Freistil, vom 25.12.2011

Florian Fricke studierte in Freiburg und München Klavier und Komposition - zeitweise lebte er auch im oberbayerischen Miesbach. Er war Gründer und Herz der Band Popol Vuh, benannt nach der Schöpfungsgeschichte der Mayas.

Tastatur eines Klaviers (Stock.XCHNG / Jean-Pierre Ceppo)
Tastatur eines Klaviers (Stock.XCHNG / Jean-Pierre Ceppo)

Als Besitzer des großen Moogs, eines riesigen Ur-Synthesizers, zählt er zu den Pionieren der elektronischen Musik in Deutschland.

Fricke hatte sich von Klassik und Jazz abgewandt, weil er sich von deren Konventionen eingeengt fühlte. Nach der Moog-Phase schrieb er Filmmusiken für Werner Herzog - u. a. für "Fitzcarraldo" und "Nosferatu".

Wer aber war dieser Klangmagier, der 2001 - genau vor 10 Jahren - früh verstarb?
Was hat seine Suche nach neuen musikalischen Welten angetrieben? Und inwieweit ist er ein typisches Kind der 60er- und 70er-Jahre, freiheitsliebend, kreativ, mit erweitertem Bewusstsein - und doch selbstzerstörerisch? - Der Autor, ein Namensvetter, der nicht ganz zufällig so heißt, begibt sich auf Spurensuche.


Regie: Ulrich Klenner
BR 2010