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Länderreport / Archiv | Beitrag vom 14.12.2018

MitteldeutschlandIdeen für die Zeit nach der Braunkohle

Werner Bohnenschäfer im Gespräch mit Nana Brink

Ein "Absetzer" am Rande eines Braunkohletagebaus in Ostdeutschland.   (picture alliance/dpa/Foto: Patrick Pleul)
Die Zeit des Braunkohletagebaus ist bald vorbei. Die Frage daher: Wie kann der Strukturwandel gestaltet werden? (picture alliance/dpa/Foto: Patrick Pleul)

Dezentrale Stromförderung, Nahverkehrsprojekte, Ausbildungsoffensiven: Mit einem Ideenwettbewerb will der Verbund "Innovationsregion Mitteldeutschland" mit allen Beteiligten über die Zukunft der Region diskutieren.

"Die Erfahrung zeigt, dass aus den Regionen, wo Strukturwandel aktiv befördert werden muss, dass von dort aus die Initiativen kommen müssen - und nicht von außen", so Werner Bohnenschäfer, Projektleiter der Innovationsregion Mitteldeutschland, einem Zusammenschluss von sieben Landkreisen sowie den Städten Leipzig und Halle.

Die Akzeptanz in der Bevölkerung ist wichtig

Man wolle Ideen einsammeln und im nächsten Jahr im Rahmen einer großen Bürgerbeteiligung über Zukunft der Region zu diskutieren. Den Satz von Bundesumweltministerin Schulze, "wer glaubt, man könne Klimaschutzmaßnahmen einfach so durchdrücken ohne Rücksicht auf Verluste, der wird die Akzeptanz in der Bevölkerung verlieren, und dann ziehen sich die Menschen gelbe Westen an", könne er nur unterschreiben.

Ein erster Schritt auf einem langen Weg

Als ein Beispiel für eine Innovation nannte Bohnenschäfer das sogenannte 3D-Drucker-Projekt. "Da geht es nicht um die kleinen Spielzeugdrucker, die man irgendwo im Elektronikmarkt kaufen kann, sondern um die Anwendung von 3D-Druckern in der Produktion. Und da sollen die Unternehmen in der Region auch fit gemacht werden." Dies sei ein erster kleiner Schritt auf dem ganz langen Weg des Strukturwandels.

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