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Fazit / Archiv | Beitrag vom 05.04.2017

Münchner Kulturzentrum am Gasteig Der Umbau des "großen Affenfelsens" kommt

Michael Watzke im Gespräch mit Gabi Wuttke

Der Gasteig, Münchens Kulturzentrum (dpa / picture alliance)
Das Münchner Kulturzentrum am Gasteig soll jetzt umgebaut werden. Für die darin beheimatete Philharmonie wird während der Sanierung noch ein Ausweichquartier gesucht (dpa / picture alliance)

In München hat der Stadtrat der Sanierung des Kulturzentrums am Gasteig zugestimmt. Der Klinkerbau mit der Philharmonie soll für etwa 450 Millionen Euro komplett umgebaut werden. Unser Korrespondent Michael Watzke spricht von einer "Herkulesaufgabe".

Im Münchner Stadtrat fand sich für den Umbau des Kulturzentrums am Gasteig zwar eine große Mehrheit, aber es gibt auch Widerstand gegen das Großprojekt, dass rund 450 Millionen Euro kosten soll. "Die FDP beispielsweise hat gesagt, sie würde gerne diesen großen Affenfelsen, wie manche den Gasteig nennen, weil er so ein bisschen aussieht wie der Pavianhügel im Tierpark Hellabrunn, den würde man am liebsten abreißen und ganz neu bauen", sagte der München-Korrespondent  Michael Watzke im Deutschlandradio Kultur. Der Kulturreferent Hans-Georg Küppers habe dieser Forderung mit dem Argument widersprochen, dass ein Abriss noch teurer wäre als der Umbau.  

Aussichtsterasse mit Blick über München

Als tollen Plan lobte Watzke die Idee von Gasteig-Chef Max Wagner, auf dem Dach des Kulturzentrums eine neue Aussichtsterasse zu schaffen. "Das ist ein junger, energiegeladener Mann, der  wirklich tolle Pläne hat für diesen Gasteig und sie auch toll verkaufen kann", sagte Watzke. Ungeklärt sei allerdings bisher die Frage der Ausweich-Spielstätte für die Philharmonie. Der angedachte Standort Riem sei wegen seiner Stadtferne am Ostrand von München und hohen Kosten von geschätzten zusätzlichen 40 Millionen für einen temporären Holzbau bisher umstritten.

Jury wird noch berufen

Unklar sei bisher auch noch die Besetzung der Jury für den Planungswettbewerb. "Eigentlich müsste Hans-Jochen Vogel, der frühere Münchner Oberbürgermeister, der den Gasteig damals geplant und umgesetzt hat, der müsste eigentlich in der Jury sitzen", sagte Watzke, verwies aber auf dessen hohes Alter. "Wer auch immer in der Jury ist, er wird eine anspruchsvolle Aufgabe haben, denn dieses Monsterprojekt, ein solch großes Kulturzentrum umzubauen und das, ohne es grundsätzlich verändern und vergrößern zu können, das ist eine Herkulesaufgabe."   

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