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Kulturnachrichten

Donnerstag, 24. September 2015

Möglicherweise kein Visum für US-Sänger Chris Brown

Australien behält sich vor, verurteilten Sänger nicht einreisen zu lassen

US-Sänger Chris Brown (26) könnte Schwierigkeiten haben, für eine geplante Konzert-Tour nach Australien einzureisen. Der Grund: Seine Verurteilung wegen häuslicher Gewalt. Die australische Frauen-Ministerin Michaelia Cash sagte heute, die Regierung überprüfe, ob es angemessen sei, dem Musiker ein Visum auszustellen: "Diese Regierung hat keine Angst davor, Nein zu sagen." Die Tour ist für Dezember geplant. Brown war 2009 nach einem Angriff auf seine damalige Freundin Rihanna wegen Körperverletzung verurteilt worden. Im vorigen Jahr saß er wegen Handgreiflichkeiten mehrere Monate im Gefängnis. "Die Leute müssen verstehen, falls man gewalttätig wird und dann um wie Welt reisen will, dass es Länder geben wird, die sagen: "Du darfst nicht einreisen, weil du nicht den Charakter aufweist, den wir in Australien erwarten", wurde Cash in australischen Medien zitiert. Premierminister Malcolm Turnbull sagte, er stimme mit dieser Einschätzung überein.

Paris kritisiert möglichen Rembrandt-Kauf der Niederlande

Der Alleingang der Niederlande beim möglichen Kauf zweier Rembrandt-Bilder stößt auf heftige Kritik

Frankreichs Kulturministerin Fleur Pellerin habe ihre niederländische Kollgein Jet Bussenmaker um Erklärung gebeten, schreibt die französische Tageszeitung "Figaro". Anfang der Woche hatten die niederländische Regierung und das Rijksmuseum Amsterdam bekanntgegeben, dass sie die Kaufsumme von 160 Millionen Euro für die Werke, die sich noch im Besitz der französischen Familie Rothschild befinden, je zur Hälfte tragen wollen. Die Ganzfigurenporträts, die den jungen Maerten Soolmans und seine Frau Oopjen Coppit darstellen, hätten ursprünglich für jeweils die Hälfte des Kaufpreises gemeinsam mit dem Pariser Louvre erworben werden sollen. Die Familie Rothschild hatte dem Museum die Gemälde, die zu Rembrandts Hauptwerken gehören, zum Kauf angeboten; dieses konnte die horrende Summe jedoch nicht alleine aufbringen.

Bärfuss erhält Born-Preis für Literatur

Der Schweizer Autor und Dramaturg wurde in Berlin ausgezeichnet

Lukas Bärfuss erhielt den Nicolas-Born-Preis des Landes Niedersachsen von der Wissenschaftsministerin Heinen-Kljaji. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert. Lukas Bärfuss lebt als freier Schriftsteller in Zürich. Von 2009 bis 2913 war er Dramaturg am dortigen Schauspielhaus. Seine Stücke wie das in zwölf Sprachen übersetzte "Die sexuellen Neurosen unserer Eltern" werden weltweit aufgeführt. Zudem hat er Essays und Romane veröffentlicht wie "Hundert Tage" über den Völkermord in Ruanda. Der ursprünglich nur für Autoren mit Niedersachsenbezug ausgeschriebene Born-Preis wurde in diesem Jahr erstmals auf deutschsprachige Schriftsteller ausgeweitet. Die Auszeichnung ist nach dem Schriftsteller Nicolas Born (1937-1979) benannt, der sich Anfang der 1970er Jahre ins niedersächsische Wendland zurückgezogen hatte.

Nobelpreisträger fordern Obama chinesischem Dissidenten zu helfen

Schriftsteller Liu seit 2009 in China inhaftiert

Zwölf Nobelpreisträger haben US-Präsident Barack Obama aufgerufen, bei seinem Treffen morgen mit Chinas Präsident Xi Jinping die Freilassung des inhaftierten chinesischen Dissidenten Liu Xiaobo einzufordern. In einem Brief an Obama forderten Nobelpreisträger wie der südafrikanische Bischof Desmond Tutu und der Dalai Lama, dass sich Obama für den Schriftsteller und Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo einsetzen solle. Liu wurde 2009 wegen "Subversion" inhaftiert und verbüßt eine elfjährige Haftstrafe. Obama, der 2009 selbst mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden war, steht unter starkem Druck, bei seinem Treffen mit Chinas Präsident das Thema Menschenrechte klar zur Sprache zu bringen.

