Feature, vom 27.07.2011

Von Steffen Irlinger

Louis Thomas Hardin alias Moondog zählte u. a. John Lennon, Phillip Glass und Leonard Bernstein zu seinen Bewunderern. Jahrzehntelang lebte der blinde Musiker in New York auf der Straße.

Die Carnegie Hall in New York war die Anlaufstelle für "Moondog". (AP Archiv)
Die Carnegie Hall in New York war die Anlaufstelle für "Moondog". (AP Archiv)

Bis in die frühen 70er-Jahre hinein stand Moondog, der sich für nordische Mythologie interessierte und stets ein selbstgeschneidertes Wikingerkostüm trug, gegenüber der Carnegie Hall und war ein häufiger Gast bei Konzertproben.

Als Autodidakt komponierte er seine ganz eigene Musik, schrieb Gedichte und Sinfonien.

Auf einer Konzertreise nach Deutschland lernte Moondog eine junge Frau kennen und lebte bis zu seinem Tod 1999 in einem Reihenhaus in Oer-Erkenschwick.

"Moondog Rising" widmet sich seinem Leben und Werk.


Regie: der Autor
Mit: Helene Grass, Jürgen Thormann, Hüseyin Michael Cirpici u.a.
Ton: Olaf Dettinger
Produktion: WDR 2010
Länge: 53"09


Steffen Irlinger, geboren 1967 in Eberbach/Neckar, lebt in Köln.

Er arbeitet als DJ, Autor und Music Supervisor für Film und Hörfunk und ist Mitglied des Avant-Pop-Trios "Donna Regina".

Zuletzt: "Retrotopia" (WDR, DKultur und Èeský rozhlas 2009).