Feature, vom 04.04.2009, 18:05 Uhr

Von Antje Leetz

"In keinem anderen Land sind die Juden so assimiliert wie in Russland. Das Leben hat sie dazu gezwungen." Sagt Alexander Smogul. "Hier mit dem jüdischen Namen Rabinowitsch zu leben - da war man schon 'Held der Sowjetunion'". Der Liedermacher spricht über die Angst vor Antisemitismus, die tief in allen russischen Juden sitzt.

Der Kreml auf dem Roten Platz in Moskau (dradio.de)
Der Kreml auf dem Roten Platz in Moskau (dradio.de)

Doch im postsowjetischen Moskau hat sich auch das jüdische Leben gewandelt. Synagogen wurden wieder geöffnet, ein jüdisches Zentrum entstand, ein weiteres ist geplant und auf dem Festival des jiddischen Liedes spielen heute junge Leute Klezmer-Musik. Die Zahl der Rückkehrer aus Israel wächst.

Regie: Friederike Wigger
Darsteller: Eva Weißenborn, Martin Seifert, Thomas Vogt, Ruth Macke, Lukas Huthmann
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2009
Länge: 54'28

Antje Leetz, geboren 1947 in Frankfurt/Main, studierte Germanistik und Slawistik an der Berliner Humboldt-Universität und in Moskau. Arbeitete als Verlagslektorin für neue russische Literatur. Seit 1988 Übersetzerin, Publizistin und Rundfunkautorin.