Pumuckl-Erfinderin gestorben

Ellis Kaut ist tot

Die Pumuckl-Erfinderin starb nach langer Krankheit am frühen Morgen im Alter von 94 Jahren in einem Pflegeheim nahe München, wie ihre Tochter Uschi Bagnall mitteilte. Kaut war seit 1948 freie Schriftstellerin und übernahm in den 1950er und 1960er Jahren Sprechrollen bei Hörspielen. Beim Bayerischen Rundfunk betreute sie Kindersendungen. Daneben widmete sie sich der Malerei und der Fotografie. Im Gegensatz zu diesen Tätigkeiten sei das Schreiben für sie stets harte Arbeit gewesen, sagte sie. Die Geschichten über den Kobold Pumuckl wurden zunächst 1962 als Hörspiel vom Bayerischen Rundfunk gesendet. Später fanden die Pumuckl-Geschichten bei Kindern auch als Buch, Schallplatte/Kassette, CD oder DVD und als Fernsehserie Anklang. Inzwischen sind rund 100 Pumuckl Geschichten entstanden. Die 52-teilige Fernsehserie sowie die Hörspielreihe sorgte für bundesweite Bekanntheit der Figur.

Neuer Studiengang für Kirchenmusiker

Besserer Pop im Gottesdienst

Mit einer neuen professionellen Pop-Ausbildung für Kirchenmusiker soll moderne Musik in evangelischen Kirchen besser werden. Dazu bietet die Landeskirche in Westfalen ab September 2016 erstmals in Deutschland einen Studiengang für kirchliche Popularmusik an. An einem noch nicht benannten neuen Standort der Hochschule für Kirchenmusik in Herford startet das Angebot in einem Jahr für Bachelorstudenten. Später soll ein aufbauender Masterstudiengang folgen. Um die Qualität von Pop, Rock, Gospel und Jazz in den Gottesdiensten und im Gemeindeleben zu heben, sollen an der evangelischen Pop-Akademie auch ehrenamtliche Musiker Kurse und Weiterbildungen besuchen können.

Bücherecke für Flüchtlinge

Bundesweite Spendenaktion

Eine erste Lern- und Leseecke für Flüchtlinge ist in Frankfurt am Main eingerichtet worden. Die Mini-Bibliothek ist Teil der Initiative "Bücher sagen Willkommen" des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, der Leseförder-Kampagne LitCam und der Frankfurter Buchmesse. Seit dem Wochenende läuft eine bundesweite Spendenaktion in Buchhandlungen, mit der weitere Lern- und Leseecken in ganz Deutschland finanziert werden sollen. Die erste "Ecke" wurde heute im Lernzentrum des Vereins Arbeits- und Erziehungshilfe in Frankfurt eröffnet.

Bärfuss erhält Born-Preis für Literatur

Der Schweizer Autor und Dramaturg wurde in Berlin ausgezeichnet

Lukas Bärfuss erhielt den Nicolas-Born-Preis des Landes Niedersachsen von der Wissenschaftsministerin Heinen-Kljaji. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert. Lukas Bärfuss lebt als freier Schriftsteller in Zürich. Von 2009 bis 2913 war er Dramaturg am dortigen Schauspielhaus. Seine Stücke wie das in zwölf Sprachen übersetzte "Die sexuellen Neurosen unserer Eltern" werden weltweit aufgeführt. Zudem hat er Essays und Romane veröffentlicht wie "Hundert Tage" über den Völkermord in Ruanda. Der ursprünglich nur für Autoren mit Niedersachsenbezug ausgeschriebene Born-Preis wurde in diesem Jahr erstmals auf deutschsprachige Schriftsteller ausgeweitet. Die Auszeichnung ist nach dem Schriftsteller Nicolas Born (1937-1979) benannt, der sich Anfang der 1970er Jahre ins niedersächsische Wendland zurückgezogen hatte.

Clemens Meyer wird neuer Mainzer Stadtschreiber

Meyer folgt auf Feridun Zaimoglu

Der Schriftsteller Clemens Meyer wird im Jahr 2016 neuer Mainzer Stadtschreiber. Er ist der 32. Träger des mit 12 500 Euro dotierten Literaturpreises, wie die Stadt Mainz und das ZDF in Mainz mitteilten. Meyer schreibe "präzise und einfühlsam» von «prekären Existenzen" und sei ein "souveräner Stilist", begründete die Jury die Wahl. Sein Roman "Im Stein" stand 2013 auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis. Der Sender, die Stadt und 3sat vergeben die Auszeichnung seit 1985. Meyer, der den Preis im kommenden Februar überreicht bekommt, kann wie seine Vorgänger in die Stadtschreiberwohnung im Mainzer Gutenberg-Museum einziehen und mit dem ZDF eine Dokumentation zu einem wählbaren Thema produzieren.

Kabarett-Preis geht an Schweizer Duo "Ohne Rolf"

Die Schweizer Plakat-Künstler erhalten die mit 6000 Euro dotierte Auszeichung.

Jonas Anderhub und Christof Wolfisberg hätten dem Kabarett eine neue Dimension eröffnet, hieß es. Die Jury bescheinigte dem Komiker-Duo einen "nahezu unerschöpflichen Ideenreichtum, punktgenaue Präzision, sprach-spielerische Leichtigkeit und philosophische Tiefe". Die Auszeichnung wird dem Duo "Ohne Rolf" am 9. Januar in Nürnberg übergeben, wie das Nürnberger Burgtheater mitteilte. Stifter des Preisgeldes ist die Stadt Nürnberg.

