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Kompressor | Beitrag vom 29.08.2016

MTV Music AwardsBrauchen Musikvideos jetzt Spielfilmlänge?

Jenni Zylka im Gespräch mit Stephan Karkowsky

Die amerikanische Musikerin Beyoncé (picture alliance / dpa / Frédéric Dugit)
Die amerikanische Musikerin Beyoncé (picture alliance / dpa / Frédéric Dugit)

Beyoncé hat bei den MTV Music Awards abgeräumt - unter anderem mit der Komplett-Verfilmung ihres Albums "Lemonade". Damit gewann sie einen Spezialpreis für längere Musikvideos, der erstmals seit 25 Jahren wieder vergeben wird. Kulturjournalistin Jenni Zylka über das epische Erzählen im Musikvideo.

In der Nacht auf Montag wurden in New York die MTV Video Music Awards verliehen. Video des Jahres wurde "Formation" von Beyoncé, aus ihrem Album "Lemonade". Das hat sie komplett als Video verfilmt - und damit einen weiteren Award gewonnen: den Breakthrough Long Form Video Award, einen Spezialpreis für längere Musikvideos, der erstmals seit 25 Jahren wieder vergeben wurde.

Es scheint, als sei das epische Erzählen im Musikvideo gerade schwer angesagt. Ursprünglich waren Musikvideos ja Werbevideos für den Verkauf der Songs. 

Das sei noch immer so, sagt Kulturjournalistin Jenni Zylka:

"Musikvideos sind dazu da, dass wir darüber reden, andere Menschen interessieren und im Endeffekt den Verkauf ankurbeln. Es gibt sie schon sehr lange, seit den 80ern, und sie haben sich weiterentwickelt in der Zeit. Sie versuchen, sich künstlerisch stärker auszudrücken, eine Botschaft zu vermitteln, die im Song vielleicht  gar nicht drin ist, man kann tolle Regisseure fragen, kann Schauspieler mit einbeziehen, das hat man früher nicht so gemacht. Aber klar geht es um Aufmerksamkeit und auch um Geld."

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