuchung des Leichnams begonnen. Die zuständige Pathologin Angelique Quinn Strobl, die seit mehr als zehn Jahren praktiziere, habe am Freitagmorgen (Ortszeit) die Autopsie aufgenommen, teilte die gerichtsmedizinische Behörde in der Stadt Ramsey im US-Bundesstaat Minnesota mit. Zur Untersuchung gehörten auch die Sammlung aller möglicherweise relevanten Informationen über die "medizinische und soziale Lebensgeschichte" des Musikers. "Die Ergebnisse zusammenzutragen wird mehrere Tage dauern und die Ergebnisse einer kompletten Toxikologie-Untersuchung könnten wahrscheinlich sogar Wochen dauern." Vor Abschluss der Untersuchung sollen keine Obduktionsergebnisse veröffentlicht werden. Prince galt als einer der bedeutendsten Popmusiker. Er war am Donnerstag im Alter von 57 Jahren überraschend in seinem Haus in der Nähe von Minneapolis gestorben.

Dresdner Philharmonie gründet Kurt-Masur-Akademie

Tomoko Masur übernimmt Schirmherrschaft

Die Dresdner Philharmonie ruft eine Kurt-Masur-Akademie für musikalischen Nachwuchs ins Leben. In der Akademie solle von 2017 an bis zu zehn Musikern die Praxis des Orchesterspiels vermittelt werden, sagte Chefdirigent Michael Sanderling in Dresden. Damit verbunden sei ein zweijähriger Masterstudiengang an der Hochschule für Musik Dresden. Die Schirmherrschaft für die Nachwuchsakademie übernimmt Tomoko Masur, die Ehefrau des kürzlich verstorbenen Dirigenten Kurt Masur. Vom 1. November an würden Bewerbungen entgegen genommen, hieß es. Kurt Masur begann seine musikalische Laufbahn als Dirigent bei der Dresdner Philharmonie.

Bernsteinzimmer: Historiker glaubt Ort zu kennen

Bunker im polnischen Mamerki im Fokus

Die moosüberwucherten Ruinen eines deutschen Bunkers aus dem Zweiten Weltkrieg im Nordosten Polens könnten nach Einschätzung eines Historikers das legendäre Bernsteinzimmer bergen. Er sei sich dessen fast sicher, sagte der Vorsitzende des Mamerki Museums, Bartlomiej Polanczyk. Tests mit erddurchdringenden Strahlen von Radargeräten hatten kürzlich nahegelegt, dass im Sockel des Bunkers ein kleiner Raum sein könnte. Der Bunker gehörte zur Zentrale der deutschen Armee und liegt in den Wäldern in der Nähe des Dorfs Mamerki. Dieses wiederum befindet sich rund 100 Kilometer von Kaliningrad in Russland entfernt. Dort hatten die Nazis das Bernsteinzimmer aufbewahrt, nachdem sie es in der Sowjetunion geraubt hatten. Die Briten hatten die damals Königsberg genannte Stadt 1944 stark bombardiert.

Ai Weiwei gestaltet Bild für deutsche Tageszeitungen

Zum Tag der Pressefreiheit am 3. Mai

Der chinesische Künstler Ai Weiwei gestaltet zum Tag der Pressefreiheit am 3. Mai ein Bild für deutsche Tageszeitungen. Das kündigte der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) an, dem rund 280 Zeitungen angehören. Wie viele das Bild auf den Titel oder in ihr Blatt nehmen, ist noch unklar. Ai Weiwei, der wegen seiner Kritik an den Zuständen in China jahrelang nicht ausreisen durfte, lebt seit vergangenem Sommer in Berlin.

Vermisste Bücher der Brüder Grimm wiederaufgetaucht

Münchner Auktionshaus hatte Bände angeboten

Zwei als verschollen geltende barocke Drucke aus dem ehemaligen Besitz der Brüder Grimm befinden sich seit dieser Woche wieder im Bestand der Berliner Humboldt-Universität. Dabei handelt es sich um den Schelmenroman "Simplicissimus" von Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen (1622-1676) und um den medizinischen Lehrroman "Unvorsichtige Heb-Amme" von Johann Christoph Ettner (1654-1724), wie die Universität in Berlin mitteilte. Die Pergamentbände aus dem späten 16. und frühen 17. Jahrhundert seien kürzlich in einem Münchener Auktionshaus angeboten worden. Dieses kontaktierte die Universitätsbibliothek wegen eindeutiger Besitzkennzeichen wie Bibliothekssignatur und Eigentumsstempel. Beide Bücher gehörten "zu den kulturell wertvollen Beständen", die im Zweiten Weltkrieg ab 1943 aus der Berliner Universität an Orte außerhalb Berlins verlagert wurden, erklärte die Humboldt-Uni. Beide Exemplare tragen nach Angaben der Universität zahlreiche handschriftliche Anmerkungen ihrer prominenten Vorbesitzer Jacob (1785-1863) und Wilhelm Grimm (1786-1859).