Roswitha-Preis 2015 geht an Gabriele Goettle

Ältester deutscher Literaturpreis für Schriftstellerinnen

Die Autorin und Journalistin Gabriele Goettle erhält den Roswitha-Preis 2015 der Stadt Bad Gandersheim. Der älteste deutsche Literaturpreis für Schriftstellerinnen wird ihr am 8. November in der historischen Stiftskirche der südniedersächsischen Stadt verliehen. Die mit 5500 Euro dotierte Auszeichnung erinnert an die erste deutsche Schriftstellerin Roswitha, die im 10. Jahrhundert im Stift Gandersheim Legenden, Dramen und historische Gedichte schrieb. Die Jury würdigte Goettle als "eine der wichtigsten literarischen Stimmen unserer Zeit". Ihre Reportagen erzählten von Menschen, die jenseits der vertrauten Wahrnehmung lebten. Goettle, die 1946 in Aschaffenburg geboren wurde, studierte Bildhauerei, Literaturwissenschaft, Religions- und Kunstgeschichte. Sie wurde durch Reportagen über den deutschen Alltag in großen Zeitungen und Zeitschriften bekannt. Der Preis wird seit 1973 jährlich verliehen, ursprünglich als Roswitha-Gedenkmedaille.

Wickert: Journalisten müssen überall hingucken

Heute werden Ulrich-Wickert-Preis und Peter-Scholl-Latour-Preis verliehen

Für den Journalisten und Autor Ulrich Wickert (72) kommen in deutschen Medienberichten zur Flüchtlingskrise die Sorgen in der Bevölkerung zuweilen zu kurz. "Wir müssen auch von den Belastungen der Zuwanderung für die Menschen berichten, die hier sind", sagte Wickert der Deutschen Presse-Agentur. "Die Begeisterung von Ehrenamtlichen und der Politik für die Willkommenskultur darf Journalisten nicht dazu verführen, zu sagen: "Nur das ist das echte Deutschland." Sie müssen überall hingucken." Der frühere "Tagesthemen"-Moderator und das Kinderhilfswerk Plan International verleihen heute in Berlin den Ulrich-Wickert-Preis für Kinderrechte und erstmals auch den Peter-Scholl-Latour-Preis für Berichte aus Krisengebieten.

Letzte Erzählung von Siegfried Lenz erscheint

Lenz-Stiftung: "Es ist eine typische Lenz-Erzählung geworden"

Knapp ein Jahr nach dem Tod des Schriftstellers Siegfried Lenz erscheint morgen seine letzte Erzählung "Das Wettangeln". Die Startauflage des schmalen Bandes mit zahlreichen farbigen ganzseitigen Illustrationen von Nikolaus Heidelbach betrage 50 000 Exemplare, teilte der Verlag Hoffmann und Campe in Hamburg mit. Lenz, von Krankheit und Schmerzen in seiner Schaffenskraft in seinen letzten Jahren stark eingeschränkt, habe das Manuskript noch fertigstellen können, sagte der Vorstand der Lenz-Stiftung, Günter Berg. "Es ist ein typische Lenz-Erzählung geworden." Der aus Ostpreußen stammende Autor war am 7. Oktober 2014 im Alter von 88 Jahren in Hamburg gestorben.

Vom Star zum Nobody: Köln zeigt Godefridus Schalcken

Zeitgenosse Vermeers war zu Lebzeiten berühmt, heute vergessen

Jan Vermeer, der Maler des "Mädchens mit dem Perlenohrring", ist heute weltberühmt, doch zu Lebzeiten war er außerhalb seines Wohnortes Delft nur Kennern ein Begriff. Mit seinem Zeitgenossen Godefridus Schalcken (1643-1706) verhält es sich genau umgekehrt: Heute ein Nobody, waren seine Werke im 17. und 18. Jahrhundert europaweit gefragt. Mit einer ersten Retrospektive will das Wallraf-Richartz-Museum in Köln von Freitag an seine Wiederentdeckung einleiten. Die Schau umfasst ein Drittel aller erhaltenen Werke, mehr als 80 Gemälde, die in raffinierter Beleuchtung präsentiert werden, passend zu den vielen Kerzenschein-Motiven. Sie waren das Markenzeichen des Künstlers, der in einem wirtschaftlich äußerst schwierigen Umfeld operierte: Seit der Sonnenkönig Ludwig XIV. die Niederlande 1672 angegriffen hatte, war der Kunstmarkt dort zusammengebrochen. Viele Maler - so Jan Vermeer - bekamen kaum noch Aufträge und starben hochverschuldet. Die Kölner Schau stellt Schalcken nicht nur als überragenden Techniker und Illusionisten vor, sondern auch als einen erstaunlich vielseitigen und humorvollen Künstler.

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