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Die Reportage / Archiv | Beitrag vom 29.03.2013

Mit Gott auf dem Sofa

Freie christliche Gemeinden in Berlin

Von Svenja Pelzel

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Freikirchliche Gemeinden ziehen vor allem junge Menschen an. (Stock.XCHNG - Cris Watk)
Freikirchliche Gemeinden ziehen vor allem junge Menschen an. (Stock.XCHNG - Cris Watk)

Mit Rockmusik und Sofagottesdiensten locken kleine, freikirchliche Gemeinden überwiegend junge Christen, die die starren Strukturen der Amtskirche ablehnen und ihr enttäuscht den Rücken kehren. Insgesamt soll es allein in Berlin 350 Gemeinden mit rund 90.000 Mitgliedern geben.

Das ist eine beeindruckende Zahl angesichts der Berliner Bevölkerung, die zu 60 Prozent gar nicht gläubig ist und Religion ablehnt. In den Gottesdiensten wird viel gemeinsam gesungen, die Predigten sind einfach und leicht verständlich.

So vermittelt sich ein intensives Gemeinschaftsgefühl, das mehr oder weniger strengen Regeln folgt. Wer sie nicht einhält und zum Beispiel Sex vor der Ehe hat, kann aus der Gruppe ausgeschlossen werden. Svenja Pelzel hat in recht harmlose und höchst fragwürdige christliche Gemeinschaften geblickt und ist dabei auch reinen Geschäftemachern begegnet: selbsternannten Heilern, die schwere Krankheiten wegbeten wollen - im Namen Gottes.

Das Manuskript zur Sendung im PDF-Format und barrierefreien Text-Format

Svenja Pelzel (privat)Svenja Pelzel (privat)Autorin Svenja Pelzel:"Ich finde es teilweise total absurd, was manche Leute glauben, ich fand es aber auch interessant zu erfahren, was es für Religionsgemeinschaften überhaupt gibt.
Und dieser Heilungsgottesdienst, bei dem sie den Krebs 'weggebetet' haben, das war so mit das Gruseligste, was ich als Journalistin bisher erlebt habe."

Die Reportage

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