Hörspiel, vom 08.09.2018

MitternachtskrimiKörperfresser

Von Jack Finney

„Sie sind da draußen. Sie sind überall. Sie holen dich, wenn du schläfst. Verschwinde, oder du wirst der Nächste sein." - Grundlage des Hörspielthrillers von wittmann/zeitblom ist Jack Finneys Science-Fiction-Romanklassiker "The Body Snatchers" von 1955.

Die "Mountain Green Pitcher Plant", eine fleischfressende Kannenpflanze, findet man nur im Desoto State Park.  (Deutschlandradio / Rudi und Rita Schneider)
Eine Brutstätte für Menschenkopien? (Deutschlandradio / Rudi und Rita Schneider)

Dr. Daniel Benell ist Wissenschaftler am Institut für Infektionsbiologie. Eines Tages vertraut ihm seine Kollegin Hannah an, dass sie sich Sorgen um ihren Mann Franco macht. Äußerlich habe er sich nicht verändert, aber er sei nicht mehr er selbst. Er wirke so kalt, als ob er keine Gefühle mehr habe. Bei einem gemeinsamen Abendessen kann sich Daniel selbst ein Bild von Francos Verhalten machen. Er erkennt keinen Unterschied zu vorher. Doch Hannah beharrt darauf, dass ihr Mann über Nacht ein anderer geworden sei, und glaubt, es beweisen zu können: Sie konfrontiert Franco mit der Diagnose des Arztes, dass sie niemals Kinder bekommen könne. Tatsächlich ist ein lapidares „Schade." Francos einzige Reaktion darauf. Aber was bedeutet das schon?
In den kommenden Tagen wird von weiteren 20 Menschen berichtet, die fest davon überzeugt sind, dass ihnen nahestehende Personen durch Doppelgänger ersetzt wurden. Der Psychiater Nigel Cameron vermutet, dass es sich um eine jener epidemischen Massenhysterien handelt, die innerhalb von zwei Wochen die ganze Stadt erfassen.
Auch Daniels Freund, der Künstler Keiji, hat eine verstörende Entdeckung gemacht: Seine ,florale Installation' hat über Nacht in einer Schote einen menschlichen Körper ausgebildet, dem nur noch Gesichtszüge und Fingerabdrücke fehlen. Der Körper hat verblüffende Ähnlichkeit mit Keijis. Hat die Pflanze eine Kopie von ihm hergestellt, während er schlief?

Aus dem Amerikanischen von: Toni Westermayr
Bearbeitung und Regie: wittmann/zeitblom
Mit Jule Böwe, Alice Dwyer, Marc Hosemann, Anna Maria Mühe, Ulrich Noethen, Lars Rudolph und Florian Stetter
Musik: Yuko Matsuyama und Christian Wittmann (Gesang), Stefan Beirach (Gitarre), Achim Färber (Schlagzeug), zeitblom (Elektronik)

Produktion: WDR 2017
Länge: 50'54