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Kulturnachrichten

Montag, 15. Januar 2018

Münchner Stadtbücherei erwirbt Archive von Piper

Autoren des Traditionsverlags sind auch Hannah Arendt und Ingeborg Bachmann

Die Spezialbibliothek für Münchner Literatur, die Monacensia, erwirbt die literarischen Archive der Verlegerfamilie Piper. Die Sammlung enthält Dokumente von Verlagsgründer Reinhard Piper, Klaus Piper und Ernst Piper. Die Unterlagen zeigten nicht nur einen Einblick in die Geschichte des Münchner Verlags und die Biografie der Verlegerfamilie, sondern dokumentierten auch, wie das Unternehmen die Verlagsstadt München entscheidend mitgeprägt hätte. Die Dokumente erhellten auch die Münchner Kulturgeschichte. 1904 hatte Reinhard Piper den Verlag gegründet und einen inhaltlichen Schwerpunkt mit künstlerischen Avantgarde-Projekten gesetzt, u.a. der 1912 erschienene Almanach "Der Blaue Reiter". Klaus Mann, Hannah Arendt, Ingeborg Bachmann und Sten Nadolny sind bedeutende Autoren, die bei Piper veröffentlicht wurden. Zum Archiv gehören neben der Korrespondenz innerhalb der Verlegerfamilie Autorenbriefe, unter anderen von Hilde Domin und Karl Jaspers.

Sängerin Dolores O'Riordan gestorben

Cranberries-Sängerin wurde nur 46 Jahre alt

Die Sängerin der irischen Rockband The Cranberries, Dolores O'Riordan, ist tot. O'Riordan sei im Alter von 46 Jahren "plötzlich" in London gestorben, erklärte ihre Sprecherin Lindsey Holmes. Die Angehörigen seien "am Boden zerstört". Demnach hatte sich die Sängerin für eine kurze Aufnahme in der britischen Hauptstadt aufgehalten. The Cranberries hatten in den 90er Jahren einen großen Erfolg mit dem Lied "Zombie".

"Coldhaven" ist Hörspiel des Jahres

Der Preis wird am 24. Februar im Frankfurter Literaturhaus verliehen

Das Hörspiel des Jahres 2017 ist die SWR-Produktion «Coldhaven» von John Burnside. Das teilte die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste in Darmstadt mit. In dem Hörspiel geht es um den Tod zweier Jugendlicher in dem fiktiven schottischen Dorf Coldhaven. Die Regie führte Klaus Buhlert, die Dramaturgie oblag Manfred Hess. Die Preisverleihung ist am 24. Februar im Frankfurter Literaturhaus. Die schottische Märchen- und Sagenwelt sei an diesem fiktiven Ort sehr lebendig, aber auch soziale Vorurteile, hieß es im vergangenen Februar, als "Coldhaven" zum Hörspiel des Monat gekürt wurde. Die Jury lobte zugleich die poetische berührende Sprache und überzeugende Umsetzung des Stoffs. Der Originaltext von Burnside war von Klaus Buhlert und Bernhard Robben aus dem Englischen übersetzt worden.

Inés de Castro wird Leiterin der Humboldt-Sammlungen

Stiftung Preußischer Kulturbesitz bestätigt Wahl

Die Sammlungen des Berliner Humboldt Forums sollen künftig von Inés de Castro geführt werden. Die verantwortliche Stiftung Preußischer Kulturbesitz bestätigte, dass die Ethnologin bereits durch den Stiftungsrat gewählt sei. Das Gremium habe den Präsidenten der Stiftung beauftragt, die weiteren Gespräche zu führen. In Berlin wird sie dann als Chefin für die Sammlungen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst verantwortlich sein. Die weltberühmten Sammlungen sollen dann im neuen Berliner Schloss im Humboldt Forum gezeigt werden.

Konfetti-Verbot beim Stuttgarter Fasching

Reinigungskosten sollen reduziert werden

Weil der Stuttgarter Faschings-Umzug in diesem Jahr eine geänderte Streckenführung hat, dürfen die Veranstalter kein Konfetti werfen. Das sagte der Umzugsveranstalter Thomas Klingenberg der "Bild"-Zeitung. Hintergrund ist, dass der Weg der Karnevalisten am 13. Februar diesmal auch über den Stuttgarter Schlossplatz führt und damit nicht in den Verantwortungsbereich der Stadt, sondern des Bundeslandes Baden-Württemberg fällt. Das Land wolle zu hohe Reinigungskosten vermeiden, so Klingenberg, und darum sei das Werfen von Papierschnipseln auf dem Streckenabschnitt am Stuttgarter Schlossplatz nicht erlaubt. Auch andernorts in Baden-Württemberg soll ein Konfettiverbot gelten, etwa in Göppingen oder Oberkirch bei Offenburg.

China will gegen sexuelle Belästigung vorgehen

Ministerium plant Mechanismus gegen Belästigung in Universitäten einzuführen

Die junge chinesische #MeToo-Bewegung gegen sexuelle Belästigung hat Erfolg: Staatliche Medien berichteten man habe "null Toleranz" gegenüber sexuellem Fehlverhalten von Professoren. Das Bildungsministerium in Peking wolle einen Mechanismus gegen sexuelle Belästigung auf Universitätsgeländen einführen. Wie dieser umgesetzt werde, wurde nicht mitgeteilt. In China hatten Anschuldigung gegen einen Pekinger Professor Proteste an mehr als 40 Universitäten ausgelöst. In offenen Briefen forderten Studenten ihre Hochschulen auf, striktere Regeln zum Schutz vor sexueller Belästigung aufzustellen. Daraufhin war der Professor wegen des Vorwurfs der sexuellen Belästigung entlassen worden.

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Fazit

"Staatssicherheitstheater"Ein Ventil für Gegenwartsekel
Drei Männer lesen einen Stadtplan Berlin, den sie auf den Rücken eines vierten Mannes gelegt haben, der vor ihnen sitzt. (Harald Hauswald/Volksbühne Berlin)

In Leander Haußmanns "Staatssicherheitstheater" sieht unser Kritiker viele Männer mit Handtäschchen in krustigen Klamotten. Deren Stasi-Tätigkeit taugt Haußmann, um Abscheu über die Gegenwart auszudrücken. Doch mit dem Jahr 2018 hat das wenig zu tun.Mehr

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