Prince: Todesursache wird untersucht

Autopsieergebnis könne in wenigen Tagen vorliegen

Trauer, Bestürzung und offene Fragen nach dem Tod von Prince: Die Todesursache werde derzeit untersucht, teilte der stellvertretende Sheriff Jason Kamerud mit. Das Autopsieergebnis könnte "in wenigen Tagen" vorliegen. Nach den Angaben der Polizei war gestern Vormittag (Ortszeit) ein Notruf von den Paisley Park Studios eingegangen. Der Künstler sei regungslos in einem Aufzug gefunden worden. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Vor wenigen Tagen erst war der Musiker im Krankenhaus gewesen, nachdem sich sein Zustand nach einer Grippe verschlechtert hatte. Zuletzt hatte Prince aus gesundheitlichen Gründen nach Medienberichten auch zwei Konzerte abgesagt. Der Tod des Sängers löste weltweite Bestürzung aus. "Heute haben wir eine kreative Ikone verloren", hieß es in einer in Washington verbreiteten Mitteilung von US-Präsident Barack Obama. "Sein Talent war grenzenlos", würdigte Mick Jagger (72) den verstorbenen Kollegen in einem Facebook-Eintrag. Madonna (57) schrieb bei Instagram zum Tod von Prince: "Er hat die Welt verändert. Ein wahrer Visionär. Was für ein Verlust. Ich bin am Boden zerstört."

Deutsche Ko-Produktion siegt beim Tribeca-Filmfestival

"Junction 48" gewinnt in der Kategorie "International Narrative Feature"

Die deutsche Ko-Produktion "Junction 48" hat beim Tribeca-Filmfestival in New York den Preis für den besten internationalen Film gewonnen. Der Film von Regisseur Udi Aloni entstand mit Geldern aus den USA, Deutschlands und Israel und erzählt von einem jungen Rapper im palästinensisch-israelischen Konflikt. "Der Preis geht an einen phänomenalen, herausragenden, kraftvollen und nachdenklichen Film", hieß es in der Jury-Begründung zur Kategorie "International Narrative Feature". Zu den weiteren Preisträgern des 15. Tribeca-Festivals zählen die Tragikkomödie "Dean" und die US-Polizei-Dokumentation "Do Not Resist".

Frieder Burda erwirbt Vier-Kanzler-Bild von Gursky

Kaufpreis unbekannt

Im vergangenen Herbst war es erstmals ausgestellt und Highlight der Baden-Badener Schau über den Fotokünstler Andreas Gursky - jetzt hat der Kunstsammler Frieder Burda das monumentale "Kanzler-Bild" erworben. Der Kaufpreis wurde nicht bekannt. Bei dem Bild mit dem Titel "Rückblick" sieht der Betrachter die vier Kanzler Helmut Kohl, Angela Merkel, Helmut Schmidt und Gerhard Schröder von hinten vor einem Kunstwerk in sattem Rot. Der Düsseldorfer Fotokünstler hat die aktuelle Regierungschefin und ihre Vorgänger so in Szene gesetzt, dass sie selbst von hinten genau identifizierbar sind - sinnierend, rauchend, einander zu- und abgewandt. Gursky ist einer der teuersten Fotokünstler der Welt. Er nähert sich mit seinen digital bearbeiteten großen Panoramen stark der Malerei an.

Raubkunstfall Mosse: Anwälte verhandeln mit Museen

Alle Museen zeigen sich kooperativ

Bei der Suche nach Raubkunst aus der Sammlung des berühmten Zeitungsverlegers Rudolf Mosse (1843-1920) sind Forscher in mehreren Museen im In- und Ausland fündig geworden. Man sei in Gesprächen mit "weniger als zehn Museen", sagten die deutschen Anwälte der amerikanischen Mosse-Erbengemeinschaft, Jan Hegemann und Felix Stang. Alle Museen seien kooperativ. Keines der Häuser bezweifle, dass die Werke nach den internationalen Übereinkünften restituiert werden müssten. Zwei Kunstwerke wurden in Museen in Odessa (Ukraine) und Polen entdeckt. Unter anderem wird mit dem Kölner Wallraf-Richartz-Museum über die Rückgabe eines Blumenstillleben verhandelt, wie Direktor Marcus Dekiert bestätigte. Das Berliner Auktionshaus Grisebach versteigert am 1. Juni drei Werke von Adolph Menzel, Wilhelm Leibl und Ludwig von Hofmann aus der Sammlung Mosse.

PEN-Präsident kritisiert Erdogan

In einer demokratischen Gesellschaft dürfe es keine privilegierten Meinungen geben

Der Präsident des deutschen PEN-Zentrums, Josef Haslinger, hat deutliche Kritik am türkischen Staatsoberhaupt Recep Tayyip Erdogan geäußert. "Herr Erdogan hat sich mit dieser Aktion nicht unbedingt einen Gefallen getan", sagte Haslinger in Bamberg zum Auftakt der Jahrestagung des Schriftstellerverbands. Denn der Antrag der Türkei auf Strafverfolgung wegen Beleidigung von Organen und Vertretern ausländischer Staaten des ZDF-Satirikers Jan Böhmermann habe Aufmerksamkeit auf sich gezogen. "Es darf in einer demokratischen Gesellschaft keine privilegierten Meinungen geben."

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